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Rop Gonggrijp

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Datei:Rop Gonggrijp March 2011.jpg
Rop Gonggrijp empfängt den Winston Award bei den Big Brother Awards 2010

Robbert (Rop) Valentijn Gonggrijp (* 14. Februar 1968 in Amsterdam) ist ein niederländischer Hacker, Unternehmer und zeitweiliger Mitarbeiter von WikiLeaks.

Hackerkultur

Gonggrijp gehörte zu den Gründern des Hackermagazins Hack-Tic, das nach dem Vorbild der deutschen Datenschleuder von 1989 bis 1994 in Amsterdam erschien. 2005 trat er als Veranstalter der Hackerkonferenz What The Hack im niederländischen Liempde bei Boxtel auf.<ref>Spiegel Online am 29. Juli 2005: Dutzende News-Seiten übernehmen Hacker-Ente. Abgerufen am 5. Februar 2011.</ref> Er war bereits 1988 auf dem fünften Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs vertreten. Nachdem er dort bereits 2005 einen Vortrag gehalten hatte, hielt er 2010 die Eröffnungsrede.<ref>Heise.de am 27. Dezember 2010: 27C3: Hacker zwischen Wikileaks, Zensurbestrebungen und Chaos. Abgerufen am 23. Januar 2011.</ref><ref>Stefan Krempl: 22C3: "Wir haben den Krieg verloren". heise online, 28. Dezember 2005, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref> Rop Gonggrijp wurde auch durch seine Arbeit für die Gruppe „Wij vertrouwen stemcomputers niet“ bekannt, die sich gegen den Einsatz von Wahlcomputern engagierte.<ref>Homepage der Gruppe mit Pressespiegel. Abgerufen am 23. Januar 2011.</ref><ref>c't, Ausgabe 23/2006: „Die Nicht-Lösung eines nicht existierenden Problems“ Rop Gonggrijp zu den Konsequenzen aus dem Wahlmaschinen-Hack. Abgerufen am 23. Januar 2011.</ref> So demonstrierte diese Gruppe beispielsweise mit dem Nedap-Hack Sicherheitsprobleme bei holländischen Wahlcomputern. Mit einer weiteren Gruppe gelang Gonggrijp dasselbe für indische Wahlcomputer.<ref>Richard Sietmann: Indiens E-Voting-Geräte sind angreifbar. heise online, 30. April 2010, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>

Unternehmerische Tätigkeit

1993 ging aus Hack-Tic die Gründung von XS4ALL, einer der ersten Internetdienstanbieter in Holland hervor.<ref>Homepage des Unternehmens. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Januar 2008; abgerufen am 23. Januar 2011.</ref> Das Unternehmen wurde 1998 an den Konzern KPN verkauft.<ref name="WOZ1">Joel Bisang: Internetpionier - Bis ans Ende des Systems. WOZ Die Wochenzeitung, 8. Juni 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2010; abgerufen am 26. Februar 2015.</ref> Gonggrijp gründete 1997 ITSX, ein Unternehmen für Sicherheit in der Informationstechnologie, verkaufte es 2006 wieder und arbeitete ab 2001 an der Verschlüsselung von Mobiltelefonie, was zwei Jahre später zur Gründung der Berliner GSMK CryptoPhone führte, die abhörsichere Kommunikationsmittel vertreibt.<ref>Portrait für den 22. Chaos Communication Congress 2005. Abgerufen am 23. Januar 2011.</ref><ref>Stefan Krempl: Cryptophone soll Mobiltelefonie abhörsicher machen. heise online, 19. November 2003, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>

WikiLeaks

Rop Gonggrijp war an dem Team von WikiLeaks-Mitarbeitern beteiligt, das 2010 in Island über mehrere Wochen hinweg mit der Bearbeitung des Videos Collateral Murder und der Vorbereitung seiner Veröffentlichung beschäftigt war. Er hatte Julian Assange bereits 2009 getroffen, Gemeinsamkeiten festgestellt und war mit ihm mehrere Wochen durch Asien gereist. Die journalistische Aufbereitung des Rohmaterials, das amerikanische Luftangriffe in Bagdad 2007 zeigt, und die Beschäftigung mit den Überlebenden und den Familien der Opfer erlebte er, wie er kurz danach auf seiner Homepage schrieb, als „hoch emotional und sehr intensiv“.<ref>Marcel Rosenbach, Holger Stark: Staatsfeind WikiLeaks. Wie eine Gruppe von Netzaktivisten die mächtigsten Nationen der Welt herausfordert. S. 117–124. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011, ISBN 978-3-421-04518-8.</ref><ref>Rop Gonggrijp: Collateral Murder. 5. April 2010, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref><ref>Detlef Borchers: Chaos Computer Club: Der Friede sei mit euch, sagen die Hacker. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Dezember 2010, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>

Mutmaßlich wegen dieser Arbeit war Rop Gonggrijp Anfang 2011 einer der Betroffenen eines im November des Jahres letztlich erfolgreichen Versuches der US-Regierung, mittels einer Subpoena persönliche Daten über ihn von Twitter zu erhalten.<ref>Rop Gonggrijp: US DOJ wants my twitter account info. 8. Januar 2011, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>

Auszeichnungen

Bei den niederländischen Big Brother Awards für 2010 in Amsterdam wurde Gonggrijp im März 2011 für sein Engagement für den Schutz der Privatsphäre und der Freiheit im digitalen Zeitalter mit dem Positivpreis Winston Award ausgezeichnet.<ref>sac: Vier Big Brother Awards für grobe Verstöße gegen den niederländischen Datenschutz. 13. März 2011, abgerufen am 26. Februar 2015.</ref>

Weblinks

Commons: Rop Gonggrijp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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