Ete und Ali
| Produktionsland | DDR |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1985 |
| Länge | 93 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Produktionsunternehmen | DEFA, KAG „Johannisthal“ |
| Stab | |
| Regie | Peter Kahane |
| Drehbuch | |
| Musik | Rainer Böhm |
| Kamera | Andreas Köfer |
| Schnitt | Sabine Schmager |
| Besetzung | |
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Ete und Ali ist ein deutscher Spielfilm der DEFA von Peter Kahane aus dem Jahr 1985.
Handlung
Ete und Ali haben gerade ihren Wehrdienst beendet, aber wenig Lust, nach Hause zu gehen: Den forschen, aber gutmütigen Ali erwartet ein Dorf, in dem nie etwas los ist, und den schüchternen 22-jährigen Ete seine Ehefrau Marita, die während seiner Zeit bei der Armee ein Verhältnis mit dem wohlhabenden Manni anfing. Sie wollen spontan nach Prag reisen, landen aber wegen fehlender Pässe am Ende doch in Etes Wohnung. Dort ekelt Ali zunächst Manni raus, bevor Ete und er von Marita rausgeworfen werden. Da Manni in den nächsten Tagen wie eine Klette an Marita hängt, entführen Ete und Ali sie nach der Arbeit in einem Laster. Nach kurzzeitiger, erfolgreicher Flucht vor Manni durch Pasewalk findet die erste Aussprache zwischen Ete und Marita statt. Das Ergebnis ist, dass sie aus der gemeinsamen Wohnung auszieht und Unterschlupf bei ihrem Vater findet. Der wiederum sähe seine Tochter lieber an der Seite Etes und ist erfreut, als der zusammen mit Ali wieder bei seinem Transportunternehmen anfängt, wo Ete schon vor seiner Armeezeit gearbeitet hatte.
Obwohl Ete und Ali hoffen, über die vorbildliche Arbeit bei Maritas Vater auch deren Respekt zu gewinnen, verfällt diese erneut Mannis Wohlstand. Er bezieht eine Zweiraumwohnung in einem angesagten Neubauviertel, fährt Lada und besitzt Schallplatten, von denen Ete nur träumen kann. Nur Alis unbekümmert-selbstbewusste Art macht ihm Mut. Ali ist es auch, der Ete dazu überredet, ein altes Haus zu kaufen. Maritas Vater wiederum bietet Ete die Übernahme der Firma an, die er wegen Rheuma nicht mehr leiten kann. Während Ali begeistert ist, sieht Ete sich schon in jungen Jahren zu sehr gebunden. Auch die Ehe mit Marita – sie ist aus der Zweiraumwohnung des überpeniblen Manni aus- und in Etes neugekauftes Haus eingezogen – steht vor einem Scherbenhaufen, da beide zu unterschiedlich sind. Ali glaubt, ein Kind wäre das Ideale, um die Ehe zu erhalten. Kurz vor der Einweihungsfeier landet er jedoch betrunken mit Marita im Bett, und Ete packt seine Sachen. Er glaubt, Ali und Marita wären ein besseres Paar.
Später sieht man Ete als Lastwagenfahrer. Er ist seit drei Monaten von Marita geschieden und trifft zufällig Ali in einer Gemeinschaftsdusche wieder. Wenig später sind sie gemeinsam auf Lastwagentour und Ali hat bereits neue Pläne, wie er Etes Leben verbessern kann.
Produktion
Ete und Ali entstand 1984 unter anderem in Pasewalk und Ueckermünde und erlebte am 31. Mai 1985 im Panorama-Palast-Theater in Erfurt seine Premiere. Beide Hauptdarsteller waren zum Zeitpunkt des Drehs noch in der Ausbildung: Jörg Schüttauf studierte Schauspiel, während Thomas Putensen Musikstudent war.
Kritik
Renate Holland-Moritz lobte 1985 die „herrlich pointierte[n] Dialoge …, deren Menge nicht geschwätzig wirkt, sondern geradezu süchtig macht.“<ref>Renate Holland-Moritz in: Eulenspiegel, Nr. 26, 1985.</ref>
Das Lexikon des internationalen Films befand, dass „der Versuch, die Balance zwischen Humor und ernsthaftem Hintergrund zu halten, … nicht ganz überzeugend gelungen [ist]. Durch die psychologisch weitgehend genaue Beobachtung der Personen gewinnt der Film jedoch an Glaubwürdigkeit und regt […] zum Nachdenken an, nicht zuletzt über die metaphorische Behandlung des Themas des Eingesperrtseins im ‚Universum‘ DDR.“<ref>Ete und Ali. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. August 2018.</ref>
Cinema bezeichnete den Film als „flotte und moderat kritische DDR-Gesellschaftskomödie“ und als „vergnügliche[n] Ringelpiez aus DEFA-Studios“.<ref>Ete und Ali. In: cinema. Abgerufen am 17. April 2022.</ref>
Auszeichnung
Beim Max-Ophüls-Festival erhielt der Film den Preis der Interfilm-Jury.
Jörg Schüttauf wurde auf dem Nationalen Spielfilmfestival der DDR 1986 als bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet.
Literatur
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Ete und Ali bei filmportal.de
- Ete und Ali bei der DEFA-Stiftung
Einzelnachweise
<references />