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Caminau

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Gemeinde Königswartha
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110)&title=Caminau 51° 20′ N, 14° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(110) 51° 19′ 46″ N, 14° 20′ 30″ O
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Höhe: 136 m ü. NHN
Fläche: 3,78 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Caminau, Gemeinde Königswartha. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 110 (20. Dez. 2020)<ref>Angaben der Gemeindeverwaltung Königswartha.</ref>
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1936
Postleitzahl: 02699
Vorwahl: 035931
Datei:Caminau Dorfteich.jpg
Dorfteich in Caminau
Datei:Königswartha Caminau Aerial.jpg
Luftbild

Caminau, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf im sächsischen Landkreis Bautzen. Seit 1936 ist es ein Ortsteil der Gemeinde Königswartha. Caminau zählt zum Siedlungsgebiet der Sorben in der Oberlausitz.

Caminau befindet sich direkt an der Bundesstraße 96 nördlich von Königswartha und ist umgeben von zahlreichen Fischteichen. Im Dezember 2022 hatte der Ortsteil 110 Einwohner.<ref>Stadt Königsbrück - Daten und Fakten. Abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref>

Geschichte

Caminau wurde 1532 als Camen erstmals erwähnt. Der Ortsname bedeutet etwa „steiniger Ort“, entsprechend dem sorbischen Wort kamjeń für Stein. Im Jahr 1773 lebten im Ort fünf „besessene Mann“, drei Gärtner und fünf Häusler.

Um 1900 entdeckte man beim Brunnenbohren ein reiches Kaolinvorkommen, das seit 1904 im Tagebau abgebaut wird. Das daraus hervorgegangene Kaolinwerk Caminau ist heute einer der größten industriellen Arbeitgeber in der Region.

Seit dem 1. April 1936 gehört Caminau zur Gemeinde Königswartha.

Unter Archäologen ist Caminau durch sein prähistorisches Gräberfeld bekannt, das 1904 beim Aufschluss der Kaolingrube entdeckt wurde. Es erstreckt sich auf einem Areal von 500 × 200 Metern und gehört zu den bedeutendsten der Lausitz. Die ältesten nachgewiesenen Grabanlagen datieren aus der Zeit der Schnurkeramik, die jüngsten um 500 v. Chr.

Bevölkerung und Sprache

Für seine Statistik über die sorbische Bevölkerung in der Oberlausitz ermittelte Arnošt Muka in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungszahl von 174, darunter 164 Sorben (94 %) und zehn Deutsche.<ref name="Muka">Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954.</ref> Der Sprachwechsel zum Deutschen erfolgte überwiegend bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

Sehenswürdigkeiten

Burgruine Caminau

Eine Kunstburg, die im Rahmen verschiedener Arbeitsbeschaffungsmassnahmen zur Sanierung und Rekultivierung des ehemaligen Tagebaugeländes des Caolinwerkes Caminau erbaut wurde.

Totholzpark Caminau

In einem stillgelegten Kaolin-Bergwerk (Tagebau) wurde ein dendrologischer Lehrpfad mit Feuchtbiotop eingerichtet. Alles eingebettet in einen Totholzpark mit Pseudoruine inklusive Amphitheater sowie Waldspielplatz mit Waldschule.

Literatur

Weblinks

Commons: Caminau/Kamjenej – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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