Histatine
Histatine sind Proteine, die im Speichel mancher Säugetiere vorkommen. Sie hemmen bakterielle Proteasen und fördern die Wundheilung der Mundschleimhaut. Sie sind beteiligt am Aufbau der äußersten Eiweißschicht des Zahnschmelzes (engl. pellicle). Histatine und Statherine, die die Calciumkonzentration des Speichels stabilisieren, gehören zu einer Familie ähnlicher Proteine.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name='u'>Suchergebnis UniProt Histatin/Statherin-Familie.</ref>
Einteilung
Man unterscheidet beim Menschen bis zu 26 verschiedene Histatine, die zum überwiegenden Teil aus 20–40 Aminosäuren bestehen. Zwölf davon wurden systematisch als Histatin-1 bis Histatin-12 durchnummeriert. Die wichtigsten sind Histatin-1, -3 und -5, welche insgesamt 85 bis 90 Prozent der Gesamthistatinmenge bilden.<ref>Histatine. In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). (englisch).</ref>
Die 12 Histatine werden von zwei Genen, HTN1 und HTN3 codiert und aus den 57 bzw. 51 Aminosäuren langen Vorläufern mithilfe von Proteasen zurechtgeschnitten:<ref name='u'/>
10 20 30 40 50
MKFFVFALVL ALMISMISAD SHEKRHHGYR RKFHEKHHSH REFPFYGDYG SNYLYDN HTN1 Genprodukt
D SHEKRHHGYR RKFHEKHHSH REFPFYGDYG SNYLYDN Histatin-1
RKFHEKHHSH REFPFYGDYG SNYLYDN Histatin-2
10 20 30 40 50
MKFFVFALIL ALMLSMTGAD SHAKRHHGYK RKFHEKHHSH RGYRSNYLYD N HTN3 Genprodukt
D SHAKRHHGYK RKFHEKHHSH RGYRSNYLYD N Histatin-3
RKFHEKHHSH RGYRSNYLYD N Histatin-4
D SHAKRHHGYK RKFHEKHHSH RGY Histatin-5
D SHAKRHHGYK RKFHEKHHSH RGYR Histatin-6
RKFHEKHHSH RGY Histatin-7
KFHEKHHSH RGY Histatin-8
RKFHEKHHSH RGYR Histatin-9
KFHEKHHSH RGYR Histatin-10
KRHHGYK R Histatin-11
KRHHGYK Histatin-12
Hintergrund
Histatine sind kationische Proteine, die reich an Histidin sind. Sie hemmen bakterielle Proteasen und wirken antimikrobiell und fungistatisch. Hieraus resultiert auch die Empfehlung, die eigenen Wunden mit Speichel zu benetzen, wenn nichts anderes zur Verfügung steht.<ref>Warum Wundenlecken hilft. In: wissenschaft.de. 25. Juli 2008, abgerufen am 8. September 2019.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />