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Bariumphosphat

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Strukturformel
3 Bariumion 2 Phosphation
Allgemeines
Name Bariumphosphat
Andere Namen

Bariumorthophosphat

Summenformel Ba3(PO4)2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 236-856-9
ECHA-InfoCard 100.033.491
PubChem 165803
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 601,9 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,1 g·cm−3<ref>Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 328 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Schmelzpunkt

1605 °C<ref name="Radominska">E. Radominska, T. Znamierowska, W. Szuszkiewicz: Phase equilibria in the system Rb3PO4–Ba3(PO4)2. In: Journal of Thermal Analysis and Calorimetry 2011, 103(2). S. 761–766. doi:10.1007/s10973-010-0962-y</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.782">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 332​‐​302
P: 305+351+338<ref name="SigmaAldrich">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumphosphat (genauer: Bariumorthophosphat) ist das Bariumsalz der Phosphorsäure.

Herstellung

Bariumorthophosphat kann aus Bariumhydrogenphosphat hergestellt werden, das zunächst durch Erhitzen auf 900 °C zu Bariumdiphosphat umgewandelt wird. Dieses reagiert mit Bariumcarbonat unter Abspaltung von Kohlendioxid zu Bariumorthophosphat.<ref name="Radominska"/>

<math>\mathrm{2\ BaHPO_4 \ \xrightarrow {900^{o}C} \ Ba_2P_2O_7 + H_2O \uparrow }</math>
<math>\mathrm{Ba_2P_2O_7 + BaCO_3 \ \xrightarrow {1300^{o}C} \ Ba_3(PO_4)_2 + CO_2 \uparrow }</math>

Es entsteht auch bei der Reaktion von Natriumphosphat mit Bariumchlorid.<ref name="Berthelot">M. Berthelot: Recherches sur les phosphates. In: Compt. Rend. Hebd. 1886, 103, S. 911.</ref><ref name="Abegg"/>

<math>\mathrm{3\ BaCl_2 + 2\ Na_3PO_4 \ \longrightarrow \ Ba_3(PO_4)_2 + 6\ NaCl }</math>

Ferner wurde die Reaktion von Dinatriumhydrogenphosphat mit Bariumchlorid in Gegenwart von Ammoniak beschrieben.<ref name="Abegg">R. Abegg, F. Auerbach: Handbuch der anorganischen Chemie. Verlag S. Hirzel, Bd. 2, 1908. S. 282.</ref><ref name="Rammelsberg">C. Rammelsberg: Ueber die Zusammensetzung einiger phosphorsauren Salze. In: Pogg. Ann. 1846, 68, S. 383ff.</ref>

<math>\mathrm{3\ BaCl_2 + 2\ Na_2HPO_4 + 2\ NH_3 \ \longrightarrow }</math>
<math>\mathrm{Ba_3(PO_4)_2 + 4\ NaCl + 2\ NH_4Cl }</math>

Eigenschaften

Bariumorthophosphat existiert in zwei unterschiedlichen Kristallstrukturen. Der Phasenübergang findet bei 1360 °C statt.<ref name="Radominska"/> Unter dem Umwandlungspunkt kristallisiert es im trigonalen Kristallsystem in der Raumgruppe R3m (Raumgruppen-Nr. 160)Vorlage:Raumgruppe/160 mit den Gitterparametern a = 7,696 Å und α = 42,58°. In der Elementarzelle befindet sich eine Formeleinheit.<ref name="Zachariasen">W. H. Zachariasen: The Crystal Structure of the Normal Orthophosphates of Barium and Strontium. In: Acta Cryst. 1948, 1, S. 263–265. doi:10.1107/S0365110X48000697</ref> Die Kristalle sind isomorph zu Strontiumphosphat.<ref name="Zachariasen"/>

Verwendung

Bariumorthophosphat wird als Rohstoff zur Herstellung von Spezialglas<ref>Landesamt Sachsen: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Merkblatt Glas (Memento vom 14. Mai 2013 im Internet Archive)</ref> (z. B. Uviolglas) und als Trübungsmittel für Glas<ref>Eidgenössische Zollverwaltung: Kapitel 28: Anorganische chemische Erzeugnisse; anorganische oder organische Verbindungen von Edelmetallen, radioaktiven Elementen, Seltenerdmetallen oder Isotopen, abgerufen am 17. Juni 2017.</ref> verwendet.

Einzelnachweise

<references />