Zum Inhalt springen

Louis Adam

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Januar 2025 um 14:56 Uhr durch imported>Aka (Kompositionen: Tippfehler entfernt, Links normiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Louis Adam 1810.jpg
Louis Adam, 1810

Jean-Louis (Johann Ludwig) Adam (* 3. Dezember 1758 in Muttersholtz, Elsass; † 8. April 1848 in Paris) war ein französischer Komponist, Klavierpädagoge und Klaviervirtuose.<ref name=":0">Louis Adam. In: www.epoche-napoleon.net. Abgerufen am 10. Januar 2018.</ref><ref>Jean-Louis Adam (1758–1848) – Autor – BnF Sammlungen. Abgerufen am 10. Januar 2018.</ref>

Leben

Datei:Louis Adam.jpg
Louis Adam

Louis Adam erlernte schon im frühen Alter das Spielen von Harfe und Violine. Orgelunterricht erhielt er in Straßburg von einem Organisten namens Hepp († 1800).<ref name=":1"></ref> Er widmete sich jedoch ab dem 17. Lebensjahr ausschließlich dem Klavier, das er zu einem großen Teil als Autodidakt erlernte. Er benutzte die Schriften und Werke Carl Philipp Emanuel Bachs, Georg Friedrich Händels, Johann Sebastian Bachs, Domenico Scarlattis, Johann Schoberts, Muzio Clementis und Wolfgang Amadeus Mozarts. Auch Komposition erlernte er autodidaktisch nach den Schriften von Johann Mattheson, Johann Joseph Fux und Friedrich Wilhelm Marpurg. Mit 17 Jahren kam er nach Paris, um Musik zu machen. Er lernte Christoph Willibald Gluck kennen, der ihn protegierte. Bei den Concert spirituel trat er mit den Deux simphonies concertantes für Harfe, Klavier und Violine an die Öffentlichkeit. Seit dieser Zeit arbeitete er als Klavierlehrer und komponierte. Er heiratete recht früh die Tochter eines Musikalienhändlers. Sie verstarb nach einem Jahr Ehe. Während der Revolution heiratet er ein zweites Mal. Dieses Mal die Schwester des Marquis Louvois. Beide waren in dieser Ehe nicht glücklich und sie wurde bald geschieden. 1797 wurde er zum Klavierlehrer am Konservatorium ernannt. Zunächst als Lehrer der zweiten Klasse, wurde er 1800 zum Lehrer der ersten Klasse befördert.<ref name=":1" /> 1802 heiratete er seine Schülerin Elisa Coste, die Tochter eines bekannten Arztes. Nach einem Jahr Ehe wurde am 24. Juli 1803 Adolphe Adam geboren. Als Lehrer am Konservatorium erarbeitete er sich einen sehr guten Ruf als Klavierpädagoge. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Friedrich Kalkbrenner, Charles Chaulieu, Henry Lemoine, Ferdinand Hérold und sein Sohn Adolphe Adam.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> 1829 wurde er zum Ritter der Französischen Ehrenlegion ernannt. Am 15. November 1842 ging er mit dem Titel Inspecteur général des classes de piano [Generalinspektor der Klavierklassen] in den Ruhestand.<ref name=":1" />

Werke (Auswahl)

Lehrwerke

  • gemeinsam mit Ludovit Václav Lachnit: Méthode ou principe générale du doigté pour le Forté-piano, 1798<ref name=":0" /><ref group="Digitalisat">Méthode ou principe générale du doigté pour le Forté-piano als Digitalisat der SLUB</ref>
  • Méthode nouvelle du piano (Paris 1802; deutsch von Carl Czerny, Wien 1826) Adam veröffentlichte dieses Lehrwerk als Ergebnis Erfahrungen als Klavierpädagoge. Seine zahlreichen Schüler trugen zur weiten Verbreitung des Werkes bei.<ref name=":0" />
  • Méthode de piano du Conservatoire, erste Veröffentlichung 1804 bei Marchand in Paris<ref>Méthode de piano du Conservatoire (Adam, Louis). In: IMSLP/Petrucci Music Library: Free Public Domain Sheet Music. Abgerufen am 10. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kompositionen

Weblinks

Digitalisate

<references group="Digitalisat" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein