Belkau
Belkau Gemeinde Bismark (Altmark)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(120)&title=Belkau 52° 39′ N, 11° 46′ O
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| Höhe: | 37 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,92 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 120 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1973 | |||||
| Eingemeindet nach: | Schernikau | |||||
| Postleitzahl: | 39628 | |||||
| Vorwahl: | 039320 | |||||
Lage von Belkau in Sachsen-Anhalt
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Belkau gehört zur Ortschaft Schernikau und ein Ortsteil der Stadt Bismark (Altmark) im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Belkau, ein Straßendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt 2½ Kilometer nördlich von Schernikau und 8 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Stendal in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Darnewitz im Westen, Schinne im Nordwesten, Neuendorf am Speck im Nordosten, Peulingen im Osten und Schernikau im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Das Dorf wurde erstmals 1283 als villa Belkowe erwähnt, als Nikolaus von Gardelegen, Bürger zu Stendal, Einnahmen aus dem Dorf für einen Altar der Marienkirche in Stendal stiftete.<ref name="Riedel-15 S.28" /> 1287 wurden Schenkungen aus Belkowe an das Domstift Stendal von den Markgrafen Otto IV. und Konrad bestätigt.<ref name="Riedel-5 S.48" /> 1360 hieß das Dorf villa Belkou.<ref name="HOB-12" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 hieß das Dorf Belkow und umfasste 34 Hufen.<ref name="Landbuch" /> 1600 hatte die Kirche in Belkow einen silbernen vergoldeten Kelch, der zu klein war.<ref name="Abschiede-1, Heft 3" /> Weitere Nennungen sind 1687 Belckow<ref name="HOB-12" /> und 1804 Belckau, Belckow, Dorf mit Schmiede und Windmühle.<ref name="Bratring-1" />
Von 1921 bis 1951 war das Dorf an die Bahnstrecke Peulingen–Bismark angeschlossen. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Strecke betrug 10 km/h.<ref name="Pieper 2019" />
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 14 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 629 Hektar, eine Kirchenbesitzung umfasste 2 Hektar Land, genau wie eine Gemeindebesitzung.<ref name="HOB-12" />
Im Jahr 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, die LPG Typ III „Aufbau“.<ref name="HOB-12" />
Herkunft des Ortsnamens
Heinrich Sültmann führt die Ortsnamen 1287 belkowe, 1375 belkow, 1409 belkou zurück auf den slawischen Eigennamen „Bel“ für „der Weiße“ und die Endung „-kowe“ für „Behausung“.<ref name="Kunstdenkmale-Stendal" /><ref name="Sültmann-1932" /> Übersetzt heißt der Ort also „Haus des Weißen“. Aleksander Brückner leitet den Namen vom altslawischen Wort „bêlь“ für „weiß“ ab.<ref name="Brückner" />
Archäologie
Etwa zwei Kilometer südöstlich des Dorfes verläuft am Burggraben „Der Mittelwall“, der Rest einer Landwehr, die als Bodendenkmal unter Schutz steht.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Im Jahre 2007 entdeckte ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger nahe bei Belkau ein rätselhaftes Menschenfigürchen, eine Miniaturfigur aus Bronze, die er dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) übergab. Eine Untersuchung ordnete den Fund dem Frühmittelalter zu. Er könnte in die Zeit zwischen 5. und 7. oder zwischen 8. und 11. Jahrhundert fallen.<ref name="Muhl-2014" />
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Stendalischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag der Ort im Landkanton Stendal im Distrikt Stendal auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Stendal.<ref name="HOB-12" />
Bei der Gebietsreform vom 25. Juli 1952 kam Belkau in den neu entstandenen Kreis Stendal im Bezirk Magdeburg. Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Belkau aus dem Kreis Stendal in die Gemeinde Schernikau eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Seit der Eingemeindung von Schernikau in Bismark (Altmark) am 1. Januar 2010 gehört der Ortsteil Belkau zur neu entstandenen Ortschaft Schernikau und zur Stadt Bismark (Altmark).<ref name="AB SDL 2009-17" />
Einwohnerentwicklung
Gemeinde
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />
Ortsteil
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Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Belkau, die früher zur Pfarrei Schinne gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Möringen-Uenglingen im Kirchenkreis Stendal im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Belkau, kleiner romanischer Feldsteinsaal, wurde Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. 1922 wurde eine Orgel eingebaut. Eine Bronzeglocke von 1490, Durchmesser 1,12 Meter, stammt vom niederländischen Glockengießer Gerhard van Wou.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Die Kirche steht auf dem Ortsfriedhof, der mit einer Feldsteinmauer umgeben ist, die teilweise durch eine Backsteinmauer ersetzt ist.
- Ein Bauernhof im Dorf steht unter Denkmalschutz.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark): Schernikau mit Ortsteil Belkau. In: stadt-bismark.de. 7. Dezember 2019.
- Belkau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="AB SDL 2009-17">Gebietsänderungsvertrag Einheitsgemeinde Stadt Bismark. In: Landkreis Stendal (Hrsg.): Amtsblatt für den Landkreis Stendal. 19. Jahrgang, Nr. 17, 12. August 2009, ZDB-ID 2665593-7, S. 192–201 (landkreis-stendal.de [PDF; 7,0 MB; abgerufen am 30. Oktober 2021]).</ref>
<ref name="Abschiede-1, Heft 3">Julius Müller, Adolf Parisius (Hrsg.): Die Abschiede der in den Jahren 1540 bis 1542 in der Altmark gehaltenen ersten General-Kirchen-Visitation mit Berücksichtigung der in den Jahren 1551, 1578-1579(81) und 1600 gehaltenen Visitationen. Band 1, Heft 3. Magdeburg 1895, S. 172 (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 257 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Brückner">Aleksander Brückner: Die slavischen Ansiedlungen in der Altmark und im Magdeburgischen (= Preisschriften, gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich-Jablonowskischen Gesellschaft zu Leipzig. Band 22). 1879, S. 63, 25 (Digitalisat).</ref>
<ref name="EW-2021">Axel Junker: Positive Tendenz bei Umzügen. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker. 14. Januar 2022, DNB 1002381223, S. 18.</ref>
<ref name="EW-2022">Yulian Ide: Hurra! Wir wachsen wieder! In: Stendaler Volksstimme, Biese-Aland-Kurier. 21. Januar 2023, DNB 1047269554, S. 19–20.</ref>
<ref name="EW-2023">Axel Junker: Bismark verliert weiter Einwohner. In: Stendaler Volksstimme, Der Altmärker (E-Paper). 13. Januar 2024, DNB 1002381223, S. 20.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Bismark (Altmark), §15 Ortschaftsverfassung. 31. Oktober 2018, abgerufen am 30. Oktober 2021.</ref>
<ref name="HP 2014">Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark): Schernikau mit Ortsteil Belkau. In: stadt-bismark.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 29. Oktober 2014; abgerufen am 4. November 2021.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HP">Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark): Schernikau mit Ortsteil Belkau. In: stadt-bismark.de. 7. Dezember 2019, abgerufen am 4. November 2021.</ref>
<ref name="Kunstdenkmale-Stendal">Friedrich Hoßfeld, Ernst Haetge: Der Kreis Stendal Land (= Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen. Band 3). Hopfer, 1933, DNB 362544441, S. 21–22.</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 327.</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Muhl-2014">Arnold Muhl: Schon slawisch oder doch noch germanisch? Ein rätselhaftes Menschenfigürchen aus Schernikau-Belkau, Stadt Bismark (Altmark), Landkreis Stendal. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte. Band 61, 2014, S. 379–388 doi:10.11588/jsmv.2014.1.81064</ref>
<ref name="Pieper 2019">Renate Pieper: Geschichtliches aus 39 Orten der Einheitsgemeinde Stadt Bismark (Altmark). Bismark 2019, S. 18–23, Belkau.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Möringen-Uenglingen. In: ekmd.de. Abgerufen am 4. August 2024.</ref>
<ref name="Riedel-15 S.28">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Riedel-5 S.48">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Sültmann-1932">nach Friedrich Hoßfeld: Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Stendal. In: Altmärkische Tageszeitung. Juli 1932, ZDB-ID 2511766-X, Beilage „Die Altmärkische Heimat“.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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