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Nieska

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Nieska
Stadt Gröditz
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(255)&title=Nieska 51° 26′ N, 13° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(255) 51° 25′ 48″ N, 13° 21′ 36″ O
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Höhe: 93 m ü. NHN
Einwohner: 255 (31. Dez. 2011)<ref name="Müllers">Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2012: Vollständiges Ortslexikon. 33., überarb. und erw. Ausg. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-027420-2, S. 991. Online bei Google Books</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1994
Eingemeindet nach: Nauwalde
Postleitzahl: 01609
Vorwahl: 035263

Nieska ist ein Ortsteil der sächsischen Stadt Gröditz im Landkreis Meißen. Er liegt etwa drei Kilometer nordwestlich von Nauwalde in der Nähe der Grenze zu Brandenburg. Durch den Ort führt die Staatsstraße 89.

Geschichte

Datei:Nebelsieck Greischel 1910 (Kreiskarte) Nieska IMG 7343.JPG
Nieska auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).
Datei:Alte Grenze Niska.JPG
Ortseingang Nieska
Datei:Siegelmarke Gemeinde Nieska W0354731.jpg
Historische Siegelmarke des Ortes

Das Straßendorf auf Gewannflur war 1406 zur Pflege Großenhain gehörig. Die Grundherrschaft übte 1552 das Rittergut Zabeltitz aus, 1590 war Nieska Amtsdorf. 1764 wird wieder das Rittergut Zabeltitz als Inhaber der Grundherrschaft erwähnt. Nach 1764 war der Ort zum Amt Großenhain gehörig, davor lag die Verwaltung zwischenzeitlich beim Amt Zabeltitz. Zwischen 1856 und 1875 gehörte Nieska zum Gerichtsamt Großenhain, danach zur Amtshauptmannschaft Großenhain. Im Jahr 1900 betrug die Größe der Ortsgemarkung 412 Hektar. 1925 lebten 215 evangelisch-lutherische Bürger in Nieska. 1952 wurde Nieska als eigenständige Gemeinde Teil des aus der Amtshauptmannschaft gebildeten Kreises Riesa. Die Eigenständigkeit des Ortes endete am 1. Januar 1994, als sich Nieska, Spansberg und Nauwalde zur neuen Gemeinde Nauwalde zusammenschlossen.<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref> Im selben Jahr wurde der Landkreis Riesa Teil des neu gebildeten Landkreises Riesa-Großenhain,<ref name="HOV">Nieska im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> der zum 1. August 2008 in den durch die Kreisreform Sachsen 2008 gebildeten neuen Landkreis Meißen überging.

Seit dem 1. Januar 2013 gehört Nieska zur Stadt Gröditz.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref name="HOV"/>
1552 15 besessene Mann, 17 Inwohner
1764 15 besessene Mann, 8 Häusler, 11½ Hufen
1834 186
1871 205
Jahr Einwohnerzahl
1890 195
1910 227
1925 219
1939 225
Jahr Einwohnerzahl
1946 309
1950 303
1964 288
1990 250

Ortsnamenformen

Die Schreibweise des Ortes Nieska wurde geschichtlich unterschiedlich erwähnt:<ref name="HOV"/>

  • 1284: in Nizcowe
  • 1344: Nesekow
  • 1350: Neczk
  • 1406: Nyßkow
  • 1474: Nyßkaw
  • 1540: Nißke
  • 1552: Niskaw

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Dorfkirche Nieska 15 Apr 2018 P1120572 b.jpg
Dorfkirche

In Nieska befinden sich mehrere Baudenkmäler, welche sich auf der Denkmalliste des Landes Sachsen befinden:<ref name="Denkmalliste"/>

→ Das in der Mitte des 18. Jahrhunderts im barocken Stil nach Vorbild der Dresdner Frauenkirche errichtete Bauwerk ist mit einem angrenzenden Friedhof im Ortszentrum zu finden. In unmittelbarer Nähe ist weiters ein Gefallenendenkmal zu Ehren der im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen und vermissten Dorfbewohner Nieskas zu finden, welches ebenfalls unter Denkmalschutz steht.<ref name="KB Meißen-Großenhain"/>
  • Wohnhaus in der Riesaer Straße 30, errichtet im Jahre 1830
  • Historischer Wegestein aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Sächsisch-Preußischer Grenzstein Pilar Nr. 195 an der nördlichen Gemeindegrenze, errichtet etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts

Verkehrsanbindung

In Nieska verkehrt mit Stand 2022 eine Regionalbuslinie zwischen Riesa, Gröditz und Schweinfurth.<ref>Tarifzonenplan mit Liniennetz 2022</ref>

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Nieska. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 37. Heft: Amtshauptmannschaft Großenhain (Land). C. C. Meinhold, Dresden 1914, S. 196.

Weblinks

Commons: Nieska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references>

<ref name="KB Meißen-Großenhain"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Nieskaer Kirche auf der Homepage des Kirchenbezirks Meißen-Großenhain (Memento vom 22. April 2017 im Internet Archive), abgerufen am 9. Oktober 2017.</ref>

<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste des Landes Sachsen, abgerufen am 12. Oktober 2017</ref>

</references>

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