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Appelscha

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Lage von Appelscha in den Niederlanden]]
Appelscha
Vorlage:Platzhalterbild
Flagge
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Wappen
Staat NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande

Provinz Datei:Frisian flag.svg Fryslân
Gemeinde Flagge der Gemeinde Ooststellingwerf Ooststellingwerf
Fläche
 – Land
 – Wasser
39,54 km²
39,32 km²
0,22 km²
Einwohner 4.940 (1. Jan. 2024<ref name="cbs">Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 14. Oktober 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024.</ref>)
Koordinaten 52° 57′ N, 6° 21′ OKoordinaten: 52° 57′ N, 6° 21′ O
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Bedeutender Verkehrsweg N381
Vorwahl 0516
Postleitzahlen 8424–8428, 8431, 8439, 9422
Website Homepage von Appelscha

Appelscha ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein friesisches Dorf in der Gemeinde Ooststellingwerf (Niederlande) mit 4.940 Einwohnern (Stand 1. Januar 2024).<ref name="cbs" /> Der Ort liegt am Rande des Nationalparkes Drents-Friese Wold und hat elf Rijksmonumente.<ref>Vgl. hierzu auch: Ronald Stenvert, Fryslân. Monumenten in Nederland</ref>

Datei:Appelscha.jpg
Appelscha

Geschichte

In Urkunden des Hochstifts Utrecht (niederländisch: Sticht Utrecht, auch: Aartsbisdom Utrecht) wurde das Dorf „Appels“ erstmals 1247 erwähnt, Es bestand aus einer geringen Anzahl Bauernhöfe und den Weilern „Aekinga“, „Terwisseha“ und „De Bult“. Um 1450 wurden zum Schutze der Äcker Deiche angelegt, um dem Wasser aus den Moorböden zu wehren.

Das heutige Dorf entstand um 1827 mit dem Zuzug von Tausenden Arbeitern, welche dringend zur Moorkolonisierung (niederländisch: Turfwinning oder Vervening) gebraucht wurden.<ref>De historie van Appelscha in het kort auf der Webseite der Historische Vereniging Appelscha, dort unter „Historie Appelscha“ (niederländisch), abgerufen am 2. Mai 2015.</ref> Die erbärmlichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeiter führten 1888 zu einem großen Streik, dem weitere folgten.<ref>Piet Hoekman, Jannes Houkes: De oude beweging en het vrije socialisme 1882–1920. In: Frans Becker, Piet Hoekman, Otto Knottnerus (Hg.): Een eeuw socialisme en arbeidersbeweging in Groningen, 1885–1985. Wolters-Noordhoff, Groningen 1986, ISBN 90-6243-053-8, S. 42–68.</ref> Sie waren ein Höhepunkt der anarchistischen Bewegung in den Niederlanden.<ref>Otto Knottnerus: Het anarchisme als geseculariseerde bevindelijkheid. In: Eerste Jaarboek Postdoctoraal Instituut voor de Sociale Wetenschap, Amsterdam 1991, S. 87–98.</ref> Appelscha galt seither als Hochburg von radikalem Sozialismus und Anarchismus.<ref>Vgl. hierzu: J. R. G. Schuur, Appelscha. Bolwerk van anarchisme en radicaal socialisme. Stichting Stellingwarver Schrieversronte, Oosterwolde 1996 (Digitalisat).</ref><ref>De geschiedenis van het anarchisme in Appelscha beschreven (Die Geschichte des Anarchismus in Appelscha, niederländisch), ursprünglich erschienen in der Zeitschrift Ravage, Nr. 205 vom 8. März 1996, abgerufen am 11. August 2012.</ref>

In der Nähe von Appelscha, auf dem heutigen Campingplatz „Ter Vrijheidsbezinning“, werden seit 1933 die Pinksterlanddagen gehalten.

Datei:Nationaal park drents-friese wold.jpg
Eingangsschild

Appelscha liegt an der Grenze eines großen Waldgebietes (Bosgebiet) von rund 4000 Hektar mit kleinen Seen und Heidegebiet. Der Drents-Friese Wold entstand um 1900 mit Weideland, Waldgebiet und Ackerland. Heute ist das Dorf vor allem bekannt als Touristenort mit dem Nationalpark in dem Kinderaktivitäten, Lesungen, Büchermärkte, Freilufttheater, Workshops, Wanderungen, Video- und Musikvorstellungen stattfinden. Darüber hinaus gibt es Golf- und Tennisanlagen sowie Straßenmärkte.

Sehenswürdigkeiten

Informationen über die Sehenswürdigkeiten in Appelscha vom „Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed“:

Geboren in Appelscha

Bekannte Persönlichkeiten:

  • Jan Herder (1889–1978), Kommunist, Politiker und Publizist
  • Anne Vondeling (1916–1979), Politiker (PvdA)
  • Dragan Bakema (* 1980), Schauspieler
  • Johnny de Vries (* 1990), Fußballspieler

Weiterführende Literatur

  • Rinze Lenstra: Appelscha door de eeuwen heen. Noordboek: Gorredijk 2020, ISBN 978-90-5615-681-7.
  • T. H. Oosterwijk, Notities uit de Geschiedenis van de Ooststellingwerfse dorpen, ISBN 90-6466-044-1.
  • Gerard Schuur, Appelscha, Geschiedenis van het vooroorlogse radicaal socialisme en anarchisme in Appelscha. Stichting Stellingwarver Schrieversronte, Oosterwolde 1996, ISBN 90-6466-082-4.
  • Ronald Stenvert: Fryslân. Monumenten in Nederland, Teil 6. Uitgever Waanders, Zwolle 2000, ISBN 90-400-9476-4.

Weblinks

Commons: Appelscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />