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Mohamed Bouazizi

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Mohamed Bouazizi (arabisch محمد البوعزيزي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); vollständig Tarek al-Tayeb Mohamed Bouazizi<ref>Encyclopædia Britannica: Mohamed Bouazizi</ref>; * 29. März 1984 in Sidi Bouzid; † 4. Januar 2011 in Ben Arous) war ein tunesischer Gemüsehändler, dessen Selbstverbrennung am 17. Dezember 2010 in Sidi Bouzid unmittelbarer Auslöser der Revolution in Tunesien 2010/2011 war, die nach 23 Jahren Herrschaft zum Sturz von Präsident Zine el-Abidine Ben Ali führte und den Arabischen Frühling auslöste.<ref>Leo Wieland: Generation ohne Luft zum Atmen. In: faz.net. 9. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. Januar 2011.</ref>

Selbstverbrennung

Bouazizi musste nach dem frühen Tod seines Vaters als Jugendlicher seine Mutter und seine fünf Geschwister ernähren. Daher betätigte er sich als Gemüsehändler mit einem mobilen Marktstand.<ref>Mathieu von Rohr: Mohammeds Früchte. In: Der Spiegel, 14. März 2011 (PDF; Archiv).</ref><ref name="unfall">Ulrike Putz: Was vor Mohammeds Martyrium geschah. In: Spiegel Online vom 23. Januar 2011.</ref><ref name="tagi">Oliver Meiler: Erst ständig Bussen, dann eine Ohrfeige. In: Tages-Anzeiger vom 21. Januar 2011.</ref><ref>Kareem Fahim: Slap to a Man’s Pride Set Off Tumult in Tunisia. In: New York Times vom 21. Januar 2011.</ref> Ursache für seine Selbsttötung war die mehrfache Schließung seines Gemüsestands wegen einer fehlenden Genehmigung,<ref name="Noch">Leo Wieland: Noch mehr Tote und Verletzte. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 12. Januar 2011.</ref> die Beschlagnahme seiner Produkte und seiner Waage, seine erfolglose Beschwerde bei der Stadtverwaltung sowie die anschließenden Misshandlungen auf der Polizeiwache.<ref name="tagi" /><ref>Yasmine Ryan: The tragic life of a street vendor, Al Jazeera, 20. Januar 2011.</ref> Vor seinem Tod wurde der wegen seiner schweren Verbrennungen am ganzen Körper mit Verbänden eingewickelte Mohamed Bouazizi vom tunesischen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali im Krankenhaus in Ben Arous bei Tunis besucht.<ref>Moritz Baumstieger: Gescheiterte Revolutionäre. In: SZ.de, 16. Dezember 2020.</ref> Dort starb er am 4. Januar 2011.<ref>Tunisian who sparked rare protests dies: relatives. In: Reuters. 5. Januar 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. März 2016; abgerufen am 12. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

„Seine Tat war der Funke, der den Flächenbrand entzündet und letztlich die ganze arabische Welt verändert hat“, schrieb Ibrahim al-Koni am 1. März 2011 im Tagesspiegel.

Nachahmungen

Bouazizis Tat fand mehrmals Nachahmer, zum Beispiel in Tunesien, Marokko, Algerien, Mauretanien und Ägypten.<ref>Ian Black: Tunisia's protests spark suicide in Algeria and fears through Arab world. In: The Guardian. 16. Januar 2011, abgerufen am 23. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>In Egypt, man sets himself on fire, driven by economic woes. In: Al-Ahram Online. 17. Januar 2011, abgerufen am 23. Januar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ehrungen

Der vom Europäischen Parlament verliehene Sacharow-Preis für geistige Freiheit ging im Jahr 2011 neben vier weiteren Persönlichkeiten des Arabischen Frühlings auch postum an Mohamed Bouazizi, mit der Begründung „Mohamed Bouazizi steckte sich aus Protest über Demütigungen durch tunesische Behörden in Brand. Sein Tod löste die Proteste des Arabischen Frühlings aus.“<ref>Sacharow-Preis für arabische Aktivisten. In: Zeit Online vom 27. Oktober 2011</ref>

Im 14. Arrondissement von Paris, unweit des Parc Montsouris, wurde ein Platz nach Bouazizi benannt.

Die tunesische Post widmete seinem Andenken eine Briefmarke.<ref>Foto der Briefmarke auf Pinterest.fr, abgerufen am 29. Dezember 2020.</ref>

Literatur

  • Hamid Sadr: Der Fluch des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi. Demokratie oder Herrschaft des Islam? Vortrag im Wiener Rathaus am 8. März 2011. (= Wiener Vorlesungen im Rathaus; Bd. 158). Picus, Wien 2011, ISBN 978-3-85452-558-5

Weblinks

Commons: Mohamed Bouazizi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Träger des Sacharow-Preises

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