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Butterhorst

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Butterhorst
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(30)&title=Butterhorst 52° 41′ N, 11° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(30) 52° 40′ 46″ N, 11° 27′ 15″ O
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Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 2,73 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 30 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Altmersleben
Postleitzahl: 39624
Vorwahl: 039080
Lage von Butterhorst in Sachsen-Anhalt
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Butterhorst ist ein Ortsteil der Ortschaft Altmersleben und der Stadt Kalbe (Milde) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Butterhorst, ein kleines Haufendorf mit Kirche, liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von Kalbe (Milde) in der Altmark. Das Dorf wird im Norden von der Unteren Milde und im Süden von der Milde umflossen. Im Norden und Osten liegt das Vogelschutzgebiet Milde-Niederung/Altmark. Östlich des Dorfes verläuft die Grenze des Landkreises Salzwedel.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Das Dorf Butterhorst wird 1289 erstmals als Horst erwähnt, als Markgraf Otto seine Lehensrechte über einem Hof dem Kloster Heilig-Geist vor Salzwedel überlassen hatte, nachdem die Familie von Visne ihm die Lehen darin aufgelassen hatte.<ref name="Danneil 1842" /> Auch im Jahre 1324 wird das Dorf als Horst erwähnt, als Hans und Heinecke von Kröcher das Schloss Kalbe mit den zugehörigen Dörfern an Albrecht von Alvensleben verkaufen.<ref name="Riedel-17, S. 378" />

Weitere Nennungen sind 1323 villa Horst, 1551 Botterhorst, 1608 Botterhorst, 1687 Botterhorst<ref name="HOB-12" /> und 1804 Butterhorst, Dorf mit Hopfenanbau.<ref name="Bratring-1" />

Früher wurde im Dorf Hopfen und Tabak angebaut, Viehzucht betrieben, darunter eine Pferdezucht mit Beschälern aus Dänemark, aber auch Fischerei.<ref name="Enders-2008" />

Herkunft des Ortsnamens

Franz Mertens deutet die Silben des Namens „botter, potter“ als „Birkhuhn“ oder „Pötter“ für „Töpfer“ und „Horst“ als „Wall“.<ref name="Mertens-Gardelegen" />

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag der Ort im Kanton Kalbe auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 15. Juni 1950 wurde die Gemeinde Butterhorst in den Landkreis Gardelegen umgegliedert.<ref name="1VO-LSA-1950" /> Kurz danach, am 20. Juli 1950, wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Butterhorst nach Altmersleben eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" />

Nach dem Zusammenschluss mehrerer Gemeinden am 1. Januar 2009 zur Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde) kam Butterhorst als Ortsteil zur neuen Ortschaft Altmersleben und zur Stadt Kalbe (Milde).<ref name="AB-SAW 2009-08" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 33
1774 31
1789 46
1798 66
1801 70
1818 58
1840 72
Jahr Einwohner
1864 63
1871 63
1885 69
1892 [00]55<ref name="Zahn-1928" />
1895 51
1900 [00]45<ref name="Zahn-1928" />
1905 49
Jahr Einwohner
1910 [00]062<ref name="Zahn-1928" />
1925 077
1939 059
1946 103
2015 028
2016 028
2017 028
Jahr Einwohner
2018 27
2020 [00]28<ref name="EW-2021" />
2021 [00]31<ref name="EW-2021" />
2022 [0]29<ref name="EW-2023" />
2023 [0]30<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946<ref name="HOB-12" /> und 2015 bis 2018<ref name="EW-Kalbe-2015-2018" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Butterhorst, die früher zur Pfarrei Altmersleben gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Kalbe-Kakerbeck im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" /> Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Altmersleben stammen aus dem Jahre 1688.<ref name="Machholz" />

Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die ursprüngliche evangelische Kapelle aus Holz in Butterhorst stand bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie wurde durch einen klassizistischen Backsteinbau ohne Turm ersetzt.<ref name="Altmarkkirchen" /> Die Kirche war eine Filialkirche von Altmersleben.<ref name="Almanach1903" />


Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="1VO-LSA-1950">Erste Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 15, 22. Juni 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 226 (PDF).</ref>

<ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 277 (PDF).</ref>

<ref name="AB-SAW 2009-08">Altmarkkreis Salzwedel: Vereinbarung über die Bildung einer neuen Stadt Kalbe (Milde) mit den Gemeinden Kalbe (Milde), Brunau, Engersen, Jeetze, Kakerbeck, Packebusch und Vienau (Gebietsänderungsvereinbarung) mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 12. August 2009. In: Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 8, 26. August 2009, S. 208–214 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 308 kB; abgerufen am 29. Oktober 2022]).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 29. Oktober 2022.</ref>

<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 339 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D00361~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Danneil 1842">Johann Friedrich Danneil: Kirchengeschichte der Stadt Salzwedel. Mit einem Urkundenbuch. Hrsg.: C. A. Schwetschke und Sohn. 1842, S. UB, 4 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10023976~SZ%3D00352~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Enders-2008">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830515043 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="EW-Kalbe-2015-2018">Einwohnermeldeamt der Stadt Kalbe (Milde): Einwohnerdaten zum 31.12. der Jahre 2015 bis 2018. 4. März 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Doreen Schulze: Geburten steigen, Sterbefälle sinken. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 12. Januar 2022, DNB 954815971, S. 19.</ref>

<ref name="EW-2023">Conny Kaiser: Kalbe verliert 69 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 16. Januar 2024, DNB 954815971, S. 20.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Mertens-Gardelegen">Franz Mertens: Heimatbuch des Kreises Gardelegen und seiner näheren Umgebung. Hrsg.: Rat des Kreises Gardelegen. Gardelegen 1956, DNB 1015184308, S. 217.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Kalbe-Kakerbeck. In: ekmd.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>

<ref name="Riedel-17, S. 378">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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