Spitzkopfnatter
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| Spitzkopfnatter | ||||||||||||
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| Datei:Gonyo1.JPG
Spitzkopf- oder Rotschwanznatter (Gonyosoma oxycephalum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gonyosoma oxycephalum | ||||||||||||
| (Boie, 1827) |
Die Spitzkopfnatter (Gonyosoma oxycephalum), auch Rotschwanznatter oder Grünnatter genannt, ist eine Reptilienart aus der Familie der Nattern (Colubridae).
Früher wurde die Spitzkopfnatter, ähnlich wie die Kornnatter, die Äskulapnatter oder die Leopardnatter in die Gattung Elaphe gestellt. Heute wird sie allerdings mit ihren Verwandten Gonyosoma hodgsoni, G. cantoris und G. frenatum in der Gattung Gonyosoma eingeordnet. Die Spitzkopfnatter ist ungiftig.
Merkmale
Die Weibchen werden meist um 170, selten bis zu 240 cm lang<ref name="Atlas" />, während die Männchen etwas kleiner bleiben. Die Schlange hat eine Grundfärbung, die von grüngelb bis oliv reichen kann. Die Unterseite ist meist heller als die Oberseite. Der Schwanz ist rötlich-braun und in der Farbe scharf abgesetzt<ref name="Schlangen" />, worauf ebenfalls der deutsche Name „Rotschwanznatter“ sowie der englische Name „Red-tailed Green Ratsnake“ hinweisen. Die Spitzkopfnatter besitzt ein schwarzes Augenband und eine runde Pupille. Die normalerweise schwarze, wie bei allen Schlangen gegabelte, Zunge kann einen blauen Rand aufweisen.
Diese Natter hat aufgrund ihrer hauptsächlich arborealen Lebensweise starke und raue Schuppen auf ihrer Oberseite entwickelt, die beim Klettern in den Bäumen hilfreich sind. Das schwarze Muster auf diesen Schuppen ist je nach Individuum unterschiedlich ausgeprägt. Die Spitzkopfnatter hat 23–27 dorsale Schuppenreihen in der Körpermitte und 8 bis 11 Supralabialen (Scutum supralabiale), von denen gewöhnlich 2 die Augenhöhle (Orbita) berühren. Die Analschuppe (Scutum anale) ist geteilt. Im Mittel hat sie 245 (240–249) präcaudale, also vor dem Schwanz liegende Wirbel.<ref name="Utiger" />
Verbreitung
Die Spitzkopfnatter ist eine südostasiatische Schlangenart und ist weit verbreitet<ref name="Reptilien" />. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Myanmar über Indonesien bis zu den Philippinen<ref name="Schlangen" />. Ihre Typuslokalität ist Java.
Lebensweise und Lebensraum
Die Spitzkopfnatter ist tagaktiv und lebt ausschließlich auf Bäumen im tropischen Regenwald, vor allem ist sie in der Nähe von Gewässern und Mangrovensümpfen zu finden.<ref name="Reptilien">F. W. Henkel, W. Schmidt: Taschenatlas Reptilien. Ulmer Verlag, 2007, ISBN 978-3-8001-5158-5, S. 143.</ref> Die Schlange ist sehr aggressiv. Wird sie gestört, beißt sie meistens sofort zu.<ref name="Atlas">Dieter Schmidt: Atlas der Schlangen. bede-Verlag, 2001, ISBN 3-933646-96-0.</ref> Bei Erregung ist der Schwanz der Spitzkopfnatter ständig in Bewegung.<ref name="Reptilien" />
Ernährung und Fressfeinde
In der Natur ernährt sich die Spitzkopfnatter vor allem von baumbewohnenden Säugetieren und Fledermäusen.<ref name="Atlas" /> Kleine Vögel kann sie aufgrund ihrer Schnelligkeit sogar aus der Luft fangen.<ref name="Atlas" /> Die Beutetiere werden durch Umschlingen getötet.<ref name="Schlangen" /> Ihre Fressfeinde sind vor allem die Spilornis. Bei Gefahr kann die Spitzkopfnatter, möglicherweise durch die große Tracheallunge, ihren Nacken aufblähen, wodurch sie größer erscheinen soll.<ref name="Utiger" />
Fortpflanzung
Die Angaben zum Erreichen der Geschlechtsreife dieser Tiere schwanken zwischen 2 Jahren und 4 Jahren. Die Spitzkopfnatter ist ovipar, sie legt 5–12 walzenförmige Eier<ref name="Atlas" /> im Zeitraum zwischen September und Januar. Die nach 95–125 Tagen<ref name="Reptilien" /> schlüpfenden Jungtiere sind beim Zeitpunkt des Schlüpfens 45 cm lang und 20–25 g schwer. In den ersten Lebensmonaten ernähren sich die Jungschlangen von kleinen Echsen und Fröschen.<ref name="Schlangen" />
Haltung in Terrarien
Die Spitzkopfnatter wird des Öfteren in Terrarien gehalten. Auch in Zoos ist diese Art häufig vertreten.<ref name="Reptilien" /><ref name="Atlas" /><ref name="Schlangen" /> Diese Art der eigentlichen Nattern wird in Gefangenschaft bis zu 15 Jahre alt.
Die jungen Spitzkopfnattern fressen in Gefangenschaft junge, nackte Mäuse, während die ausgewachsenen Tiere sich vorzugsweise von adulten Mäusen, Hühnerküken und kleinen Ratten ernähren.
Fotogalerie
Literatur
- Friedrich Boie: Bemerkungen über Merrem's Versuch eines Systems der Amphibien. In: Isis von Oken. Band 20, 1827, S. 508–566 (biodiversitylibrary.org).
Quellen
<references> <ref name="Schlangen"> John M. Mehrtens: Schlangen der Welt. Franckh-Kosmos, 1993, ISBN 3-440-06710-6, S. 105. </ref> <ref name="Utiger"> Urs Utiger, Beat Schätti, Notker Helfenberger: The oriental Colubrine Genus Coelognathus FITZINGER, 1843 and classification of old and new world racers and ratsnakes (Reptilia, Squamata, Colubridae, Colubrinae). In: Russian Journal of Herpetology. Band 12, Nr. 1, 2005, S. 39–60 (online (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot; PDF; 293 kB). </ref> </references>
Weblinks
- Gonyosoma oxycephalum In: The Reptile Database
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.1. Eingestellt von: Wogan, G., Vogel, G., Thy, N., Nguyen, T.Q., Demegillo, A., Diesmos, A.C. & Gonzalez, J.C, 2011. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.