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Ceroxylon

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Ceroxylon
Datei:Ceroxylon quindiuense cocora.jpg

Quindio-Wachspalme (Ceroxylon quindiuense) in Kolumbien

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Palmenartige (Arecales)
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Unterfamilie: Ceroxyloideae
Tribus: Ceroxyleae
Gattung: Ceroxylon
Wissenschaftlicher Name
Ceroxylon
Bonpl. ex DC.

Ceroxylon ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Die etwa zwölf Arten gedeihen in den Anden.

Beschreibung

Datei:Palma de cera de la Sierra Nevada de Santa Marta (Ceroxylon ceriferum) - Flickr - Alejandro Bayer (2).jpg
Ceroxylon ceriferum

Vegetative Merkmale

Ceroxylon-Arten sind einzeln stehende, gefiederte Palmen. Die Stämme sind häufig sehr hoch und sind von einer dicken Wachsschicht überzogen. Mit einer maximalen Höhe von bis zu 60 Metern (Ceroxylon quindiuense) gehören zu dieser Gattung die größten Palmen der Welt und damit auch die größten Vertreter der Monokotylen. Die Blattnarben sind deutlich. Die gefiederten Blätter sind mittelgroß bis groß, die Faltung der Segmente ist reduplicat (Λ-förmig). Die Blattscheiden reißen auf und bilden keinen Kronenschaft.

Datei:La Carbonera 06.JPG
Quindio-Wachspalme (Ceroxylon quindiuense) mit Früchten

Generative Merkmale

Ceroxylon-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Sie blühen mehrmals. Die Blütenstände stehen zwischen den Blättern einzeln in den Blattachseln und sind drei- bis vierfach verzweigt. Das Vorblatt des Blütenstandes umschließt den Blütenstandsstiel unvollständig.

Die Kronblätter sind an ihrer Basis vereint. Die Anzahl der Staubblätter beträgt 6 bis 15. Die Narbenreste an der Frucht stehen subbasal.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Vorkommen

Die Gattung Ceroxylon kommt in den Höhenlagen der Anden von Venezuela über Kolumbien, Ecuador bis Peru und Bolivien vor. Sie kommen in den Vorbergen und niederen bis hohen montanen Wäldern vor, häufig wachsen sie in Nebelregionen. Beim Roden der Wälder werden die Palmen häufig stehengelassen. Alle Arten gelten als gefährdet. Ceroxylon parvifrons kommt noch in Höhenlagen über 3500 Metern vor und ist damit die höchststeigende Palmenart.

Datei:4.cerox.ventri (14800418341).jpg
Habitus von Ceroxylon ventricosum
Datei:1.cerox.vogel (14801190894).jpg
Ceroxylon vogelianum

Systematik

Die Gattung Ceroxylon wurde 1804 durch Aimé Bonpland in Augustin-Pyrame de Candolle in Bulletin des Sciences, par la Société Philomatique, Paris Band 3, Teil 91, S. 339 (als 239) aufgestellt. Typusart ist Ceroxylon alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Bonpl. ex DC.

Die Gattung Ceroxylon <templatestyles src="Person/styles.css" />Bonpl. ex DC. gehört zur Tribus Ceroxyleae in der Unterfamilie Ceroxyloideae innerhalb der Familie Arecaceae. Die Gattung Ceroxylon ist monophyletisch. Ihre Schwestergruppe ist Juania.

Je nach Autor gibt es etwa zwölf Arten:<ref name="WCSP" />

  • Ceroxylon alpinum <templatestyles src="Person/styles.css" />Bonpl. ex DC.: Sie kommt in Kolumbien und im nördlichen bis nordwestlichen Venezuela vor.
  • Ceroxylon amazonicum <templatestyles src="Person/styles.css" />Galeano: Dieser Endemit kommt nur im südöstlichen Ecuador vor.
  • Ceroxylon ceriferum <templatestyles src="Person/styles.css" />(H.Karst.) Pittier (Syn.: Klopstockia cerifera <templatestyles src="Person/styles.css" />H.Karst., Beethovenia cerifera <templatestyles src="Person/styles.css" />Engel): Sie kommt im nordöstlichen Kolumbien und im nördlichen bis nordwestlichen Venezuela vor.<ref name="WCSP" />
  • Ceroxylon echinulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Galeano: Sie kommt in Ecuador und Peru vor.
  • Ceroxylon parvifrons <templatestyles src="Person/styles.css" />(Engel) H.Wendl.: Die Heimat ist Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Peru und Ecuador.
  • Ceroxylon parvum <templatestyles src="Person/styles.css" />Galeano: Die Heimat ist das südwestliche Ecuador.
  • Ceroxylon peruvianum <templatestyles src="Person/styles.css" />Galeano, Sanín & K.Mejia: Sie wurde 2008 aus dem nordöstlichen Peru erstbeschriebenen.
  • Ceroxylon pityrophyllum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mart.) Mart. ex H.Wendl. (Syn.: Ceroxylon weberbaueri <templatestyles src="Person/styles.css" />Burret): Sie kommt in Bolivien und im südöstlichen Peru vor.
  • Quindio-Wachspalme (Ceroxylon quindiuense <templatestyles src="Person/styles.css" />(H.Karst.) H.Wendl.): Die Heimat ist Kolumbien und das nördliche Peru.
  • Ceroxylon sasaimae <templatestyles src="Person/styles.css" />Galeano: Sie kommt in den kolumbianischen Departamentos Antioquia und Cundinamarca vor.
  • Ceroxylon ventricosum <templatestyles src="Person/styles.css" />Burret: Sie kommt im südwestlichen Kolumbien und in Ecuador vor.
  • Ceroxylon vogelianum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Engel) H.Wendl.: Sie ist in Kolumbien, Venezuela, Peru und Ecuador verbreitet.

Nutzung

Die Stämme liefern Wachs für Kerzen und Zündhölzer. Die Früchte werden als Viehfutter genutzt.

Belege

  • John Dransfield, Natalie W. Uhl, Conny B. Asmussen, William J. Baker, Madeline M. Harley, Carl E. Lewis: Genera Palmarum. The Evolution and Classification of Palms. Zweite Auflage, Royal Botanic Gardens, Kew 2008, ISBN 978-1-84246-182-2, S. 337–339.

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> </references>

Weblinks

Commons: Ceroxylon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien