Schulzendorf
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Wappen Schulzendorf.png |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 21′ N, 13° 36′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061444}}
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| Bundesland: | Brandenburg | |||||
| Landkreis: | Dahme-Spreewald | |||||
| Höhe: | 43 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|12061444}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 15732 | |||||
| Vorwahl: | 033762 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | LDS, KW, LC, LN | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 61 444 | |||||
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Richard-Israel-Straße 1 15732 Schulzendorf | |||||
| Website: | www.schulzendorf.de | |||||
| Bürgermeister: | Markus Witteck (CDU) | |||||
| Lage der Gemeinde Schulzendorf im Landkreis Dahme-Spreewald | ||||||
| <imagemap>
Bild:Schulzendorf in LDS.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 197 227 199 224 196 219 195 205 191 202 183 206 173 210 174 221 Alt Zauche-Wußwerk poly 110 222 120 219 128 210 126 201 113 193 108 185 100 191 103 204 107 203 114 201 116 205 Bersteland poly 78 91 71 77 75 64 81 72 94 66 94 82 93 88 93 90 Bestensee poly 225 237 237 229 239 218 236 204 223 203 221 213 212 222 206 232 Byhleguhre-Byhlen poly 61 222 58 212 50 211 51 205 68 198 72 202 77 219 Drahnsdorf poly 76 19 86 18 80 13 71 14 Eichwalde poly 81 208 78 207 73 199 50 193 45 193 65 180 83 169 93 190 104 199 Golßen poly 85 122 90 116 82 109 68 110 69 105 69 95 86 91 96 96 104 94 117 99 116 119 110 125 104 116 98 130 Groß Köris poly 99 166 89 153 85 155 83 146 77 144 80 132 81 131 87 120 99 125 103 122 103 139 121 145 118 163 108 168 Halbe poly 101 288 107 275 115 266 112 259 105 257 105 246 89 252 89 238 65 248 65 240 71 240 71 227 61 222 57 242 57 250 63 260 47 269 58 285 89 286 95 296 Heideblick poly 122 100 103 92 99 98 91 92 100 81 90 65 102 59 112 52 110 40 138 43 134 53 140 66 133 75 137 79 139 93 131 94 Heidesee poly 276 183 276 169 289 168 296 163 290 159 281 159 281 149 265 141 268 157 265 163 258 159 256 176 Jamlitz poly 110 214 113 207 114 200 105 205 92 203 81 210 74 212 74 220 Kasel-Golzig poly 84 68 102 59 107 56 110 39 116 28 105 18 108 12 100 8 94 26 83 32 83 47 78 47 69 42 63 54 73 56 Königs Wusterhausen poly 135 185 140 163 143 161 144 154 135 150 120 153 117 159 104 168 106 174 122 172 Krausnick-Groß Wasserburg poly 262 201 259 185 252 190 241 174 233 171 235 161 242 159 251 154 264 141 268 153 262 162 259 157 254 179 264 176 277 186 284 203 Lieberose poly 173 220 181 205 171 201 165 189 159 189 140 185 130 183 124 193 127 210 139 227 162 220 Lübben poly 137 288 144 276 132 275 132 266 139 242 136 238 142 226 131 211 117 221 109 221 109 216 98 215 67 222 75 239 65 239 66 246 84 238 92 247 106 245 110 259 117 270 107 277 119 289 Luckau poly 132 138 118 115 114 120 107 117 105 141 121 145 124 153 141 147 Märkisch Buchholz poly 172 197 165 187 161 185 162 157 157 148 149 141 151 134 160 122 163 117 178 125 201 130 216 147 206 159 206 172 208 180 204 182 203 195 194 189 179 185 Märkische Heide poly 59 116 66 115 72 104 69 98 77 91 71 71 75 65 80 65 76 56 64 51 68 42 51 45 56 37 44 29 38 52 44 48 40 53 52 57 36 64 38 74 56 77 66 83 67 92 61 93 Mittenwalde poly 137 143 142 137 147 128 137 122 143 116 142 103 148 103 148 99 134 93 123 98 117 103 119 120 Münchehofe poly 197 226 207 209 213 204 202 191 180 186 167 199 176 206 188 202 198 206 Neu Zauche poly 88 180 81 168 83 157 86 155 103 165 109 173 95 172 Rietzneuendorf-Staakow poly 156 186 159 165 163 155 149 164 139 163 137 173 137 184 Schlepzig poly 67 43 62 29 74 12 56 11 49 6 33 8 37 0 28 3 26 21 39 30 Schönefeld poly 124 196 124 190 132 182 121 171 93 180 84 186 98 197 99 184 107 185 115 197 Schönwald poly 68 33 74 27 74 22 78 15 75 11 64 16 59 30 Schulzendorf poly 83 125 90 113 86 108 68 107 67 113 Schwerin poly 238 214 261 206 267 203 260 188 250 190 239 174 231 168 244 160 232 154 226 146 214 149 214 141 206 156 205 175 211 183 Schwielochsee poly 224 206 209 205 206 196 201 190 203 183 210 181 220 193 229 203 Spreewaldheide poly 48 207 37 207 22 205 24 198 24 186 42 192 60 195 65 198 Steinreich poly 209 229 212 220 222 207 212 207 197 227 Straupitz (Spreewald) poly 77 143 82 130 84 122 72 112 60 114 58 134 Teupitz poly 147 167 163 154 162 145 148 141 154 134 162 120 145 125 142 137 136 151 Unterspreewald poly 82 45 85 42 83 35 72 36 68 43 Wildau poly 82 35 84 28 85 15 73 23 75 31 58 33 68 41 Zeuthen poly 195 99 196 0 297 0 297 97 297 99 Brandenburg </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Schulzendorf ist eine Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald am Stadtrand von Berlin.
Geografie
Die Gemeinde Schulzendorf liegt am südöstlichen Stadtrand Berlins. Nordöstlich liegen Eichwalde und Berlin-Schmöckwitz, im Westen die Gemeinde Schönefeld (Ortsteil Waltersdorf) und südöstlich Zeuthen. Westlich von Schulzendorf liegt der Flughafen Berlin Brandenburg (BER).
Gemeindegliederung
Schulzendorf hat keine amtlich ausgewiesenen Ortsteile oder bewohnten Gemeindeteile.<ref>Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Schuklzendorf</ref> Als Wohnplätze sind Neuschulzendorf und Siedlung Eichberg ausgewiesen.
Die Gemeinde besteht aus vier unterschiedlichen Siedlungskörpern:
- dem alten Dorfkern Alt-Schulzendorf, an dem jedoch keine weitere Siedlungsentwicklung stattfand und der deshalb eine gut erhaltene, von – inzwischen geschützten – Freiflächen umgebene märkische Dorfanlage darstellt,
- der Siedlung Eichberg im Norden, die nahtlos in die Nachbargemeinde Eichwalde übergeht,
- der Siedlung Schulzendorf-Mitte zwischen Ernst-Thälmann-Straße und Ebbegraben, und
- der Siedlung Neu-Schulzendorf im Südosten, die ohne erkennbare Grenze in die Bebauung der Gemeinde Zeuthen übergeht.
Es gibt keinen gewachsenen oder künstlich geschaffenen Ortskern. Die Gemeindeverwaltung hat ihren Sitz seit 2010 im neuen Rathaus im Ortszentrum.
Geschichte
14. und 15. Jahrhundert
Der Ort wurde erstmals 1375 im Landbuch Karls IV. als Schultendorpp und Scultendorf urkundlich erwähnt, wurde aber vermutlich bereits zuvor von Askaniern besiedelt. Schutendorpp umfasste zu dieser Zeit 47 Hufe, davon waren vier für den Pfarrer bestimmt und weitere 12 Freihufe eines Heinrich Reichenbachs. Jeder Bauer musste ihm vier Scheffel Roggen, vier Scheffel Hafer als Pacht sowie zwei Schillinge an Zins sowie neun Pfennig als Bede leisten. Reichenbach besaß weiterhin das Kirchenpatronat, so dass es – in Verbindung mit den Pfarrhufen – zu dieser Zeit bereits eine einfache Holzkirche gegeben haben muss. Sie wurde vermutlich im 13. oder 14. Jahrhundert durch eine Feldsteinkirche ersetzt.<ref>Schulzendorf – Die Patronatskirche von Schulzendorf – Zeugin der Geschichte von Elke Vagts, Klaus Schädel und Heidi Burmeister, abgerufen am 28. April 2019</ref> Zu den genannten Einnahmen kamen zwei Schillinge, die die acht Kötter entrichten mussten sowie zehn Schillinge Einnahmen durch den Krug. 1414 kam der Ort in den Besitz der Familie Bardeleben und von dort um 1450 an die Familie Storkow über das Dorf und 33 wüste Hufen. In einem Schloßregister aus dem Jahr 1450 sind 55 Hufen ausgewiesen, vermutlich einschließlich der Kötter. In dieser Zeit erschien auch erstmals die Schreibweise Schultendorff, die sich 1624 in Schultzendorff und 1775 in Schulzendorf veränderte.<ref>Schulzendorf – im Landbuch Kaiser Karls IV. von Ludwig Lehmann, veröffentlicht auf der Website der Gemeinde Schulzendorf, abgerufen am 28. April 2019.</ref> Dem Pfarrer standen nach wie vor vier Hufen zu. 1451 erschien erstmals ein Hirte. Um 1480 gelangte Schulzendorf bis nach 1507 an die Familie Diricke über das Dorf.
16. und 17. Jahrhundert
Im Jahr 1507 übergab die Familie Diricke Schulzendorf mit allen Rechten an Otto Britzke, der es vor 1542 an die Familie von Kahlenberg weitergab. Sie hielten es auch bis in den Dreißigjährigen Krieg. 1625 lebten im Ort acht Hufner, sechs Kötter und ein Schäfer. Eine eigene Schmiede gab es noch nicht; bei Bedarf kam ein Laufschmied vorbei. Die Gemarkung war 35 Hufen groß, hinzu kamen zwölf Herrschaftshufen. Von den Bauernhufen ging eine Hufe ab, die von der Familie von Kahlenberg 1622 freigewilligt wurde. Nach dem Krieg lebten im Ort lediglich noch sechs Bauern und zwei Söhne. Die von Kahlenbergs hatten mittlerweile den Rittersitz 1648 wiederverkaufsweise an die Familie von Rochow abgetreten, die es 1692 an Frau von Gersdorf (verwitwete von Pfuel) weitergaben. Von dort erhielt 1698 die Familie von der Liepe als Vormund der von Kahlenberg das Wiederverkaufsrecht. Sie wurden mit dem Rittergut belehnt. Dieser bestand neben dem Rittersitz aus einem Brauhaus, einer Scheune, Ställen, Gärten und einer Meierei. Das Gut war 35 schossbare Hufen groß, davon war eine freigewilligt. Das Rittergut war 14 Hufen groß, hinzu kam eine Kirchhufe sowie vier Pfarrhufen. Die Bewohner besaßen die Schäfereigerechtigkeit. Es gab ein Hirtenhaus mit Garten, acht Hausleute, darunter ein Zimmermann, ein Stuthirt, ein Leineweber, zwei Küster und zwei Witwen.
18. Jahrhundert
Im Jahr 1711 lebten in Schulzendorf fünf Hufner, vier Kötter, ein Hirte, ein Schmied, ein Schäfer sowie ein großer und ein kleiner Knecht. Sie gaben für die 34 Hufen je acht Groschen. Von 1718 bis 1812 befand sich der Ort im Besitz des Hauses Hohenzollern. In dieser Zeit lebten 1745 im Ort sechs Bauern und fünf Kötter. Es gab ein Forsthaus sowie eine Windmühle und außerhalb des Dorfes eine Schäferei. Im Jahr 1771 standen im Ort zehn Giebel (=Wohnhäuser). Es gab einen Schmied, einen Hirten, vier paar Hausleute, einen Schäfer, einen Großknecht sowie einen Kleinknecht. 1773 ist erstmals eine private Windmühle erwähnt.
19. Jahrhundert
1801 war der Ort auf sechs Ganzbauern, fünf Ganzkötter und vier Einlieger angewachsen. Es gab eine Windmühle sowie ein amtliches Vorwerk; Schulzendorf bestand aus 34 Feuerstellen (=Haushalte). Aus dieser Zeit ist im Jahr 1805 auch erstmals die Bezeichnung Schulzendorf überliefert. Um Schulden zu begleichen, verkaufte das Haus Hohenzollern den Ort 1812 für 31.586 Taler an den preußischen Staatsminister Freiherr von der Reck. 1858 errichteten Handwerker ein erstes Schulgebäude, 1865 bis 1866 die Patronatskirche Schulzendorf. 1858 bestanden im Dorf und Rittergut 13 Hof- und Gutseigentümer, die 35 Knechte und Mägde sowie zwölf Tagelöhner beschäftigten. Hinzu kamen vier nebengewerbliche Landwirte und sechs Arbeiter. Es gab 14 Bediente und 17 Besitzungen. Das Rittergut war mit 1304 Morgen mit Abstand am größten. Elf weitere Höfe waren zwischen 30 und 300 Morgen groß (zusammen 1724 Morgen), drei weitere zwischen fünf und 30 Morgen (zusammen 84 Morgen) und zwei zusammen zwei Morgen groß. Im Ort lebten ein Schuhmachermeister, ein Schneidermeister, ein Zimmermannslehrling, ein Dachdeckergeselle und ein Armer. 1860 bestanden im Dort sowie im Forsthaus zwei öffentliche, 18 Wohn- und 37 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Getreidemühle. Im Gut bestanden neun Wohn- und 17 Wirtschaftsgebäude sowie der Schutzbezirk und Forstaufseherhaus im Anschluss an das Dorf. Im Gutsbezirk Königs Wusterhausener Forst gab es weiterhin je ein Wohn- und ein Wirtschaftsgebäude. 1888 erwarb Moritz Israel das Rittergut. Er errichtete 1889 ein Herrenhaus im Stil der Neorenaissance.<ref>Schulzendorf – Das Gutsschloss und die Familie Israel von Sieglinde Heppener, veröffentlicht auf der Website der Gemeinde Schulzendorf, abgerufen am 28. April 2019.</ref> Zwei Jahre später verschenkte er zur Hochzeit an dessen Sohn Richard und seine Frau Bianca Cohn.
20. Jahrhundert
Anfang des 20. Jahrhunderts begannen Bauern damit, ihre Ländereien zu parzellieren. Sie verkauften die Grundstücke an Interessenten vorzugsweise aus Berlin, die sich in Schulzendorf niederlassen oder dort ein Wochenendhaus errichten lassen wollten.<ref>Schulzendorf – eine märkische Gemeinde im Wandel der Zeit von Klaus Schädel, veröffentlicht auf der Website der Gemeinde Schulzendorf, abgerufen am 28. April 2019.</ref> Im Zuge dieser Besiedelung entschloss sich auch der Besitzer des Rittergutes Schulzendorf, Richard Israel, zu einem teilweisen Verkauf seiner Grundstücke. So entstand der Wohnplatz Neuschulzendorf. Weitere Neubauten entstanden insbesondere in Mitte und Eichberg; das historische Altdorf wurde immer weniger stark frequentiert. Die Anzahl der Gebäude hingegen stieg von 25 Häusern im Dorf und fünf Im Gut auf insgesamt 174 Wohnhäuser im Jahr 1931. 1911 erhielt das Rittergut einen Anschluss an den elektrischen Strom sowie an eine zentrale Trinkwasserversorgung. Im Jahr 1928 wurde der Gutsbezirk Schulzendorf mit der Gemeinde vereinigt. 1932 bestand sie neben der Gemeinde aus den Wohnplätzen Eichberg, Kolonie Neu Schulzendorf, Forsthaus Schulzendorf und Schulzendorfer Schäfereivorwerk.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Familie Israel gezwungen, das Rittergut zu verlassen. Einige Mitglieder der Familie wurden deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 133 Hektar enteignet und 79 neu aufgeteilt. 28 Bauern erhielten zusammen drei Hektar, vier Bauern zusammen sechs Hektar und neu Bauern zusammen 70 Hektar. Die zunehmende Zersiedelung führt auch dazu, dass die Kirchengemeinde in den Jahren 1951/1952 die Kreuzkirche Schulzendorf errichten ließ. Sieben Bauern schlossen sich 1955 zu einer LPG vom Typ I mit 49 Hektar zusammen, die 1957 in eine LPG Typ III umgewandelt wurde. 1960 gab es die LPG Typ III mit mittlerweile 40 Mitgliedern und 311 Hektar Fläche. Sie wurde 1971 mit de LPG Waltersdorf zur LPG Schulzendorf-Waltersdorf vereinigt. 1973 gab es im Ort den VEB Innenbaukunst Eichwalde mit Werk Schulzendorf sowie die bereits genannte LPG.
1979 schloss die Patronatskirche; ihre Orgel wurde 1979 in die Kreuzkirche gebracht. 1999 gründete sich ein Förderverein, der sich seit dieser Zeit um die Patronatskirche sowie die Rekonstruktion des historischen Dorfangers kümmert. Im Jahr 2025 feierte der Ort sein 650-jähriges Bestehen.
Bevölkerungsentwicklung
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17</ref><ref>Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7</ref><ref>Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022<ref>Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022</ref>
Politik
Gemeindevertretung
Die Gemeindevertretung von Schulzendorf besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 69,6 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref> |
Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 |
Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| AfD | 15,7 % | 3 | 21,4 % | 4 | |
| SPD | 16,0 % | 3 | 19,3 % | 3 | |
| CDU | 14,0 % | 3 | 17,7 % | 3 | |
| BürgerBündnis freier Wähler | 9,2 % | 2 | 11,8 % | 2 | |
| Gemeinsam für Schulzendorf | – | – | 9,9 % | 2 | |
| Die Linke | 19,4 % | 3 | 9,4 % | 2 | |
| Bündnis 90/Die Grünen | 16,3 % | 3 | 7,4 % | 1 | |
| FDP | 4,4 % | 1 | 3,1 % | 1 | |
| Einzelbewerber Frank Knuffke | 2,8 % | – | – | – | |
| Einzelbewerber Peter Schulze | 2,2 % | – | – | – | |
| Insgesamt | 100 % | 18 | 100 % | 18 |
Bürgermeister
- 1990–1991: Günter Deppe (CDU)<ref>Altbürgermeister Deppe ist tot. In: www.schulzendorfer.de. Abgerufen am 27. September 2021.</ref>
- 1991–1994: Hans Scharf<ref>Schulzendorfs Bürgermeister</ref>
- 1994–2010: Herbert Burmeister (Die Linke)<ref>Herbert Burmeister ist nicht mehr Chef des Gemeinderats. In: Märkische Allgemeine. 3. Juli 2019, abgerufen am 11. November 2025.</ref>
- 2010–2026: Markus Mücke (SPD)
- ab 2026: Markus Witteck (CDU)
Mücke wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 11. Oktober 2009 mit 70,7 % der gültigen Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt.<ref>Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses der Stichwahl zum Bürgermeister am 11.10.2009. In: Schulzendorfer Gemeindekurier. 16. Dezember 2009, S. 3, abgerufen am 11. November 2025.</ref> Er wurde in der Stichwahl am 15. Oktober 2017 mit 53,7 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. Oktober 2017</ref> Zur Bürgermeisterwahl am 5. Oktober 2025 trat er nicht mehr an.
Bei der Bürgermeisterstichwahl am 9. November 2025 wurde Witteck mit 55,8 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 9. November 2025</ref> Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.<ref>Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74</ref>
Wappen
Das Wappen wurde am 12. Oktober 1995 genehmigt.
Blasonierung: „Unter grünem Schildhaupt, belegt mit einem silbernen Schulzenstab, ein grüner Malvenzweig mit vier (3:1) roten Blüten.“<ref>Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg</ref>
Die Gemeinde Schulzendorf wählte für ihr Wappen mit dem Schulzenstab ein redendes Symbol, das im Sinne des heraldischen Pars-pro-toto-Prinzips auf den Ortsnamen Bezug nimmt. Die stilisierte Malvenpflanze steht mit ihren vier Blüten für die gewachsene Struktur des Ortes mit vier Siedlungsteilen. Das Altdorf wurde durch die Anordnung der Blüten symbolisch als Ausgangspunkt dieser Entwicklung dargestellt. Die Malvenblüten versinnbildlichen den Charakter der Gemeinde als Gartenstadt vor den Toren Berlins. Die Malve (Malva sylvestris), eine bis zu 120 Zentimeter hohe ausdauernde Staude, kommt sowohl im Garten als auch in freier Flur vor und symbolisiert damit zusätzlich die Einbettung der Gemeinde in die märkische Landschaft.
Flagge
Die Flagge der Gemeinde zeigt Streifen in den Farben Grün–Weiß mit Wappen. Das Wappen ist unmittelbar in der Mitte der Flagge aufgelegt.
Partnergemeinden
Der Prager Stadtteil Vinoř (im 19. Bezirk) liegt an der nordöstlichen Stadtgrenze der tschechischen Hauptstadt und hat etwa 3000 Einwohner. Er ist seit 2007 Partnergemeinde von Schulzendorf.
2009 wurde eine weitere Partnerschaft mit der polnischen Kleinstadt Kargowa begründet. Der Schulzendorfer Bürgermeister Markus Mücke wurde 2017 zum Ehrenbürger von Kargowa ernannt.<ref>Markus Mücke ist Ehrenbürger von Kargowa. In: Märkische Allgemeine, 28. Mai 2017</ref>
Sehenswürdigkeiten
In den Listen der Baudenkmale in Schulzendorf und der Bodendenkmale in Schulzendorf sind die jeweiligen Kulturdenkmale aufgeführt.
- Schloss Schulzendorf, ehemaliges Gutshaus, einer der Hauptdrehorte für die Mini-Serie „Das Damengambit“. In der Serie ist es ein in den Vereinigten Staaten liegendes Waisenhaus für Mädchen, in welchem die Protagonistin aufwächst.<ref name="Online 2020">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Berlin als Drehort in „Das Damengambit“: Eine Stadt spielt die ganze Welt.] In: taz.de. taz.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. November 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Das Schloss wurde auch in Das Quartett verwendet.<ref>Streamingtipps für Serien, Krimis, Filme: Diese Produktionen zeigen Drehorte in LDS und TF. In: maz-online.de. Abgerufen am 29. Dezember 2024.</ref>
- Dorfkirche
- Kreuzkirche (Saalkirche aus dem Jahr 1952), im Innern steht unter anderem eine Orgel aus der Patronatskirche in Alt-Schulzendorf
- Gedenkstein von 1982 zu Ehren der Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus vor dem ehemaligen Rathaus in der Otto-Krien-Straße. Der Gedenkstein wurde 2012 umgesetzt und restauriert, er steht jetzt vor der Sport- und Mehrzweckhalle Schulzendorf in der Walther-Rathenau-Straße.
- Naturschutzgebiet Flutgrabenaue Waltersdorf südwestlich von Schulzendorf
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die Bundesautobahnen A 113 und A 117 verlaufen unmittelbar westlich bzw. nordwestlich des Gemeindegebietes. Die nächstgelegene Anschlussstelle ist Waltersdorf an der A 117.
Die Ernst-Thälmann-Straße, die Miersdorfer Straße und die Dorfstraße/Waltersdorfer Chaussee sind als Kreisstraßen ausgewiesen. Die Dahlwitzer Straße an der südlichen Gemeindegrenze ist Teil der brandenburgischen Landesstraße L 402 zwischen Dahlewitz und Zeuthen.
Der nächstgelegene Anschluss an den Schienenverkehr ist der S-Bahnhof Eichwalde an der Bahnstrecke Berlin Warschauer Straße–Königs Wusterhausen, der auch die Schulzendorfer Siedlung Eichberg erschließt.
1931 wurde in Schulzendorf mit dem Busunternehmen Dahmetal erstmals ein Linienverkehr mit Bussen eingerichtet.<ref>Dahmetal – Über uns. Dahmetal J. Rudolf & Sohn GmbH & Co. KG, abgerufen am 8. Februar 2017.</ref>
Wirtschaft
Seit Anfang 2026 übernimmt der Verein der lauteren Importeure e. V. aus Schulzendorf als Wirtschaftsverein auch die Rolle des Wirtschaftsfördervereins Schulzendorf.<ref>Schulzendorfer-Wirtschaftsverband – Verein der lauteren Importeure e. V. & Wirtschaftsförderverein Schulzendorf. Gewerbeverein Schulzendorf, abgerufen am 16. Januar 2026.</ref>
Bildung
Es gibt eine Grundschule im Ort, die 2007 in ihr neues Haus umgezogen ist.<ref>Grundschule Schulzendorf, Gemeinde Schulzendorf, abgerufen am 11. April 2023</ref> Die nächsten Gymnasien befinden sich in Eichwalde, Wildau, Schönefeld und in Königs Wusterhausen. In Zeuthen gibt es eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Ingeborg Friebel (1925–1978), Kinderbuchillustratorin
- Volker Fadinger (* 1941), Althistoriker
- Helga Porsch (1943–2010), Dokumentarfilmregisseurin
Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen oder standen
- Elisabeth Jeske (1921– 2002), Mosaikkünstlerin, Ehrenbürgerin Schulzendorfs
- Heinrich Jungebloedt (1894–1976), Mosaikkünstler
- Nadja Klinger (* 1965), Journalistin und Buchautorin; wuchs in Schulzendorf auf
- Helmut Mencke (1944–2018), Mosaikkünstler
- Alfred Mühr (1903–1981), Journalist und Schriftsteller; lebte bis 1946 in Schulzendorf
- Olaf Kretschmann (* 1969) und Marco Birkner (* 1969), Musiker, gründeten 1987 mit der Electric Beat Crew die erste und einzige englischsprachige Hip-Hop-Gruppe der DDR;<ref name="TAGESSPIEGEL">Ganz junge Pioniere: Hip-Hop in der DDR bei tagesspiegel.de, abgerufen am 8. Mai 2011</ref> beide in Schulzendorf aufgewachsen
Literatur
- Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg: Teltow (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Band 4). Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Städte: Golßen | Königs Wusterhausen | Lübben (Spreewald) (Lubin/Błota) | Luckau | Märkisch Buchholz | Mittenwalde | Teupitz | Wildau
Gemeinden: Alt Zauche-Wußwerk (Stara Niwa-Wózwjerch) | Bersteland | Bestensee | Byhleguhre-Byhlen (Běła Góra-Bělin) | Drahnsdorf | Eichwalde | Groß Köris | Halbe | Heideblick | Heidesee | Jamlitz | Kasel-Golzig | Krausnick-Groß Wasserburg | Lieberose | Märkische Heide (Markojska Góla) | Münchehofe | Neu Zauche (Nowa Niwa) | Rietzneuendorf-Staakow | Schlepzig (Slopišća) | Schönefeld | Schönwald | Schulzendorf | Schwerin | Schwielochsee (Gójacki Jazor) | Spreewaldheide (Błośańska Góla) | Steinreich | Straupitz (Spreewald) (Tšupc (Błota)) | Unterspreewald | Zeuthen