Barbara Ludwig
Barbara Christa Ludwig (* 8. Februar 1962 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche SPD-Politikerin und war von 2006 bis 2020 Oberbürgermeisterin von Chemnitz.
Leben
Nach dem Abschluss der Polytechnischen Oberschule 1978 absolvierte Ludwig von 1978 bis 1982 am Institut für Lehrerbildung in Auerbach/Vogtl. eine Ausbildung zur Grundschullehrerin. Von 1983 bis 1994 war sie als Erzieherin und Lehrerin tätig. 1990 bis 1994 war sie Lehrerin am staatlichen Schulversuch des Chemnitzer Schulmodells, an dessen Gründung sie beteiligt war.
Barbara Ludwig hat eine Tochter.
Politik
Seit 1991 ist sie SPD-Mitglied. Barbara Ludwig war von 1994 bis 2001 Mitglied des Sächsischen Landtages. Ab September 2001 war sie Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Kultur der Stadt Chemnitz. Nach der Landtagswahl in Sachsen 2004 war Ludwig an den Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer großen Koalition beteiligt. Zum Verhandlungsauftakt berichtete die Sächsische Zeitung, dass aus CDU-Kreisen eine 2002 geschehene Unfallfahrt Ludwigs mit Todesfolge lanciert worden sei, und spekulierte, dass sie daher nicht mehr als Kandidatin als Sozialministerin gelte.<ref>Gunnar Saft: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: Sächsische Zeitung Internet Archive, abgerufen am 9. Januar 2026</ref> Nach Abschluss der Regierungsbildung wurde sie von Ministerpräsident Georg Milbradt am 11. November 2004 zur Ministerin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst berufen.<ref>Sachsen. Vier Neulinge im Kabinett Milbradt. In: Sueddeutsche.de. 11. November 2004, abgerufen am 10. November 2020.</ref>
Am 25. Juni 2006 gewann sie die Wahl zur Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz und wurde damit Nachfolgerin von Peter Seifert (SPD), der am 1. August 2006 in den Ruhestand ging. Aufgrund einer Klage Martin Kohlmanns gegen seine Nichtzulassung als Kandidat zur Wahl konnte sie ihr Amt, wie am 19. Juli 2006 bekanntgegeben wurde, nicht fristgerecht antreten und wurde daher am 13. September 2006 vom Chemnitzer Stadtrat mit 39 von 51 Stimmen zur Amtsverweserin gewählt. Sie konnte damit alle Rechte und Pflichten sowie den Titel einer Oberbürgermeisterin führen, jedoch ihr Stimmrecht im Stadtrat nicht ausüben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chemnitz Amtsblatt – Rathaus Journal, 26. Juli 2006. ( vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive). (PDF; 813 kB). Abgerufen am 10. November 2020.</ref> Nach der Zurückweisung der Klage Kohlmanns durch den 4. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts wurde Ludwig am 8. Juni 2007 Oberbürgermeisterin. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 16. Juni 2013 verfehlte sie mit einem Ergebnis von 46,56 % knapp die absolute Mehrheit,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Oberbürgermeisterwahl 2013. Amtliches Endergebnis. ( vom 3. Juli 2013 im Internet Archive). Abgerufen am 10. November 2020.</ref> sodass zwei Wochen später ein zweiter Wahlgang notwendig wurde, in dem sie nach Rückzug der Bewerber von Bündnis 90/Die Grünen, Volkmar Zschocke, und der Linken, Miko Runkel, mit 63,84 % der Stimmen im Amt bestätigt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. Abgerufen am 10. November 2020.</ref> Bei der Oberbürgermeisterwahl 2020 kandidierte sie nicht wieder um das Amt.<ref>Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig tritt bei der nächsten OB-Wahl nicht mehr an. Pressemitteilung der Stadt Chemnitz vom 10. September 2019, abgerufen am 10. November 2020.</ref> Ihre Amtszeit endete am 31. Oktober 2020. Der amtierende Ordnungsbürgermeister Miko Runkel führte übergangsweise die Amtsgeschäfte<ref>Oberbürgermeisterin übergibt Amtsgeschäfte an Miko Runkel. Abgerufen am 10. November 2020.</ref> bis zur Amtseinführung des gewählten Nachfolgers Sven Schulze, die am 25. November 2020 stattfand.<ref>Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz. In: Chemnitz.de. Abgerufen am 2. Januar 2022.</ref>
Am 26. Oktober 2007 wurde Ludwig vom Parteitag der SPD als Beisitzerin in den Parteivorstand gewählt.<ref>Axel, SPD: Protokoll Bundesparteitag Hamburg, 26. – 28. Oktober 2007. In: spd.de. SPD, abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref> Sie war vorher Mitglied im Präsidium des Bundesvorstandes der SPD.
Ludwig war Kuratoriumsmitglied des Weltkulturerbes Dresdner Elbtal.
Seit dem 27. Juni 2022 ist sie Mitglied des MDR-Verwaltungsrates für Sachsen.<ref>mdr.de: Mirko Peglow künftiger Vorsitzender des MDR-Verwaltungsrates | MDR.DE. Abgerufen am 15. Dezember 2024.</ref> Sie ist zudem Mitglied des Vorstands der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Ehrungen
Für die „sehr positive Entwicklung der Stadt“, die sie maßgeblich vorangetrieben habe, verlieh ihr der Landtagspräsident Matthias Rößler am 16. Juni 2018 die Sächsische Verfassungsmedaille.<ref>Verleihung der Sächsischen Verfassungsmedaille 2018. Pressemitteilung des Sächsischen Landtags, abgerufen am 10. November 2020.</ref>
Weblinks
- Chemnitz.de: Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz.
- WiWo.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Köpfe der Wirtschaft: Barbara Ludwig. ( vom 29. April 2009 im Internet Archive).
- Barbara Ludwig im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
Einzelnachweise
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ludwig, Barbara |
| ALTERNATIVNAMEN | Ludwig, Barbara Christa (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Politikerin (SPD), MdL |
| GEBURTSDATUM | 8. Februar 1962 |
| GEBURTSORT | Karl-Marx-Stadt |
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