Zum Inhalt springen

Vorlage:Review des Tages

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Januar 2021 um 00:09 Uhr durch imported>Martsamik (LAE, Löschgrund trifft nicht zu).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin ist eine 256,2 Kilo­meter lange zwei­glei­sige Eisen­bahn-Hoch­ge­schwin­dig­keits­strecke in Deutsch­land, die die nieder­sächsi­sche Landes­haupt­stadt Hannover über Wolfs­burg, Stendal und Rathenow mit der Bundes­haupt­stadt Berlin verbindet und auf ihrem Kern­ab­schnitt Geschwin­dig­keiten bis zu 250 km/h ermög­licht. Ihre Entste­hungs­ge­schichte ist untrennbar mit der Deut­schen Teilung verbunden. Erste Planungen für eine leistungs­fähige Schie­nen­ver­bin­dung zwischen West-Berlin und Hannover wurden in den 1980er Jahren ange­stellt, doch zwischen­staat­liche Verhand­lungen zwischen der Bundes­re­pu­blik Deutsch­land und der DDR gestal­teten sich lang­wierig, sodass eine Grund­satz­ver­ein­ba­rung erst im Juni 1990 unter­zeichnet werden konnte. Als Verkehrs­pro­jekt Deut­sche Einheit Nr. 4 klas­si­fi­ziert, glie­dert sich die Infra­struk­tur­maß­nahme in Ausbau­strecken zwischen Hannover und Oebis­felde sowie zwischen Berlin-Staaken und Berlin und eine rund 150 Kilo­meter lange Neubau­strecke zwischen Oebis­felde und Berlin-Staaken, die als erste in Deutsch­land über­wie­gend in fester statt konven­tio­neller Schot­ter­fahr­bahn ausge­führt wurde. Der Bau begann im November 1992, nahm unter anderem wegen Natur­schutz­auf­lagen im Trap­pen­schutz­ge­biet „Havel­län­di­sches Luch“, wo die Strecke auf Schutz und Erhalt des dort behei­ma­teten Groß­trappen-Bestandes Rück­sicht nehmen musste, mehr Zeit in Anspruch als geplant, bevor die offi­zielle Eröff­nung am 15. September stattfand und der regu­läre Betrieb am 20. September 1998 aufge­nommen wurde. Die Inbe­trieb­nahme verkürzte die Reise­zeit zwischen Hannover und Berlin von rund vier Stunden auf unter zwei Stunden und posi­tio­nierte die Strecke als Teil des Kern­netzes der Trans­eu­ro­pä­ischen Verkehrs­netze, auf der heute mehrere ICE- und IC-Linien verkehren.