Saint Paul River
| Saint Paul River Nianda, Diani (bis zum Verlassen der Grenze mit Guinea) | ||||||||||||
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Eine Luftaufnahme des St. Paul Rivers und Caldwell Township in den Außenbezirken der Stadt Monrovia. | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Lage | Datei:Flag of Guinea.svg Guinea Datei:Flag of Liberia.svg Liberia | |||||||||||
| Flusssystem | Saint Paul River | |||||||||||
| Quelle | bei Macenta 8° 42′ 50″ N, 9° 10′ 59″ W {{#coordinates:8,714|−9,183|
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| Quellhöhe | 960 m<ref name="App" /> | |||||||||||
| Mündung | Monrovia BayKoordinaten: 6° 22′ 47″ N, 10° 48′ 0″ W
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| Mündungshöhe | 0 m | |||||||||||
| Höhenunterschied | 960 m | |||||||||||
| Sohlgefälle | 2 ‰ | |||||||||||
| Länge | 485 km<ref name="App" /> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 20.281 km²<ref name="App">Liberian Hydrological Services - St. Paul River Principal Basin Tables, Figures and Maps</ref> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel Haindi (04SP001)<ref name="Liberia">Abflussmengen auf Liberian Hydrological Services</ref> AEo: 18.276 km² Lage: 104 km oberhalb der Mündung |
NNQ (18.03.2019) MNQ 2012–2019 MQ 2012–2019 Mq 2012–2019 MHQ 2012–2019 HHQ (14.09.2016) |
16 m³/s 65 m³/s 474 m³/s 25,9 l/(s km²) 1400 m³/s 2394 m³/s | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Mein Creek, Wata, Wala Creek, Mehn Creek | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Diani (Nianda), Via, Tuma Creek, Gola Creek, Mwawo Creek | |||||||||||
| Durchflossene Stauseen | Mount-Coffee-Stausee | |||||||||||
| Großstädte | Monrovia | |||||||||||
| Kleinstädte | Clay-Ashland | |||||||||||
| Gemeinden | Arthington (Liberia), Dixville (Liberia), Saint Paulsville | |||||||||||
| Einwohner im Einzugsgebiet | 1.026.515<ref>United Nations Environment Programme (UNEP), January 20 - Transboundary River Basins Status and Trends</ref> | |||||||||||
| Schiffbarkeit | ca. 30 km am Unterlauf | |||||||||||
| Im späten 19. Jahrhundert bestand eine Dampferlinie | ||||||||||||
Flüsse Liberias, rot: Flusssystem Saint Paul River | ||||||||||||
Mündung des Saint Paul River | ||||||||||||
Der Saint Paul River ist ein Fluss in Westafrika. Er entspringt im Südosten der Republik Guinea. Der Fluss gilt als der wichtigste Fluss der Republik Liberia und quert die zentralen Provinzen.
Beschreibung
Der etwa 500 km lange Fluss entspringt als Diani oder Nianda im Südosten Guineas im Bergland nordöstlich von Macenta. Nach etwa 50 km erreicht der Fluss die Landesgrenze Liberias, die er fortan für etwa 50 km bildet. Nach dem Verlassen der Grenze wechselt er den Namen in Saint Paul und fließt er in südwestlicher Richtung durch das zentrale Liberia.<ref name="App" /> Die Mündung des Saint Paul River befindet sich an der Monrovia Bay, etwa 5 km nördlich des Freeport Monrovia, von diesem führen zwei Eisenbahnlinien und eine Ausfallstraße in das nördliche Hinterland, hierzu dient die St. Paul Bridge.
Das ursprünglich trichterförmige Mündungsgebiet mit einer Öffnungsweite von etwa 1100 m wurde durch angeschwemmten Sand und die Flusssedimente an den Rändern verfüllt die Breite des Flusses beträgt nun am Mündungspunkt kaum noch 150 m. Den Unterlauf säumten noch Anfang des 19. Jahrhunderts Mangrovenwälder, sie wurden nach der Gründung der Siedlung Clay-Ashley gefällt, um landwirtschaftliche Plantagen (Kaffee, Zuckerrohr und Ölpalmplantagen) anlegen zu können.
Eine Besonderheit bildet der Stockton Creek, er ist ein Mündungsarm des Saint Paul River und steht mit dem Mesurado River in Verbindung. Die Verbindung bewirkt, dass der zwischen beiden Flüssen befindliche Küstenabschnitt als Insel wahrgenommen wird, die „Bushrod Island“ genannt wird.<ref name="Karte">Liberia – Country and Road Detail Maps, Blatt NB29–5E. (PDF; 1,5 MB) In: The PUREONE Org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2015; abgerufen am 20. Januar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
In den 1970er Jahren wurde an der Mündung das Hotel Africa errichtet, es zählte bis zu seiner Schließung und späteren Plünderung im Bürgerkrieg zu den Luxushotels in Westafrika.
Geschichte
Das von portugiesischen Seefahrern im 15. Jahrhundert erforschte Mündungsgebiet nahe dem Kap Mesurado an der westafrikanischen Küste, die sogenannte Pfefferküste, wurde am 25. Januar, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus erreicht, die Entdecker nannten den Fluss daher Rio São Paulo. Es dauerte jedoch noch bis in die 1920er Jahre, bis das ausgedehnte Quellgebiet am Oberlauf vollständig geographisch erforscht werden konnte. Das von Amerikoliberianern Anfang des 19. Jahrhunderts angekaufte und besiedelte Gebiet am Unterlauf wurde zum Zentrum der Kolonie Liberia, hier entstanden die Kolonistenstädte und Plantagen um Clay-Ashland, Bensonville, Dixville und Millsburg. Um die landwirtschaftlichen Erzeugnisse rationeller nach Monrovia transportieren zu können, wurde auf Anregung des amerikanischen Missionars David Day von der Muhlenberg-Mission mit dem Dampfboot „Sarah Ann“ eine erste „Dampferlinie“ auf dem Saint Paul River geschaffen, sie führte bis zu 30 Kilometer tief landeinwärts und endete an den Stromschnellen bei White Plains.<ref name="EnzBrit">Saint Paul River. In: Encyclopædia Britannica (Online). Abgerufen am 22. Januar 2011.</ref>
Wasserführung
Der Saint Paul River hat liegt im Gebiet des Tropischen Regenwaldes Westafrikas, sein Wasserführung wurde vom Hydrographischen Dienst der Republik Liberia überwacht.
- am Mittellauf, an der hydrographischen Station „Walker Bridge“, Liberia, Einzugsgebiet 9 760 km², wird das Maximum im Monat September erreicht, es beträgt dann 728 m³/s, das Minimum wird im Februar und März mit 37,3 m³/s registriert.<ref name="Database_2221">Saint Paul River (2221). In: River Discharged Database, G.Nelson Inst. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juni 2010; abgerufen am 22. Januar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- am Unterlauf, an der hydrographischen Station „Haindi (04SP001)“, Liberia, Einzugsgebiet 18.276 km², lag der höchste gemessene Abfluss im September 2016 bei 2394 m³/s und das Minimum im März 2019 bei 16 m³/s. Der durchschnittliche Abfluss liegt bei 474 m³/s (siehe Diagramm).<ref name="Liberia" />
Einzugsgebiet
Je nach Quelle wird das Einzugsgebiet mit Werten zwischen 21.100 und 21.900 km² angegeben.<ref name="App" /> Es befindet sich zu knapp zur Hälfte in Guinea, der Rest in Liberia.<ref name="nacse">Transboundary Freshwater Dispute Database – Suchbegriff “St Paul”</ref>
Energiegewinnung
Das Mount-Coffee-Wasserkraftwerk war bis zum liberianischen Bürgerkrieg und ist seit seiner Wiederherstellung 2018 wieder das wichtigste Kraftwerk in Liberia. Die Generatorenanlage wurde von 1963 bis 1966 am Unterlauf des Saint Paul River errichtet und befinden sich etwa 30 km nordöstlich der Hauptstadt Monrovia. Das Kraftwerk wurde als Laufwasserkraftwerk geplant. Am Standort bei den Ortschaften Arthington und Milsburg, nahe dem Berg Mount Coffee, wurde ein Damm von etwa 150 m Länge und ein Turbinenhaus errichtet. Der Standort lag an einer Flussbiegung, an der sich ein natürlicher Seitenarm des Saint Paul River zur Wasserstandsregulierung nutzen ließ. Weitere technische Anlagen und Unterkünfte für das Personal entstanden 500 m südlich des Damms auf einer Anhöhe.
Bodenschätze
Das Gebiet des Saint Paul River wurde seit 2005 systematisch geologisch untersucht, hierbei konnten erstmals Lagerstätten von abbauwürdigen Erzen (Gold, Eisenerz, Kuper, Platin, Uran, Bauxit) sowie Diamanten erfasst werden.<ref name="Geologie">Liberia: Geological Background. In: Liberty International Mineral Corporation. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. März 2016; abgerufen am 22. Januar 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Naturschutzgebiet
Auf Anraten internationaler Naturschutzorganisationen wurden Teile des Mangrovengebietes, ein etwa 6000 ha großes Areal am Unterlauf des Saint Paul River und des Mesurado, als Naturschutzgebiet ausgewiesen.<ref name="RAMSAR">Wetlands in Liberia. (PDF; 296 kB) In: RAMSAR-Datenbank. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Januar 2011. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Literatur
Weblinks
- TK250 NC29-14 (GUÉKÉDOU), US Army Map Service (Hrsg.), Washington 1954, (Quellgebiet in Guinea)
- TK250 NB29-4 (MONROVIA), US Army Map Service (Hrsg.), Washington 1960, (Verlauf in Liberia)
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Qualitätssicherung Geographie:Nachweise fehlen
- Fluss in Afrika
- Fluss in Guinea
- Fluss in Liberia
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-05
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2019-05
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Geographie (Monrovia)
- Gewässersystem Atlantischer Ozean
- Grenzfluss
- Gewässer in der Region Nzérékoré
- Gewässer in der Region Faranah
- Gewässer im Lofa County
- Bong County
- Montserrado County
- Bomi County