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Miranshah

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Miranshah
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Staat: PakistanDatei:Flag of Pakistan.svg Pakistan
Provinz: Khyber Pakhtunkhwa
Koordinaten: 32° 59′ N, 70° 7′ OKoordinaten: 32° 59′ 0″ N, 70° 7′ 0″ O
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Zeitzone: PST (UTC+5)
Miranshah (Pakistan)
Miranshah (Pakistan)

Miranshah oder Miranschah ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt im Tochi-Tal in Nord-Wasiristan (Pakistan) und das administrative und ökonomische Zentrum der Region.

Bevölkerung

Wie in den gesamten ehemaligen Stammesgebieten unter Bundesverwaltung in Pakistan bilden auch in Miranshah verschiedene Stämme der Paschtunen die Bevölkerungsmehrheit.

Geschichte

1895 richteten die britischen Kolonialherren die North Waziristan Agency und in der Folge einen permanenten Militärstützpunkt in Miranshah ein, um die Kontrolle über das Gebiet zu festigen. Dies führte in den folgenden Jahren zu Auseinandersetzungen und Aufständen der lokalen Stämme. 1919 kam es erneut zu einem Aufstand in der Kaserne von Miranshah. Im Zweiten Weltkrieg entstand nördlich der Stadt ein britisches Flugfeld.<ref>Hugh Beattie: Imperial frontier: tribe and state in Waziristan. Routledge, 2002, S. 157, 203ff</ref>

Miranshah liegt heute nur wenige Kilometer östlich der afghanisch-pakistanischen Grenze. In den 1980er Jahren wurde hier während des Sowjetisch-Afghanischen Krieges ein Lager für afghanische Flüchtlinge eingerichtet, in dem zeitweise 2900 Familien untergebracht waren.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Miranshah (North Waziristan) and Mianwali (Punjab) experience: a case study (Memento vom 1. November 2010 im Internet Archive). UNHCR field report, 1987</ref> Die Stadt gilt als eine Hochburg der Taliban, deren „Southern Command“ für Afghanistan dort seinen Stützpunkt hat. Der afghanische Präsident Hamid Karzai vermutete dort auch den Rückzugsort des Talibanführers Mullah Omar.<ref>Rahul K. Bhonsle: South Asia security trends. Atlantic Publishers & Distributors, 2007, S. 82</ref> Am 5. September 2006 wurde in Miranshah ein Friedensabkommen (Waziristan Accord) geschlossen, das den Konflikt in Nordwest-Pakistan zwischen der pakistanischen Regierung auf der Suche nach al-Qaida-Mitgliedern und den lokalen Stämmen beendete.<ref>N. C. Asthana, A.Nirmal: Urban Terrorism : Myths And Realities. Pointer Publishers, 2009, S. 205</ref>

Drohnenangriffe während des Konflikts in Nordwest-Pakistan

In Miranshah und Umgebung wurden im Zuge der Drohnenangriffe in Pakistan wiederholt Ziele durch unbemannte Luftfahrzeuge angegriffen. Im Mai 2010 wurde al-Qaida-Anführer Mustafa Abu l-Yazid in der Nähe von Miranshah durch die US-amerikanischen Streitkräfte getötet.<ref>Death of Mustafa Abu al-Yazid 'setback' for al-Qaeda. BBC News, 1. Juni 2010</ref> Laut Angaben der pakistanischen Regierung wurden dort am 13. Oktober 2011 vier Mitglieder des Haqqani-Netzwerks durch einen solchen Angriff getötet. Darunter soll sich ein für Logistik verantwortlicher Anführer befunden haben.<ref name="StMVier">Vier mutmaßliche Aufständische durch US-Drohne in Pakistan getötet. In: Stern. 13. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2013; abgerufen am 14. Oktober 2011.</ref> Nach Informationen der New York Times unterhält das Netzwerk dort einen Hauptstützpunkt mit eigenen Gerichten, Steuerbehörde und radikalen Madrassen.<ref>Brutal Haqqani Crime Clan Bedevils U.S. in Afghanistan. New York Times, 24. September 2011</ref> In der Nacht vom 10. auf den 11. Januar 2012 wurden erneut vier Menschen in der Nähe von Miranshah durch einen Drohnenangriff getötet. Laut ISI waren drei davon Araber.<ref name="NZZamerikanischer">Neuer amerikanischer Drohnenangriff in Pakistan. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. Januar 2012, abgerufen am 11. Januar 2012.</ref> Bei einem Drohnenangriff am 8. Februar 2012 und einem anschließenden Brand kamen laut dem pakistanischen Militär zehn Aufständische ums Leben. Einige von ihnen sollen aus Zentralasien stammen.<ref name="ORFMil">Aufständische bei US-Drohnenangriff in Pakistan getötet. In: ORF. 8. Februar 2012, abgerufen am 8. Februar 2012.</ref> Außerdem wurde laut ISI am 9. Februar Badr Mansoor, mutmaßlicher Koordinator von Terroranschlägen bei al-Qaida, in Miranshah durch einen Drohnenangriff getötet.<ref name="FAZFührer">Al-Qaida-Führer durch Drohne getötet. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 9. Februar 2012, abgerufen am 10. Februar 2012.</ref> Laut Aussagen des ISI tötete am 6. Juni 2012 ein Drohnenangriff 17 Menschen und verletzte zwei.<ref name="ORF17">17 Tote bei US-Drohnenangriff in Pakistan. In: ORF. 7. Juli 2012, abgerufen am 7. Juli 2012.</ref>

Infrastruktur

Miranshah verfügt über öffentliche weiterführende Schulen für Jungen und Mädchen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>, sowie eine Regierungshochschule und eine Madrassa, die von den Taliban eingerichtet wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />What's cooking in the Jihadu kitchen? (Memento vom 20. Juni 2010 im Internet Archive). South Asia Analysis Group, Paper 148, Nov. 2006</ref> Seit 2004 sendet aus der Stadt eine Rundfunkstation, deren Radioprogramm im Umkreis von 30 Kilometer von etwa 50.000 Menschen empfangen werden kann.<ref>Miran Shah Radio Station starts transmission. Asia Africa Intelligence Wire, 31. August 2004</ref>

Weblinks

Wiktionary: Miranshah – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>