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Port-Vendres

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Port-Vendres
Portvendres
Datei:Blason ville fr Port-Vendres (Pyrénées-Orientales).svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Okzitanien
Département (Nr.) Pyrénées-Orientales (66)
Arrondissement Céret
Kanton La Côte Vermeille
Gemeindeverband Albères, Côte Vermeille et l’Illibéris
Koordinaten 42° 31′ N, 3° 6′ OKoordinaten: 42° 31′ N, 3° 6′ O
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Höhe 0–655 m
Fläche
Einwohner 4.018 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 66660
INSEE-Code 66148
Website Port-Vendres
Datei:Port vendres vue generale.jpg
Port-Vendres von Südosten gesehen

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Port-Vendres <templatestyles src="IPA/styles.css" />[pɔʁ vɑ̃dʁ] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Fabricio Cardenas (Culex)-Port-Vendres.wav"></phonos> ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine französische Stadt<ref>Ville de Port-Vendres bei port-vendres.com, abgerufen am 26. April 2026</ref> und Gemeinde mit 4.018 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Orientales in der Region Okzitanien.

Lage

Port-Vendres liegt an der Côte Vermeille, dem südlichsten Abschnitt der französischen Mittelmeerküste, kurz vor der Grenze zu Spanien. Die Entfernung nach Perpignan beträgt etwa 32 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung; die katalanische Millionenstadt Barcelona befindet sich ca. 200 km südwestlich.

Wirtschaft

In früheren Jahrhunderten lebte die Bevölkerung von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau gehörte, und vom Fischfang. Beide Erwerbszweige haben auch heute noch eine große Bedeutung – Port-Vendres gehört zu den vier Orten der Region Roussillon, deren Wein unter der Appellation Banyuls (VDN) vermarktet werden darf; die Fischereiflotte ist die größte des Roussillon. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts spielt der (Tauch-)Tourismus eine immer größer werdende Rolle im Wirtschaftsleben der Kleinstadt.

Im Handelshafen wurden 2025 366.214 Tonnen Ware umgeschlagen, eine Steigerung von 23,4 % zum Vorjahr. Der Haupteil mit 345.518 Tonnen entfiel auf Obst und Gemüse, davon allein 271.518 Tonnen auf Bananen. Die Importe wurden im Wesentlichen durch die Firma Compagnie frutière durchgeführt, die auch die Mutterfirma der Compagnie port-vendraise ist, welche seit Januar 2024 den Hafen im Auftrag des Départements betreibt. Der Hafen sichert etwa 200 Arbeitsplätze und 200 weitere indirekte. 2025 gab es 34 Landgänge von Kreuzfahrtschiffen, deren wirtschaftliche Auswirkungen auch die Nachbargemeinden Collioure und Banyuls und die Côte Vermeille im allgemeinen erreichten. Der Yachthafen wurde von 65 Yachten angelaufen.<ref></ref>

Geschichte

Wie mehrere Dolmen in der Umgebung des Ortes beweisen, war die Gegend bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. von Angehörigen der jungsteinzeitlichen Megalithkulturen besiedelt. Wegen seines Naturhafens könnte Port-Vendres eine phönizische oder griechische Gründung sein, doch bislang wurden keine diesbezüglichen archäologischen Spuren entdeckt, was auch für die römische Zeit gilt. Die erste Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1272, als es zur Krone von Aragonien und kurz darauf zum Königreich Mallorca gehörte. Bis zum Pyrenäenfrieden (1659) war das gesamte Gebiet des Roussillon zwischen Frankreich und Spanien umstritten. Im 18. Jahrhundert erlebte der Hafen die Stationierung von Kriegsschiffen und der gesamte Ort wurde modernisiert. Während des katalanischen Rückzugs (retirada) im Spanischen Bürgerkrieg lagen zwei Sanitätsschiffe im Hafen von Port-Vendres; vom 12. November 1942 bis zum 19. August 1944 war der Ort von deutschen Soldaten besetzt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1831 1851 1901 1954 1975 1999 2017
Einwohner 676 2005 2851 4180 5613 5881 4129

Trotz der Reblauskrise im Weinbau und der zunehmenden Mechanisierung der Landwirtschaft stieg die Einwohnerzahl des Ortes im 20. Jahrhundert kontinuierlich an.

Rezeption in der Kunst

Port-Vendres ist ein Schauplatz des Romans Der Ursprung der Welt von Ulrich Tukur.<ref>Ulrich Tukur: Der Ursprung der Welt. Frankfurt a. M. 2019. S. 49ff.</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Hafen (größter Fischereihafen des Roussillon)
  • Kirche Notre-Dame de Bonne Nouvelle (1888)
  • Redoute du Fanal (1673/1700) zur Befestigung des Hafens
  • Redoute Béar
  • Tour de l’Horloge, ein letzter Rest der Redoute de la Presqu’île
  • Baie des Paulilles
  • Cap Béar nördlich des Ortes mit dem Fort Béar, einer Festung aus dem 19. Jahrhundert, und dem Leuchtturm (1861)
  • Fort Saint-Elme aus der Zeit Karls V. und das Fort Dugommier
  • Tour de Madeloc (1285)

Persönlichkeiten

Gemeindepartnerschaften

Weblinks

Commons: Port-Vendres – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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