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San Stae

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San Stae ist eine am Canal Grande im Sestiere Santa Croce gelegene Kirche in Venedig. Sie reicht bis in das 10. oder 11. Jahrhundert zurück und weist einen 34 m hohen Campanile auf.<ref>Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 32.</ref>

Datei:Chiesa di San Stae Venezia Facciata.jpg
San Stae am Canal Grande, Fassade
Datei:Saint barthelemy.jpg
Das Martyrium des Hl. Bartholomäus von Giambatista Tiepolo

Geschichte

San Stae ist eine für Venedig typische Dialektform (siehe San Marcuola oder San Zanipolo) von Sant’Eustachio. An der Stelle der heutigen Kirche stand bereits im 11. Jahrhundert ein Gotteshaus, das Jesaja, einem typischen Kirchenpatron des Ostens geweiht war. Von dem im 12. Jahrhundert nach einem Brand erneuerten Bau ist nichts mehr erhalten.

1678 begannen radikale Umbauten der Kirche, einschließlich einer Achsdrehung, so dass nun die Fassade auf den Canal Grande blickte. Es wurde eine für die Zeit typische Saalkirche mit drei Seitenkapellen und einem erhöhten Presbyterium erstellt. Der Architekt dieser Umbauten war Giovanni Grassi.<ref>Cesare Augusto Levi: I campanili di Venezia. Notizie storiche, Ferdinando Ongania, Venedig 1890, S. 32.</ref> 1709 hinterließ der Doge Alvise Mocenigo II., der in diesem Sestiere beheimatet war, eine große Summe zur Erneuerung der Fassade, für die Domenico Rossi den Entwurf lieferte. Alvise Mocenigo II. ist in der Mitte des Kirchenschiffs begraben, wobei er ausdrücklich auf den sonst bei Dogengräbern üblichen Pomp verzichtete. 1763 wurde auch der Doge Marco Foscarini in der Familienkapelle beigesetzt.

Beschreibung

Der strenge Aufbau der Fassade, mit vier korinthischen Säulen auf hohen Postamenten, wie auch der Dreiecksgiebel, sind dem Geiste Palladios verpflichtet. Der Skulpturenschmuck der Fassade mit seinen bewegten Formen, wie auch das Portal mit Sprenggiebel sind dagegen dem Hochbarock zuzuordnen. Große Thermenfenster und im Wesentlichen weiße Dekorationen lassen den Innenraum erstaunlich hell erscheinen. In der Kirche finden wir Werke von fast allen bedeutenden venezianischen Malern des frühen 18. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben sind folgende Werke:

Bis 2009 nutzte die Schweiz die Kirche auch als Ausstellungsraum während der Biennale Venedig.

Literatur

  • Ennio Concina, Piero Codato, Vittorio Pavan: Kirchen in Venedig, Hirmer, München 1996, S. 358. ISBN 3-7774-7010-4
  • Herbert Rosendorfer: Kirchenführer Venedig, Edition Leipzig, 2008, 2. Aufl., E. A. Seemann, 2013, S. 43 f.
  • Giandomenico Romanelli, Mark E. Smith: Venedig, Hirmer, München 1997, S. 269. ISBN 3-7774-7390-1
  • Silvio Tramontin: San Stae. La chiesa e la parrocchia, Venedig 1961.
  • Flaminio Corner: Notizie storiche delle Chiese e Monasteri di Venezia, Padua 1758, S. 390. (Digitalisat)

Weblinks

Commons: San Stae (Venice) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references />

Koordinaten: 45° 26′ 29″ N, 12° 19′ 50″ O

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