Agria Gramvousa
| Agria Gramvousa
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| Gewässer | Mittelmeer | |||||
| Inselgruppe | Kreta | |||||
| Geographische Lage | 35° 38′ 30″ N, 23° 35′ 15″ O
{{#coordinates:35,641666666667|23,5875|primary
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dim=2000 | globe= | name=Agria Gramvousa | region=GR-M | type=isle
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| Länge | 2 km | |||||
| Breite | 550 m | |||||
| Fläche | 82,5 ha | |||||
| Höchste Erhebung | 101 m | |||||
| Einwohner | unbewohnt | |||||
Agria Gramvousa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (f. sg.), in der Antike vermutlich Tretos)<ref>Richard Talbert (Hrsg.): Barrington Atlas of the Greek and Roman World. Princeton University Press, Princeton 2000, ISBN 0-691-04945-9, S. 925, 928.</ref> ist eine Felseninsel vor der Nordwestküste der griechischen Insel Kreta. In Abgrenzung zur 2,2 Kilometer südwestlich gelegenen Insel Imeri Gramvousa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) trägt sie den Zusatz Agria, was „wild“ bedeutet.<ref>Victoria Kyriakopoulos: Kreta. Lonely Planet, Deutsche Ausgabe. 2. Auflage. MairDumont, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-8297-1607-9, S. 125 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 23. Januar 2011]).</ref> Agria Gramvousa liegt in der Gemeinde Kissamos des Regionalbezirks Chania, etwa 16 Kilometer nordwestlich der Gemeindehauptstadt, der Kleinstadt Kissamos.
Lage
Die Insel Agria Gramvousa liegt durch den etwa 680 Meter breiten,<ref name="TK">Hellenic Military Geographical Service (Hrsg.): Topographical Map 1:50.000 Sheet Kissamos. Athen 1993 (Vorschau: „Products Category“ wegklicken, dann „Auxiliary Background Map anklicken“).</ref> weniger als 20 Meter tiefen<ref name="TK" /> Kanal von Vouxa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) getrennt vor der Nordwestspitze der Halbinsel Gramvousa im äußersten Nordwesten Kretas. Die Herkunft der Bezeichnung Gramvousa ist nicht genau bekannt. Als am wahrscheinlichsten gilt die Ableitung von der venezianischen Bezeichnung Capo Buso, übersetzt „Kap mit Öffnung“, für das Kap Vouxa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) an der Nordspitze der Halbinsel. Dieses trägt auch die Bezeichnung Trypiti, „mit Loch“, und die Einheimischen sprechen Gramvousa heute noch mit „b“ aus, also Grambousa, wie in dem ehemaligen venezianischen Namen Buso.<ref>Geschichtlicher Überblick zur Festung von Gramvousa. „Gramvousa-Balos“, Cretan Cruises & Co (Gramvousa Balos Cruises), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. November 2014.</ref>
Die Insel hat im Gegensatz zur Nachbarinsel Imeri Gramvousa und zur Lagune Balos, zu denen in den Sommermonaten täglich Ausflugsschiffe von Kissamos verkehren und dabei an Agria Gramvousa vorbeifahren, keine touristische Bedeutung. Sie wurde zumindest in früheren Jahren als Weidegebiet für Ziegen genutzt.<ref name="Christodoulakis">Dimitrios Christodoulakis, Eva Economidou, Theodoros Georgiadis: Geobotanische Studie der Grabusen-Inseln (Südägäis, Griechenland). In: Botanica Helvetica. Band 101, Nr. 1, 1991, S. 53–67, doi:10.5169/seals-70303.</ref>
Beschreibung
Agria Gramvousa hat eine Fläche von 82,5 Hektar.<ref>Charles Arnold (Hrsg.): Die Inseln des Mittelmeers. Ein einzigartiger und vollständiger Überblick. 2. Auflage. Mare Buchverlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-86648-096-4, S. 340.</ref> Die Insel misst in ihrer von Nordwest nach Südost gerichteten Längsachse 2200 Meter und ist maximal 600 Meter breit.<ref name="Christodoulakis" /> Die höchste Erhebung mit 101 Metern befindet sich im Nordwesten.<ref name="TK" />
Flora, Vegetation und Naturschutz
Die Insel ist von felsigen Steilküsten umgeben, über dem sich ein relativ ebenes Hochplateau befindet.<ref name="Christodoulakis" /> Die Felsküsten tragen einen artenarmen Bewuchs aus salztoleranten Arten wie die Strauch-Melde (Atriplex halimus), die Graue Gliedermelde (Arthrocnemum macrostachyum), den Salz-Alant (Limbarda crithmoides), oder das auf Kleininseln spezialisierte Sandkraut Arenaria aegaea. Das Inselinnere wird von niedriger, dichtwüchsiger Macchie aus dem Mastixstrauch (Pistacia lentiscus) und von 30 bis 50 cm hoher Phrygana bedeckt, in der Kopfiger Thymian (Thymbra capitata), Behaarte Spatzenzunge (Thymelaea hirsuta), die Schwarznessel Ballota pseudodictamnus und die Quirlblättrige Heide (Erica manipuliflora) vorherrschen.<ref name="Christodoulakis" /> Insgesamt wurden bisher auf der Insel 119 unterschiedliche Farn- und Samenpflanzen gefunden.<ref>Costas A. Thanos, Christina Fournaraki: Floristic List of the Anthemis glaberrima Plant Micro‐Reserve (CRETAPLANT: A Pilot Network of Plant Micro-Reserves in Western Crete, LIFE04NAT_GR_000104). 2008, PDF-Datei. Zugriff am 7. Juli 2012.</ref> Die wichtigste Art ist die Hundskamille Anthemis glaberrima, die nur auf den beiden Gramvousa-Inseln vorkommt und ihr Hauptvorkommen auf Agria Gramvousa hat.<ref>Christina Fournaraki, Costas A. Thanos: [%5B%5B:Vorlage:IUCN/Weblink%5D%5D Anthemis glaberrima.] IUCN, abgerufen am 6. Juli 2012.</ref> Zu ihrem Schutz wurde auf Agria Gramvousa ein Mikroreservat eingerichtet.<ref name="CretaPlant">Costas A. Thanos, Christina Fournaraki: CRETAPLANT: A Pilot Network of Plant Micro-Reserves in Western Crete, LIFE04NAT_GR_000104. Anthemis glaberrima. Zugriff am 7. Juli 2012.</ref> Sie steht unter nationalem und internationalem gesetzlichem Schutz.<ref name="CretaPlant" />
Agria Gramvousa ist Teil des „Natura 2000“-Gebietes GR 4340001, Imeri und Agria Gramvousa – Tigani und Falasarna – Pontikonisi ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> und auch Teil der Important Bird Area Tiganis peninsula and the islands of Gramvouses and Pontikonisi.<ref>BirdLife International: Gramvousa peninsula and Gramvouses and Pontikonisi islets, Crete. Abgerufen am 09. Januar 2022.</ref>
Einzelnachweise
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