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Anne Lenze

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 12:53 Uhr durch imported>Anne Lenze (Die Ausführungen wurden auf den neusten Stand gebracht.).
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Anne Lenze (* 1959) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin.

Leben

Nach dem Studium der evangelischen Theologie und der Rechtswissenschaft an der Universität Bochum 1979 bis 1980, wechselte Lenze an die Universität Bremen, um dort ihr Studium der Rechtswissenschaft fortzusetzen. Dem ersten Staatsexamen folgte ein achtmonatiger Studienaufenthalt an der Universität Berkeley, bevor sie im November 1985 das zweite juristische Staatsexamen ablegte. Von 1986 bis 1989 arbeitete Lenze als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen. Im Jahr 1988 wurde sie dort mit einer Arbeit über die rechtliche Bewertung der Hausfrauenarbeit promoviert. Lenze war Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst.

Die Tätigkeit als Richterin am Sozialgericht Bremen schloss sich von 1989 bis 1996 an.

Zum September 1996 erhielt Lenze einen Ruf als Professorin an den Fachbereich Sozialpädagogik der Hochschule Darmstadt, wo sie seitdem tätig ist. Lehrgebiet ist das Recht der Sozialen Sicherung. Im Juni 2004 erfolgte die Habilitation an der Universität Frankfurt mit einer Arbeit über die verfassungsrechtlichen und europarechtlichen Probleme der Rentenreform. Lenze wurde die venia legendi für Öffentliches Recht, Europarecht und Sozialrecht verliehen.<ref>Sämtliche Angaben zur Biografie sind der <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Homepage des Lehrstuhls (Memento vom 8. März 2010 im Internet Archive) an der Hochschule Darmstadt sowie der Habilitationsschrift (S. iv) entnommen.</ref>

Wirken

Lenze ist vor allem mit Arbeiten über die Reform des Sozialstaats hervorgetreten. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Fragen des sozialen Ausgleichs zwischen den Generationen und der sozialen Gerechtigkeit, außerdem mit den Berührungspunkten von Sozialrecht und Steuerrecht. Sie tritt für die Einführung der Bürgerversicherung ein. Im Zusammenhang mit der Neuregelung der Grundsicherung für Arbeitsuchende hat sie die Berechnung des Regelsatzes für Kinder kritisiert. Lenze hat die Neuregelung der Regelsätze und der Bedarfe für Bildung und Teilhabe seit 2011 sowie das Datenschutzrecht im Lehr- und Praxiskommentars zum SGB II von Johannes Münder bearbeitet.<ref>Anne Lenze: Sozialgesetzbuch II. Grundsicherung für Arbeitsuchende. In: Johannes Münder (Hrsg.): Nomos Kommentar. Reihe Lehr- und Praxiskommentare. 4. Auflage. Nomos Verlag, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-5429-1 (LPK-SGB II, §§ 19, 20 SGB II einschl. Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz, §§ 28, 29, 50–52a SGB II).</ref> Seit 2024 ist sie Mitherausgeberin des Kommentars. Darüber hinaus tritt sie für mehr Steuergerechtigkeit von Eltern im Vergleich zu Kinderlosen ein.<ref>Anne Lenze: Schluss mit der Familienförderung! Vortrag beim Bundesverbandstag des Deutschen Familienverbands. 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. August 2012;.</ref> Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist Lenze als Gutachterin für die Friedrich-Ebert-Stiftung sowie für die Hans-Böckler-Stiftung tätig. Über zehn Jahre war sie Mitglied des Expertenbeirats bei der Bertelsmann-Stiftung im Rahmen des Programms "Wirksame Bildungsinvestitionen". In diesem Kontext sind Abhandlungen zur rechtlichen Lage von Alleinerziehenden und zur Einführung einer Kindergrundsicherung entstanden. Daneben gibt sie Interviews im Rundfunk und in der Presse, wo sie auch Beiträge zu aktuellen sozialpolitischen Fragen veröffentlicht.

Schriften (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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