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Putin muss gehen

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„Putin muss gehen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Website und eine öffentliche Kampagne zur Sammlung von Unterschriften von russischen Bürgern zu einem Appell, dessen Ziel die Entfernung des Präsidenten Russlands – beziehungsweise zum Zeitpunkt des Kampagnenstarts des Ministerpräsidenten – Wladimir Putin aus seiner Machtposition ist.

Geschichte

Die Kampagne wurde im Internet am 10. März 2010<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Гарри Каспаров: В интернет ОМОН не пришлешь (Memento vom 27. September 2011 im Internet Archive) Nowaja gaseta, No. 27 vom 17. März 2010.</ref> von Aktivisten der Opposition und mehreren russischen Persönlichkeiten des kulturellen Lebens gestartet.

In dem Appell wurde der damals amtierende Präsident Dmitri Medwedew als bloßer Statthalter Putins bezeichnet («Simeon Bekbulatowitsch») und jenem vorgeworfen, sich verfassungswidrig eine lebenslange Präsidentschaft verschaffen zu wollen und das Entstehen einer freien Gesellschaft zu verunmöglichen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde der Appell von 34 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verschiedener ideologischer Ausrichtung unterzeichnet: den Menschenrechtlern Jelena Bonner und Lew Ponomarjow, den Politikern Wladimir Bukowski, Garri Kasparow und Boris Nemzow, dem Verschwörungstheoretiker Juri Muchin, dem Wirtschaftswissenschaftler Andrei Illarionow, den Schriftstellern Sachar Prilepin und Wiktor Schenderowitsch, dem Rockmusiker Michail Borsykin, dem politischen Denker Geidar Dschemal und anderen. Viele von ihnen sind Mitglieder der Opposition und Organisationen wie der Nationalversammlung der Russischen Föderation. Später unterzeichneten viele andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens den Appell.

Die Oppositionspolitiker Michail Kasjanow,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />РНДС. Вместе с гражданами! (Memento vom 26. Juli 2011 im Internet Archive), 12. März 2010</ref> Wladimir Ryschkow<ref name=ryzhkov>Особое мнение. Гость: Владимир Рыжков</ref> und Eduard Limonow<ref name=limonov>Лимонов отказался подписывать обращение за отставку Путина. // Правда.ру, 11 марта 2010</ref> unterstützten die Kampagne ebenfalls, obwohl sie den Appell nicht unterzeichneten.

Einer der Hauptorganisatoren der Kampagne ist Garri Kasparow.<ref name=kasparov0604>Гарри Каспаров. Возьмемся за руки, друзья... „Ежедневный журнал“, 6. April 2010</ref> Ab dem 17. März 2010 hielt die Vereinigte Bürgerfront in Moskau eine Mahnwache zur Unterstützung der Kampagne. Ab Mai 2010 führten die Spitzen der Vereinigten Bürgerfront mehrere Treffen mit Befürwortern in einer Reihe russischer Städte durch. Die Organisatoren planen, ein Online-Netzwerk für Befürworter einzurichten.

Am 23. Oktober<ref>Около тысячи человек приняли участие в митинге „Путина в отставку“. Грани.ру. 23. Oktober 2010</ref> und 12. Dezember 2010<ref name="grani20101212">Это нам по плечу. Грани.ру 12. Dezember 2010</ref> fanden im Zentrum von Moskau Kundgebungen für die Absetzung Putins mit etwa 1000–2000 Teilnehmern statt.

Bis zum 4. Februar 2011 hatten etwa 75.000 Bürger Russlands den Appell unterzeichnet, bis November 2016 waren es zirka 151.800.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Обращение - Путин должен уйти (Memento vom 8. November 2016 im Internet Archive)</ref>

Berichterstattung in den Medien

Datei:Yashin picket 2010 11 18.jpg
Mahnwache von Ilja Jaschin vor dem Weißen Haus in Moskau am 18. November 2010

Über die Kampagne wurde in verschiedenen russischen und ausländischen Medien berichtet, wie:

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />