Mario Lanza
Mario Lanza, eigentlich Alfred Arnold Cocozza (* 31. Januar 1921 in Philadelphia, Pennsylvania; † 7. Oktober 1959 in Rom<ref name=":0">Mario Lanza im Munzinger-Archiv, abgerufen am 7. Juni 2021 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>), war ein italoamerikanischer Opernsänger (Tenor) und Schauspieler. Lanza galt dank seiner Hollywood-Filme in den 1950er Jahren als einer der bekanntesten Opernsänger der Welt.
Leben
Vorlage:Hinweisbaustein Cocozzas Eltern wanderten aus Neapel in die USA ein; sein Vater Antonio Coccozza (1895–1975<ref name=":4">Mario Lanza in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum</ref>)<ref name=":2">Biografie. In: lanzalegend.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. November 2013; abgerufen am 19. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> war Kriegsinvalide, seine Mutter Maria (1905–1970<ref name=":4" />), nach deren Geburtsnamen er später seinen Künstlernamen wählte, war Näherin<ref name=":0" /> und eine Opernliebhaberin. Er wuchs mit den Schallplattenaufnahmen Enrico Carusos auf, der ihm zum großen Vorbild wurde.<ref name=":2" /><ref name=":3">Andreas Schmidt: Sommereggers Klassikwelt 73: Mario Lanza, der kleine Caruso. In: Klassik begeistert. 2. Februar 2021, abgerufen am 19. Dezember 2025.</ref> Gesangsunterricht erhielt er bei Antonio Scarduzzo und später bei Irene Williams und Grant Carnell.<ref name=":0" /><ref name=":2" /><ref>Derek Mannering: Mario Lanza: Singing to the Gods. Univ. Press of Mississippi, 2015, ISBN 978-1-4968-0266-8 (google.de [abgerufen am 19. Dezember 2025]).</ref> Die High School musste er einige Monate vor dem Abschluss verlassen. Nachdem er einige Zeit als Lastwagenchauffeur, Transportarbeiter sowie als Aushilfe im Gemüseladen.<ref name=":0" /> Gefördert von Sergei Kussewizki erhielt er ein Stipendium am Musikcenter von Tanglewood.<ref name=":0" /><ref name=":3" /> Dort gab er 1942 sein Debüt als Fenton in Die lustigen Weiber von Windsor.<ref name=":2" />
Während des Militärdienstes im Zweiten Weltkrieg wurde er wegen einer Augenerkrankung vornehmlich als Sänger für die Truppenbetreuung eingesetzt.<ref name=":0" /><ref name=":3" /> Anschließend studierte er 15 Monate lang Belcanto-Gesang bei Beniaminos Giglis Lehrmeister Enrico Rosati.<ref name=":0" /> Dann trat er mit einem Programm an die Öffentlichkeit. Eine Zeitlang tourte Lanza mit dem kanadischen Bassbariton George London und der Sopranistin und späteren Gesangspädagogin Frances Yeend (1913–2008) durch Clubs, wobei das „Belcanto Trio“ in erster Linie populäre Unterhaltungsmusik und Stücke aus Musicals zur Darbietung brachte. Im Gegensatz zu seinen beiden Partnern, die bald darauf langjährige und erfolgreiche Sängerkarrieren antraten, gelang Lanza der Sprung auf die Bühne nicht. Lediglich 1948 trat er zweimal in New Orleans als Benjamin Franklin Pinkerton in der Oper Madame Butterfly auf. Es blieben seine einzigen Auftritte auf einer regulären Opernbühne. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits einen Vertrag mit Hollywood.
Das Publikum zeigte sich von Lanzas stimmlichen Qualitäten und seiner äußeren Erscheinung begeistert. Auch die Kritik lobte sein Talent, die Schönheit seiner lyrischen Tenorstimme und nicht zuletzt seine perfekte Diktion, monierte jedoch seine noch nicht ausreichende stimmliche Schulung.
Der Chef von Metro-Goldwyn-Mayer, Louis B. Mayer, nahm Lanza unter seine Fittiche und produzierte mit ihm Filme und Schallplatten. Die ersten Streifen mit Lanza, vor allem die fiktionale Filmbiografie Der große Caruso von 1951, waren große Erfolge. Ebenso wie später bei Elvis Presley – dessen zweimalige Filmpartnerin in den 1950er Jahren, Dolores Hart, übrigens eine Nichte von Lanza war – waren es eher Filme mit trivialer Handlung, in denen mehr die Gesangseinlagen des Hauptdarstellers die Hauptattraktion ausmachten. So schaffte er es als klassischer Tenor auf die Titelseite von Time und wurde noch vor Presley zu einem vergleichbaren Popidol. Lanzas Stimme in den deutschen Synchronfassungen war in den meisten Filmen der Schauspieler Axel Monjé. In dem Film Alt Heidelberg (The Student Prince) (1954) sollte Lanza die Hauptrolle spielen, wurde dann aber wegen Differenzen mit dem Regisseur Curtis Bernhardt als Darsteller durch Edmund Purdom ersetzt. Er steuerte aber für Purdoms Gesangsszenen seine Stimme bei.
Lanza war der erste Opernsänger, dem es gelang, mit Goldenen Schallplatten sowohl für seine klassischen wie für seine Alben mit populärer Musik ausgezeichnet zu werden.
Mit dem Erfolg sah sich der Sänger zunehmend Angriffen der Fachkritik ausgesetzt und hatte darüber hinaus mit Problemen der Selbstdisziplin zu kämpfen. Extreme Stimmungsschwankungen machten ihn unter Kollegen gefürchtet; vor großen Auftritten musste sich Lanza zudem immer wieder rigiden Abmagerungskuren unterziehen. Er wurde Alkoholiker und konsumierte verstärkt Tabletten. Dazu blieb der Erfolg allmählich aus und seine Karriere in den USA geriet ins Stocken.
Lanza wich nach Italien aus und landete dort Ende der 1950er Jahre noch einmal einige Filmerfolge. Nach zunehmenden gesundheitlichen Problemen – er hatte sich mehrfach Abmagerungskuren unterzogen – 1959 verstarb der erst 38-Jährige Mario Lanza in dem römischen Krankenhaus Clinica Valle Giulia nach einem Herzinfarkt.<ref name=":0" /><ref name=":3" /> Lanza wurde auf dem Friedhof Holy Cross Cemetery in Culver City, Kalifornien beerdingt.<ref name=":4" />
Privates
Lanza war seit 1945 mit Elizabeth Jeannette „Betty“ Hicks (1922–1960)<ref name=":0" /><ref name=":4" />, der Schwester eines Armeekameraden,<ref name=":5">Mario Lanza, Tenor: biography. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> verheiratet und hinterließ vier Kinder, Colleen (* 1948), Elisa (* 1950<ref name=":5" />), Damon (1952–2008) und Marc (1954–1991). Lanzas Ehefrau starb 1960 unter dem Einfluss von Tabletten und Alkohol. Lanzas Tochter Colleen, die als einziges seiner Kinder auch eine Karriere als Sängerin eingeschlagen hatte, starb 1997 nach einem Autounfall. Sein jüngster Sohn Marc erlag 1991 im Alter von 37 Jahren einem Herzinfarkt. Sohn Damon Anthony starb am 16. August 2008 ebenfalls an den Folgen eines Herzinfarktes im Alter von 55 Jahren.<ref>Welcome to Lanza Legend Hosts Bob and Marlene. In: lanzalegend.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. November 2013; abgerufen am 19. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Filmografie
- 1949: Kuß um Mitternacht (That Midnight Kiss), Regie: Norman Taurog
- 1950: Der Fischer von Louisiana (The Toast of New Orleans), Regie: Norman Taurog
- 1951: Der große Caruso (The Great Caruso), Regie: Richard Thorpe
- 1952: Mein Herz singt nur für Dich (Because you’re mine), Regie: Alexander Hall
- 1954: Alt Heidelberg (The Student Prince) (nur Gesangsstimme)
- 1956: Serenade (Serenade), Regie: Anthony Mann
- 1958: Arrivederci Roma (Seven Hills of Rome), Regie: Roy Rowland
- 1959: Der Sänger von Capri / alternativ: Serenade einer großen Liebe (For the First Time), Regie: Rudolph Maté
Diskografie (Auswahl)
Alben
Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found
Weitere Alben
- 1994: Be My Love (US: Vorlage:Schallplatte)
Singles
Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Literatur von und über Mario Lanza im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Mario Lanza bei Discogs
- Mario Lanza im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Mario Lanza in Grandi Tenori (englisch)
- Offizielle Website über Mario Lanza
- Fanpage (italienisch und englisch)
- Mario Lanza bei YouTube
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lanza, Mario |
| ALTERNATIVNAMEN | Cocozza, Alfred Arnold (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | italoamerikanischer Opernsänger (Tenor) und Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1921 |
| GEBURTSORT | Philadelphia, Pennsylvania |
| STERBEDATUM | 7. Oktober 1959 |
| STERBEORT | Rom, Italien |