Zum Inhalt springen

Wiesenburger Weg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 2. September 2024 um 13:56 Uhr durch imported>Doc Taxon ((GR) File:Coat of arms of Berlin.svgFile:DEU Berlin COA.svg).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wiesenburger Weg
Datei:DEU Berlin COA.svg
Wappen
Straße in Berlin
[[Datei:|245px|zentriert|rahmenlos|alt=]]
Datei:Placeholder.svg
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Marzahn
Angelegt  im 19. Jahrhundert
Neugestaltet  um 1970
Hist. Namen  Bahnhofstraße,
Am Bahnhof
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Boxberger Straße,
Dahmesweg / Georg-Knorr-Straße
Querstraßen 
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr (Anlieger)
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 990 Meter

-

Karte
Vorlage:Maplink

Der Wiesenburger Weg ist ein im 19. Jahrhundert im damaligen Dorf Marzahn entstandener Verkehrsweg, der in den 1970er Jahren auf sein westliches Teilstück verkürzt und seine Führung verändert wurde. Hier befindet sich der 1908 für die Stadt Berlin angelegte Armenfriedhof (heute: Städtischer Friedhof Marzahn bzw. Parkfriedhof Marzahn).

Geschichte

Bis in die 1920er Jahre hieß die Straße, die in West-Ost-Richtung verlief, Bahnhofstraße und Am Bahnhof nach der Verkehrsanbindung des Dorfes.<ref>Am Bahnhof. In: Berliner Adreßbuch, 1927, Teil 4, Marzahn, S. 2023.</ref><ref>Bahnhofstraße. In: Berliner Adreßbuch, 1932, Teil 4, Marzahn, S. 2137.</ref> Am 11. Mai 1938 erhielt sie den neuen Namen Wiesenburger Weg, der nach der Gemeinde Wiesenburg/Mark im damaligen Gau Brandenburg benannt wurde. Die Straße besaß eine direkte Anbindung an den Dorfkern von Marzahn.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.alt-berlin.info</ref>

Nachdem in den 1970er Jahren der Ost-Berliner Magistrat die Errichtung eines völlig neuen Stadtteils auf den früheren landwirtschaftlichen Flächen um Marzahn beschlossen hatte, musste zunächst die mitten durch das Dorf führende Hauptstraße verlegt werden, es entstand eine neue nordwärts am alten Dorfkern vorbeiführende Fernverkehrsstraße, die Landsberger Allee. Für diese Neutrassierung wurde der östliche Bereich des Wiesenburger Wegs abgetrennt. Teile davon gingen später in der Marzahner Promenade und der Franz-Stenzer-Straße auf.

Lage und Verkehrsanbindung

Die Straße verläuft seit der Fertigstellung des ersten Wohngebiets Marzahn I von der Boxberger Straße in West-Ost-Richtung bis an den Bahndamm, dann knickt sie nach Süden ab. Dort mündet sie in die Georg-Knorr-Straße bzw. setzt sich unter den Marzahner Brücken als Dahmeweg fort. Die Straße kann vom S-Bahnhof Marzahn in wenigen Gehminuten erreicht werden.

Der Marzahner Friedhof am Wiesenburger Weg

Datei:Bundesarchiv Bild 183-1985-0328-023, Berlin-Marzahn, sowjetischer Ehrenfriedhof.jpg
Das sowjetische Ehrenmal auf dem Friedhof Wiesenburger Weg, 1985

Das Friedhofsgelände (Haupteingang: Wiesenburger Weg 10) ist rund 23 Hektar groß und wird begrenzt von der Otto-Rosenberg-Straße im Norden, der Boxberger Straße im Westen, dem Bahndamm der S-Bahn und der Regionalbahn sowie dem Wiesenburger Weg im Süden. Er wurde nach den Ideen der Gartengestalter am Ende des 19. Jahrhunderts als Parkanlage gestaltet. Die ersten Begräbnisse fanden hier 1908 statt, später kamen Mahn- und Gedenkstätten hinzu wie ein Kriegerdenkmal, nach dem Zweiten Weltkrieg auch ein Ehrengrab für die an der Lichtenberger Blutmauer in der Möllendorffstraße erschossenen Matrosen Fritz und Albert Gast sowie Stelen und Obelisken für gefallene Sowjetsoldaten, 46 Widerstandskämpfer, 400 Zwangsarbeitern und 3330 Opfer der Luftangriffe auf Berlin in den Jahren 1944 und 1945.<ref>Wiesenburger Weg, Städtischer Friedhof Marzahn, Ehrenhain für Gefallene des Ersten Weltkriegs, Grab Rote Matrosen, Gedenkstätte für die Opfer des Zweiten Weltkriegs (Schwurhand), Gedenkstätte für die NS-Opfer, Hauptallee, Sowjetischer Ehrenhain, Gedenkstätte für die Sinti</ref>

Literatur

  • Institut für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin, II. Henschelverlag, Berlin 1984, S. 248 ff.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 32′ 42″ N, 13° 32′ 18″ O

 {{#coordinates:52,545|13,538333333333|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=Wiesenburger Weg
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}