Angelika Taschen
Angelika Taschen (* 14. Juni 1959 in Homberg (Efze); auch Angelika (Herbert-)Muthesius) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Verlegerin.<ref name=":0" /><ref name=":1">Angelika Taschen: Ich komme aus der alten Welt. 30. August 2013, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 13. November 2019. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Leben
Angelika Taschen wurde 1959 als Tochter des Ehepaares Manfred und Ute Herbert geboren, die in Bonn eine Buchhandlung betreiben.<ref name=":1" /> Als Jugendliche erhielt sie eine Ausbildung zur klassischen Balletttänzerin bei Carole Maré in Bad Godesberg und machte parallel 1978 Abitur am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium.<ref name="Amann" /><ref name=":1" /> Im selben Jahr bekam sie ein Engagement im Musical Sweet Charity im Kleinen Theater ihrer Heimatstadt.<ref name=":1" /> 1979 heiratete sie den Kunsthistoriker Stefan Muthesius, mit dem sie eine Tochter hat.<ref name=":0">Typisch deutsch - Zu Gast: Verlegerin Angelika Taschen. Deutsche Welle, 19. April 2015, abgerufen am 13. November 2019.</ref> Von 1979 bis 1985 studierte sie Germanistik und Kunstgeschichte in Heidelberg.<ref name="Amann" /><ref name=":1" /><ref name=":0" /> 1986 wurde sie mit der Dissertation über Bühne und Bildende Kunst im Futurismus. Giacomo Balla, Enrico Prampolini, Fortunato Depero promoviert.<ref name=":1" />
1987 begann sie ihre Tätigkeit im Verlag ihres späteren zweiten Ehemanns Benedikt Taschen, mit dem sie von 1996 bis 2004 verheiratet war.<ref name=":1" /> Von 1990 bis 2010 war sie Cheflektorin bzw. Verlegerin des Taschen Verlages. Gemeinsam machten die beiden mit preiswerten Kunstbänden für ein Massenpublikum Taschen zur Weltmarke und verkauften bis zu 20 Millionen Bücher jährlich.<ref>Ulrike Von Knöfel, Martin Wolf: „Wo es nur geht, stehlen wir“. In: Der Spiegel. Nr. 48, 2001 (online – 25. November 2001).</ref> Angelika Taschen hat mehr als 150 Bücher zu Design, Kunst, Fotografie und Architektur herausgegeben, darunter 2000 das viel diskutierte Buch Leni Riefenstahl. Fünf Leben<ref>Wiebke Brauer: Riefenstahl-Vermarktung: Leni sells! In: Spiegel Online. Abgerufen am 30. Mai 2016.</ref><ref>Elisabeth Bronfen: Triumph der Verführung. In: Die Zeit. 19. Oktober 2000, abgerufen am 30. Mai 2016.</ref> und 2008 einen Bildband über Schönheitschirurgie.<ref>Annette Langer: Schönheitschirurgie: Die Macht des Skalpells. In: Spiegel Online. Abgerufen am 30. Mai 2016.</ref> 1998 erwarb sie zusammen mit Benedikt Taschen das Chemosphere House in Los Angeles,<ref>Scott Timberg: Eight sides to this story. In: L. A. Times. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. März 2008; abgerufen am 23. Januar 2011.</ref> wo sie von 2000 bis 2004 lebte.<ref>Ein Haus, das glücklich macht. In: Die Welt. Abgerufen am 30. Mai 2016.</ref>
Im Magazin der Süddeutschen Zeitung schrieb sie von 2005 bis 2007<ref>Peking & Shanghai - Zimmerservice. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 26. Januar 2011.</ref> und in Monopol von Mai 2009 bis Mitte 2010 eine monatliche Kolumne.<ref>Henning Kornfeld: Neues Kleid, frische Inhalte: Der "Monopol"-Relaunch. kress.de, 17. April 2009, abgerufen am 30. Mai 2016.</ref> In Nicolette Krebitz’ Film Das Herz ist ein dunkler Wald war sie 2007 in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.<ref>Doppelleben mit schlimmen Folgen. In: B.Z. Abgerufen am 14. November 2019.</ref><ref>Das Herz ist ein dunkler Wald bei crew united, abgerufen am 16. März 2021.</ref> Von der Bild-Zeitung wurde sie 2010 zur „Lifestyle-Queen“<ref>Neuer Bildband: 10 Lieblingshotels der Lifestyle-Queen Angelika Taschen. In: Bild.de. Abgerufen am 23. Januar 2011.</ref> ernannt.
Nachdem Anfang 2010 verkündet wurde, Angelika Taschen trete in die Geschäftsführung des Distanz Verlags ein, wurde die Entscheidung noch im selben Jahr dementiert.<ref>Christian Boros holt Angelika Taschen zum Distanz-Verlag. In: Hamburger Abendblatt - Hamburg. 14. Juni 2010, abgerufen am 14. November 2019.</ref><ref name=":2" /> Stattdessen gründete sie 2011 den Verlag Angelika Books, für den sie als Verlagsräumlichkeiten das Königliche Hofbaudepot in der Berliner Klosterstraße 47 erwarb.<ref name=":2">Die Verlegerin Angelika Taschen geht auf Distanz. In: Die Welt. Abgerufen am 30. Mai 2016.</ref><ref>Natalie Rigg: Angelika Taschen on the Ever-Changing Magic of Berlin. In: New York Times. 15. April 2014, abgerufen am 14. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Amann" /><ref>Alle Promis wollen Andy Warhol sehen. Abgerufen am 14. November 2019.</ref><ref>Reliefs des Hofbaudepots. 14. Juni 2018, abgerufen am 14. November 2019.</ref>
Seit der Scheidung von Benedikt Taschen im Jahr 2004 hat sie ihren Lebensmittelpunkt in Berlin.<ref name="Amann">Melanie Amann: Angelika Taschen: Eine Berliner Kreative. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. Februar 2013, abgerufen am 30. Mai 2016.</ref> Taschen hat eine Tochter aus erster Ehe<ref>Dagmar von Taube: Eine Tasche in Berlin. In: Welt am Sonntag. 15. Februar 2004, abgerufen am 18. März 2021.</ref> sowie zwei Enkel<ref name="Amann" />.
Werke
- als Autorin
- (als Angelika Herbert-Muthesius:) Bühne und bildende Kunst im Futurismus, Bühnengestaltungen von Balla, Depero und Prampolini (1914–1929). Univ. Diss., Heidelberg 1985.
- als Verlegerin
- Literatur von Angelika Taschen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Weblinks
- Kunst-Genuss, Handelsblatt.com, 22. Oktober 2006.
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Taschen, Angelika |
| ALTERNATIVNAMEN | Herbert, Angelika; Muthesius, Angelika; Herbert-Muthesius, Angelika |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kunsthistorikerin und Verlegerin |
| GEBURTSDATUM | 14. Juni 1959 |
| GEBURTSORT | Homberg (Efze) |