Bleimoschee (Shkodra)
Die Bleimoschee (albanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) oder Mehmed-Pascha-Moschee ist ein bedeutendes historisches Bauwerk im nordwestalbanischen Shkodra. Seit den Moscheezerstörungen in der sozialistischen Zeit gilt die Bleimoschee als größte historische Moschee des Landes.<ref name="kiel">Machiel Kiel: Ottoman architecture in Albania (1385–1912). In: Research Centre for Islamic History, Art and Culture (Hrsg.): Islamic art series. Band 5. Istanbul 1990, ISBN 92-9063-330-1, S. 231–233.</ref> Ihren Namen verdankt die Moschee den Blei-Kuppeln.<ref name="peshkupauje">Mirsad Sylja: Si po shkatërrohet “Xhamia e Plumbit”, pasuria mbi 100-vjeçare. In: Peshku pa ujë. 20. August 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. April 2018; abgerufen am 2. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Die Moschee liegt am südwestlichen Rand von Shkodra in einem Gebiet, das heute einen ländlichen Charakter aufweist. Im Westen erhebt sich die Burg Rozafa, 200 Meter südlich fließt der Kir. Aufgrund der Nähe zu den Flüssen Kir und Drin wird das Gelände rund um die Moschee oft überflutet.
Geschichte
Entstehungszeit
Das Bauwerk wurde 1773 durch den albanischen Pascha Mehmed Bushati, einem berühmten Mitglied der adligen Bushati-Familie, erbaut, der in dieser Zeit Wesir des Paschalik Shkodra war.<ref name="shekulli">Anila Dushi: Xhamia e plumbit po kalbet. 22. Juli 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2010; abgerufen am 30. Januar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Er erhoffte sich dadurch, dass sein Geburtsort den Charakter einer Hauptstadt bekomme.<ref name="pajtimi"/> Laut einer Legende soll Mehmed Bushati jeden Tag von der Festung Rozafa aus zur Moschee gegangen sein, um den Baufortschritt zu beobachten. Der erste Imam der Moschee war Haxhi Ahmet Misria, welcher ägyptischer Herkunft war. Er kam nach Albanien, nachdem er Kontakte zu Mehmed Bushati hatte.<ref name="peshkupauje"/>
Die Moschee wurde während ihrer Geschichte mehrere Male renoviert, so in den Jahren 1863, 1920 und 1963.<ref name="shekulli"/>
Schäden
Nach der großen Flut von 1865 war die Moschee lange verwüstet.<ref name="kiel" /> Während der 1900er Jahre wurde sie einige Male stark beschädigt, so unter anderem als das Blei der Kuppel gestohlen wurde. 1916 wurde auch das verbleibende Baumaterial der Bleikuppel von österreichisch-ungarischen Besatzungstruppen entfernt.<ref name="peshkupauje"/>
1967 wurde das Minarett, welches zuvor 1920 von Xhelal Bushati, einem Nachfahren von Mehmed, renoviert worden war, durch einen Blitzschlag oder dem damaligen revolutionären Mob in der kommunistischen Diktatur unter Enver Hodscha stark beschädigt. Nur dessen Sockel blieb erhalten.<ref name="kiel" /><ref name="shkodra.net">Xhamia e Plumbit. September 1999, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Januar 2016; abgerufen am 25. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Schließung der Moschee
1967 wurde die Moschee, wie auch andere religiöse Institutionen im Land, geschlossen, nachdem der kommunistische Führer Enver Hoxha Albanien zum ersten atheistischen Staat der Erde erklärte. Fortan war jegliche Religionsausübung verboten. Obwohl viele Moscheen während dieser Zeit durch das Regime zerstört wurden, blieb das Bauwerk als einzige der 35 Moscheen Shkodras erhalten, wohl wegen einer Erklärung zum Kulturdenkmalschutz von 1948.<ref name="shkodra.net"/><ref name="vickers-pettifer">Miranda Vickers, James Pettifer: Albania – From Anarchy to a Balkan Identity. New York University Press, New York 1997, ISBN 0-8147-8794-0.</ref> Dennoch verfiel das gesamte Gebäude sowie seine Umgebung mit der Zeit.<ref name="peshkupauje"/>
Postkommunismus und Wiedereröffnung
Am 16. November 1990 wurde die Moschee, als das Religionsverbot wieder aufgehoben wurde, wieder geöffnet. Der erste islamische Gottesdienst im Land fand in dieser Moschee statt, als der Hodscha Hafiz Sabri Koçi das Gebet nach 23 Jahren wieder öffentlich für die Gemeinde leitete.<ref name="peshkupauje"/> Am 2. April 1991 jedoch, bei Unruhen nach den ersten freien Wahlen, wurden Gläubige in der Moschee von Paramilitärs beschossen.<ref name="vickers-pettifer" />
Das die Moschee umgebende Grundstück, welches Teil eines alten Kulturensembles in der Nähe der Festung und der alten Brücke von Bahçalek war, wurde an einen Eigentümer verkauft.<ref name="shekulli"/>
Das Institut für Kulturmonumente in Tirana erklärte 2011, das Gebäude binnen weniger Monate mit kuwaitischer Hilfe restaurieren und die Umgebung der Moschee erneuern zu wollen.<ref>Shkodër, Xhamia e Plumbit në pritje të restaurimit (Shkodra, die Bleimosche wartet auf eine Restaurierung). In: Top Channel. 25. April 2011, abgerufen am 9. November 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> An der Initiative zur Restaurierung hatten sich auch lokale Katholiken beteiligt.<ref name="pajtimi">Katolikët restaurojnë xhaminë e plumbit (Die Katholiken restaurieren die Bleimoschee). In: Pajtimi.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. März 2012; abgerufen am 30. Januar 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Gewisse Arbeiten wurden dann ausgeführt.<ref name="reiseknowhow">Meike Gutzweiler: Reise Know-How Albanien. Peter Rump, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8317-2194-8.</ref> So wurde die Moschee innen gestrichen, das Minarett jedoch nicht wieder aufgebaut. 2013 stand die Moschee nach schweren Niederschlägen erneut unter Wasser.<ref>Shkodër, 4000 ha tokë dhe Xhamia e Plumbit nën ujë. In: Shekulli. 21. März 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. April 2018; abgerufen am 2. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Fernsehbericht über Überschwemmungen bei der Bleimoschee auf YouTube (21. März 2013, albanisch)</ref> 2024 wurde das Minarett schließlich bei den Restaurierungsarbeiten mithilfe des türkischen Allgemeinen Direktorats der Stiftungen (Vakıflar Genel Müdürlüğü) wiederaufgebaut. Auch das Umfeld, wo ein Friedhof mit zahlreichen historischen moslemischen Grabmalen war, wurde umgebettet, um zukünftige Flutungen der Moschee zu verhindern.<ref name="plumbit">TV1 CHANNEL: ECURIA E RESTAURIMIT TE XHAMISE SE PLUMBIT auf YouTube, 14. Oktober 2024, abgerufen am 9. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
Bauweise
Das Gebäude hat eine osmanische Architektur<ref name="shekulli"/> und ähnelt der klassischen des 16. Jahrhunderts, die vom Architekten Mimar Sinan maßgebend beeinflusst wurde.<ref name="pajtimi"/> Es handelt sich um eine Einkuppelmoschee, die um eine Apsis verlängert ist, in der der Mihrab steht. Auf den Seiten hat es je einen von zwei respektive drei Kuppeln bedachten Portikus.
Dem Betraum vorgelagert ist ein Hof, der etwa 12,5 auf 13,8 Meter misst und auf allen Seiten von einem Umgang umgeben ist, der von kleinen Kuppeln überdeckt wird. Ein solch aufwändig gestalteter Vorhof ist in Albanien einzigartig.<ref name="kiel" /><ref>Guntram Koch (Hrsg.): Albanien – Kulturdenkmäler eines unbekannten Landes aus 2200 Jahren. Photoausstellung des Seminars für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte der Philipps-Universität Marburg. Marburg 1985.</ref>
Die Bausteine der Moschee haben alle die gleiche Größe, was besonders die symmetrische Bauweise kennzeichnet. Diese Steine wurden aus den nahegelegenen Dorf Gur i Zi von Leuten gebracht, die sich kilometerweit auf den Weg machten, um die Baustelle zu erreichen.<ref name="peshkupauje"/> Vom Minarett, das ursprünglich eine verzierte Scherefe (Balkon) sowie ein Dach mit Bleistiftspitze hatte, war nur der Sockel vorhanden, dessen Treppe war vor dem Wiederaufbau des Minaretts mit Blei überdacht. Die wiederaufgebaute Scherefe ist schlichter gehalten.<ref name=plumbit />
-
Anblick der Südfassade mit Apsis im Vordergrund
-
Nahaufnahme des östlichen Portikus
-
Hof
-
Innenraum nach der ersten Renovierung 2011
Weblinks
- Shkoder.net: Xhamia e Plumbit. (albanisch)
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 42° 2′ 47,5″ N, 19° 29′ 57,9″ O
{{#coordinates:42,046519444444|19,499422222222|primary
|dim=
|globe=
|name=
|region=AL-10
|type=landmark
}}
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-06
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2018-08
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-03
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-07
- Osmanische Moschee in Albanien
- Moscheebau in Albanien
- Moscheebau in Europa
- Kulturdenkmal (Albanien)
- Erbaut im 18. Jahrhundert
- Bauwerk in Shkodra