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Gollma

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Gollma
Stadt Landsberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Gollma 51° 31′ N, 12° 10′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 30′ 57″ N, 12° 10′ 7″ O
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Eingemeindung: 20. Juli 1950
Postleitzahl: 06188
Vorwahl: 034602
Lage von Gollma in Sachsen-Anhalt
Datei:Dorfkirche Gollma.jpg
Dorfkirche Gollma
Datei:Gollma Mittelstrasse 4 Gutshaus.jpg
Gutshaus des Ritterguts Gollma
Datei:Landsberg-SüdBf.jpg
Haltepunkt Landsberg-Süd an der Bahnstrecke Halle–Eilenburg, gelegen zwischen den Orten Lohnsdorf und Gollma

Gollma ist ein Ortsteil der Ortschaft und der Stadt Landsberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Zu Gollma gehören die Wohnplätze Schwätz und Pfaffendorf.

Geografie

Gollma liegt südlich von Landsberg zwischen Halle (Saale) im Westen und Delitzsch im Osten in der Nähe der Landesgrenze zu Sachsen. Der Ort liegt am Strengbach, einem Zufluss der Fuhne.

Geschichte

Gollma entstand vermutlich durch die Ansiedlung vertriebener Slawen aus Landsberg. 1275 wurde das Patronatsrecht über die Gollmaer Kirche von Markgraf Dietrich von Landsberg an das Kloster Petersberg abgetreten. 1331 war Gollma einer von vier Erzpriestersitzen im Archidiakonat Halle. Kirchlich gehörte der Nachbarort Reinsdorf zu Gollma.

Gollma und seine Nachbarorte Pfaffendorf und Schwätz gehörten bis 1815 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Delitzsch.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref><ref>Gollma, Pfaffendorf und Schwätz im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 516f.</ref> Seit 1501 ist ein von den Wettiner als Lehn vergebenes Vorwerk nachweisbar, das bereits 1517 als Sattelhof bezeichnet wird und identisch ist mit dem heutigen Rittergut, dessen zweigeschossiges Schloss im 17. Jahrhundert im Stil des Barock überarbeitet wurde. 1734 fiel die Kirche des Orts einem Feuer zum Opfer, sie wurde drei Jahre später wieder aufgebaut.

Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen Gollma, Schwätz und Pfaffendorf im Jahr 1815 zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1950 gehörten.<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> Ab 1835 war Gollma Sitz eines Kirchenbezirks. Nach längeren Debatten schloss sich Pfaffendorf im Jahr 1863 freiwillig dem Ort Gollma an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webpräsenz der Kirchengemeinde Gollma (Memento vom 5. März 2016 im Internet Archive)</ref> Nach Antrag einiger Gemeinden südlich von Landsberg wurde 1908 die Station „Gollma“ an der 1872 eröffneten Eisenbahnstrecke Halle–Sorau eingerichtet. Der Halt südlich des Orts wurde später in „Landsberg (b Halle/Saale) Süd“ umbenannt.<ref>Emsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> Der Ort Schwätz wurde am 1. April 1936 nach Gollma eingemeindet.<ref>Schwätz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>

Im Zuge der ersten Kreisreform in der DDR wurde Gollma wie die Stadt Landsberg am 15. Juni 1950 dem neu zugeschnittenen Saalkreis zugeordnet, der 1952 zum neuen Saalkreis im Bezirk Halle kam. Kurz nach der Zuordnung zum Saalkreis wurde Gollma am 20. Juli 1950 nach Landsberg eingemeindet. Heute bildet der Ort einen Ortsteil der Ortschaft Landsberg innerhalb der Stadt Landsberg.

Verkehr

Gollma liegt westlich der A 9. Nördlich des Orts bei Landsberg verläuft die Bundesstraße 100, welche von Halle in Richtung Bitterfeld führt.

Südlich von Gollma verläuft die Bahnstrecke Halle–Cottbus mit dem Haltepunkt „Landsberg (b Halle/Saale) Süd“ (früher „Gollma“) auf Gollmaer Flur.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Gollma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang Braschwitz mit Plößnitz | Hohenthurm mit Rosenfeld | Landsberg mit Gollma, Gütz und Reinsdorf | Niemberg mit Eismannsdorf | Oppin mit Maschwitz | Peißen mit Rabatz, Stichelsdorf und Zöberitz | Queis mit Klepzig, Kockwitz und Wiedersdorf | Reußen mit Zwebendorf | Schwerz mit Dammendorf und Kneipe | Sietzsch mit Bageritz und Lohnsdorf | Spickendorf und Wölls-Petersdorf Vorlage:Klappleiste/Ende

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