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Erasto B. Mpemba

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Datei:Erasto Mpemba (1963).jpg
Erasto Mpemba als Schüler (~1963)

Erasto Bartholomeo Mpemba (* 1950; † 14. Mai 2023)<templatestyles src="FN/styles.css" /> Anm. war ein tansanischer Wildhüter, der in Schülertagen den nach ihm benannten Mpemba-Effekt wiederentdeckte, ein paradoxes Phänomen, bei dem heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefriert als kaltes Wasser.

Leben

Mpemba wurde 1950 geboren.<ref>Mpemba-Effekt. In: Brockhaus Enzyklopädie. Abgerufen am 4. März 2024.</ref> Im Alter von 13 Jahren besuchte er die Magamba Secondary School in Tanga,<ref name=":3" /> wo er den Mpemba-Effekt wiederentdeckte.<ref name=":0">E B Mpemba, D G Osborne: Cool? In: Physics Education. Band 4, Nr. 3, 1. Mai 1969, S. 172–175, doi:10.1088/0031-9120/4/3/312.</ref>

Mpemba wollte anfänglich Arzt werden, seine finanziellen Möglichkeiten hinderten ihn aber daran. Da die Arbeit mit Wildtieren eine Möglichkeit für ein Stipendium im Ausland bot, schrieb er sich am Mweka Wildlife College in Moshi ein.<ref>Bliss: The Teenager Who Disproved Thermodynamics: The Mpemba Effect. In: Medium. 31. Juli 2021, abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":3">The Mpemba Effect. Tanzanian Affairs, 1. Mai 1997, abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":4">Who killed Zinjanthropus? In: TEDxDar. 26. November 2011, abgerufen am 4. März 2024.</ref> Nach dem Erhalt seines Diploms stieg Mpemba 1967 zum Regional Natural Resources Officer in der Mara-Region auf. Es dauerte weitere acht Jahre, bis er sein Ziel, im Ausland zu studieren, erreichte:<ref name=":3" /><ref name=":4" /> Er absolvierte ein Studium im Naturschutzmanagement am Canberra College of Advanced Education (heute University of Canberra) in Australien und erwarb anschließend einen Master-Abschluss an der Sul Ross State University in Alpine, USA.<ref name=":4" /> Später wurde er Hauptbeauftragter für Wildmanagment im tansanischen Ministerium für Naturressourcen und Tourismus und im Jahr 2002 Vizevorsitzender der Arbeitsgruppe für die Bewirtschaftung von Wildtieren der African Forestry and Wildlife Commission.<ref name=":4" /><ref>African Forestry and Wildlife Commission (Hrsg.): Report of the 14th session of the Working Party on the Management of Wildlife and Protected Areas. 22. März 2002 (fao.org [PDF; 179 kB]).</ref> Im Jahr 2011 hatte er die Arbeit für das tansanische Ministerium niedergelegt und befand sich im Ruhestand.<ref name=":4" />

Mpemba war verheiratet und hatte Kinder; seine Frau war Ärztin.<ref name=":3" /> Mpembas Tod ist nicht eindeutig dokumentiert: Laut Christine Osborne, der Witwe des Physikers, der eine Schlüsselrolle bei der Dokumentation und Veröffentlichung von Mpembas Erkenntnissen spielte, verstarb Mpemba um das Jahr 2020.<ref name="quanta2022">Adam Mann: Controversy Continues Over Whether Hot Water Freezes Faster Than Cold. In: Quantamagazine. 29. Juni 2022, abgerufen am 4. März 2024.</ref><ref>Adam Mann: A Very Basic Experiment Is Stumping the World's Best Physicists. In: The Atlantic. 9. Juli 2022, abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Berichten von TRT Africa zufolge, ist er jedoch erst am 14. Mai 2023 mit 73 Jahren verstorben.<ref>Mpemba: The man who froze hot water faster than cold water. In: TRT Afrika. Abgerufen am 4. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wiederentdeckung des Mpemba-Effektes

Mpemba entdeckte das Phänomen als 13-jähriger Schüler 1963 während eines Kochkurses, als er bei der Zubereitung von Speiseeis aus Zeitmangel die Phase des Abkühlens an der Luft übersprang und so seine Milchmischung im Gefrierschrank unerwartet schneller gefror als die seiner Mitschüler.<ref>Andrej A Romanovsky: Which is the correct answer to the Mpemba puzzle? In: Temperature. Band 2, Nr. 1, 31. März 2015, ISSN 2332-8940, S. 63–64, doi:10.1080/23328940.2015.1009800.</ref><ref name=":1" /> Als Mpemba seinen damaligen Physiklehrer auf die Beobachtung ansprach, stellte dieser fest, dass Mpemba etwas durcheinander gebracht haben müsse und dieses Verhalten schlichtweg nicht möglich sei.<ref name=":1" />

Einige Jahre später lud der Leiter von Mpembas Schule den britischen Physiker Denis Osborne (1932–2014) von der University of Dar es Salaam ein, der einen Gastvortrag über seine Arbeit hielt.<ref name=":2" /> Mpemba stellte am Ende der Präsentation die Frage, die ihn schon so lange beschäftigte:

„If you take two beakers with equal volumes of water, one at 35°C and the other at 100°C, and put them into a refrigerator, the one that started at 100°C freezes first. Why?“

„Wenn man zwei Wasserbehälter mit gleichem Volumen, einen mit 35 Grad Celsius und den anderen mit 100 Grad Celsius, in einen Gefrierschrank stellt, gefriert der heißere zuerst. Warum?“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Erasto Mpemba

Anwesende Lehrer und Mitschüler hielten die Behauptung für absurd und verspotteten Mpemba für die Frage.<ref name=":2" /> Auch Osborne zeigte sich überrumpelt, er hatte ebenfalls niemals von einem solchen Verhalten gehört, konnte Mpembas Beobachtungen jedoch später selbst experimentell reproduzieren.<ref name=":2">Manon Bischoff: Inverser Mpemba-Effekt. In: Spektrum. 12. August 2020, abgerufen am 9. Mai 2023.</ref> Im Jahr 1969, während Mpembas Studium am College of African Wildlife Management in der Nähe von Moshi, wurde eine von ihm und Osborne verfasste Arbeit über das Phänomen veröffentlicht.<ref name=":0" /> Ob der Effekt tatsächlich existiert und was ihn gegebenenfalls erklären würde, wird weiterhin kontrovers diskutiert.<ref name="quanta2022" />

Weblinks

Anmerkungen

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Anm. 
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Einzelnachweise

<references />