Thomas Maos
Thomas Maos (* 1964 in Neckarsulm) ist ein deutsch-zypriotischer Gitarrist, Performer, Experimentalmusiker und Komponist sowie Musikfestival-Organisator.<ref>Festivalmacher und Grenzgänger zwischen Electronica, Improv, Minimal, Noise, SWR 2 vom 13. April 2021, abgerufen am 17. April 2021.</ref>
Leben und Wirken
Während des Zivildienstes und Psychologiestudiums (1984–89) an der Eberhard Karls Universität Tübingen verdiente Maos mit dem Vertonen von Werbefilmen (u. a. Shimano, Grundig, Ernst Klett Verlag), Auftritten mit diversen Rock/Pop-Bands und Gitarrenunterricht sein erstes Geld als Musiker. Von 1989 bis 1993 hatte er Gitarrenunterricht bei Albert Mayer-Mikosch in Tübingen; in dieser Zeit sammelte Maos auch Studioerfahrungen als Sessionmusiker u. a. für Alex Köberlein der Band Grachmusikoff (1993 Sonnemond).
Von 1990 bis 1996 organisierte und leitete er die Werkstattbühne NIET (New Improviser Ensemble Tübingen) im Tübinger Club Voltaire mit internationalen Gästen aus der frei improvisierten Musik u. a. mit Ulrike Helmholz, Gino Robair, Ingeborg Poffet, Helmut Bieler-Wendt, Uli Sobotta und Günter Heinz. Parallel dazu gründete er mit dem Singer-Songwriter Paco Steinmann die Rockband DEAD POETS mit Jörg Honecker (Bass) und Ralf Wettemann (Schlagzeug). Die Formation spielte in den folgenden Jahren in Deutschland, Schweiz und Frankreich ca. 800 Konzerte. Das 1996 von Sandi Strmljan<ref>www.streamlyne.de</ref> produzierte Debütalbum Das Gelbe (BMG-Ariola) fand große Beachtung in der deutschen Musikpresse. 1996 absolvierte Maos den Popkurs, einen Kontaktstudiengang für Popularmusik der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
In den folgenden Jahren bewegte sich Maos vermehrt in unterschiedlich projektorientierter Arbeit zwischen E- und U-Musik.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Interview des Musikmagazins OUK (Oktober 1999) ( des Vorlage:IconExternal vom 13. März 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 1999 gründete Thomas Maos zusammen mit dem Cellisten und Medienkünstler Fried Dähn das internationale Festival Creative Arts and Music Project (CAMP). Das Festival fand seither auf Einladung an verschiedenen Orten statt (2005 Montemor – Lissabon, 2007 WKV Stuttgart – gefördert von der Kulturstiftung des Bundes,<ref>Abgeschlossene Projekte www.kulturstiftung-des-bundes.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> 2010 HfG Karlsruhe,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />camp 2010 www.hfg-karlsruhe.de ( des Vorlage:IconExternal vom 30. Mai 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 2009 feierte das Festival zehntes Jubiläum im Württembergischen Kunstverein Stuttgart).<ref>Veranstaltungen 2009 www.wkv-stuttgart.de</ref><ref>Webpräsenz des Musikers Fried Dähn</ref> Im Jahre 2013 war es Teil der Biennale in Venedig.<ref>Profil Thomas Maos beim Stuttgarter Theater Rampe, abgerufen am 17. April 2021</ref>
Neben zahlreichen Soloauftritten arbeitet Maos mit Musikern wie dem US-Amerikaner Elliott Sharp,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webpräsenz Elliot Sharp - Konzerte 2011 ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Mai 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Saadet Türköz,<ref>Stuttgarter Jazztage 2011</ref> Joseph Klammer und Mark Kysela<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Camp 2011 Artists ( des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> sowie Schauspielern, Bildenden Künstlern, Visual Artists und Tänzern zusammen. 2013 tritt Maos mit der Formation BRAINS bei der Zappanale auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zappanale 2013 ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Juni 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Seit 2015 ist er Gitarrist und Arrangeur der Band Lucie M. und das Tribunal des Escargots, die 2017 ihr Debütalbum Kreuzweise herausbrachte.<ref>Interview mit Florian Kleine und Thomas Maos (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Er unterrichtet als Gitarrenlehrer und Bandcoach an der Musikschule Jamclub Tübingen. Zusammen mit seiner Frau Birgit Riegger, die Webauftritt und CD-Cover gestaltet,<ref>www.farbdosis.de</ref> und den beiden gemeinsamen Kindern lebt und arbeitet er seit 1990 in Tübingen.<ref>Stadtwiki Tübingen www.tuepedia.de.</ref>
Projekte (Auswahl)
- Sonic Visions Audio-visuelle Konzertreihe, die Thomas Maos zusammen mit Fried Dähn in Zusammenarbeit mit dem Kulturveranstalter Franz.K in Reutlingen kuratiert.<ref>Pressekritik Sonic Visions </ref>
- Beyond fire - Konzert für 10 Diaprojektoren und elektrische Gitarre mit Jörg Kallinich<ref>Webpräsenz des Medienkünstlers Jörg Kallinich</ref>
- Silentartorchestra, mit Sandi Strmljan.<ref>silentartorchestra </ref>
Theatermusiken
Seit 1997 folgen zahlreiche Engagements als Musiker, Komponist und Performer an verschiedenen Theatern: Theater Lindenhof Melchingen, Landestheater Tübingen<ref>www.landestheater-tuebingen.de</ref>, Stadttheater Heilbronn, Zimmertheater Tübingen
- 2009 Der große Makabre, Zimmertheater Tübingen<ref>Interview mit Florian Kleine und Thomas Maos (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot in: Freies Radio Wüste Welle</ref>
- 2010 Mei Mutter mag mi net - Volkslieder zersingen, Landestheater Tübingen<ref>Artikel zu Mei Mutter mag mi net in: Schwäbisches Tagblatt (20. Februar 2010)</ref>
- 2010 Älles Onser, Theater Lindenhof Melchingen
- 2012 Es gibt kein Ende, Monodialoge von Anna Jablonskaja. Deutsche Uraufführung - Zimmertheater Tübingen<ref>"Glänzend: Jablonskajas „Es gibt kein Ende“ am Zimmertheater"</ref>
Diskographie
- Das Gelbe Dead Poets, BMG Ariola (1998)
- Forbidden Planet mit Gino Robair, Pit Schmidt, Björn Eichstädt, (1999) Eigenvertrieb
- Kopfab - Spoken songs - Literatur und Musik, (2002) Eigenvertrieb
- PACO - Soul Tattoo, step advertainment<ref>Hitverdächtiger Gitarrenpop in: Schwäbisches Tagblatt (28. Dezember 2005) </ref>
- Chill in drill out (Contemporary Pieces for Electric Guitar), NurNichtNur Records, (2005)<ref>CD-Check Schwäbisches Tagblatt 2005</ref><ref>underground electronic music label www.zenapolae.com Pennsylvania (USA)</ref><ref>download topten www.zenapolae.com</ref>
- Kent Masali, songs from the oriental occident, (2006) Eigenvertrieb
- The Brains, Endorphine, Way Out Records (2009)
- Larger than Life Silentartorchestra, Fastball Music (Sony Music), (2009)
- Mei Mutter Mag mi net - Volkslieder Zersingen, LTT Landestheater Tübingen (2010)
- Lucie M. und das Tribunal des Escargots,Kreuzweise (2017)
Auszeichnungen
- 1996 Jahressieger mit der Band Dead Poets beim SWF 3 Rookies Nachwuchsbandwettbewerb.
- 2000 Einladung zum deutschen Kinder- und Jugendtheatertreffen in Berlin mit dem Theaterstück Sag doch was von Anders Ramberg, Landestheater Tübingen.
(Regie: Jochen Fölster, Musik: Thomas Maos)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.jugendtheater.net ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> - 2003 Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg<ref>Stipendiaten www.kunststiftung.net</ref>
- 2008 Stipendiat der Akademie Schloss Solitude
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
- Offizielle Webpräsenz von Thomas Maos
- Visual Music Festival - Töne sehen, Bilder hören in: Die Zeit (28. April 2011 Nr. 18) Abgerufen am 27. Mai 2011.
- camp-festival.de
- Thomas Maos bei lastfm.de
- Videochannel bei Youtube von Campfestival
- Musikschule Jamclub
- Freier Download des Albums Chill In Drill Out (Zenapolæ Netlabel)
- Freier Download des Albums Forbidden Planet (Zenapolæ Netlabel)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Maos, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gitarrist und Improvisationsmusiker |
| GEBURTSDATUM | 1964 |
| GEBURTSORT | Neckarsulm |
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