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Millettieae

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Millettieae
Datei:Chinese Wisteria Blütentrauben.JPG

Wisteria sinensis

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Millettieae
Wissenschaftlicher Name
Millettieae
Miq.

Millettieae ist eine Tribus in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Ihre etwa 900 bis 920 Arten besitzen hauptsächlich Vorkommen in den Tropen und Subtropen weltweit. Nur Callerya erreicht auch gemäßigte Gebiete Chinas und Wisteria kommt auch in gemäßigten Gebieten des östlichen Asiens und Nordamerikas vor. Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung

Datei:Piscidia piscipula - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-109.jpg
Illustration von Piscidia piscipula

Erscheinungsbild und Blätter

Es handelt sich meist um verholzenden Pflanzen, die als Sträucher, selten Bäume oder Lianen wachsen. Nur die Gattung Tephrosia enthält selten einjährige oder öfter ausdauernde krautige Pflanzen.

Die gegenständig angeordneten Laubblätter bestehen aus einem gepolsterten Blattstiel und einer meist unpaarig gefiederte Blattspreite. An der Blattrhachis stehen sich die meist fünf bis 15 (drei bis über vierzig) Fiederblättchen meist paarweise gegenüber, selten stehen sie wechselständig; manchmal bis auf ein Fiederblatt reduziert. Die Nebenblätter fallen oft früh ab; Nebenblätter der Fiederblättchen können vorhanden sein.

Blütenstände und Blüten

Die Blütenstände sind sehr unterschiedlich aufgebaut, aber es sind keine verlängerten Trauben; die Blüten stehen zu mehreren zusammen und diese Bündel sind in pseudotraubigen oder pseudorispigen Gesamtblütenständen zusammengefasst. Manchmal stehen die Blütenstände an blattlosen Zweigen oder direkt am Hauptstamm. Es sind meist Deckblätter vorhanden.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die fünf Kelchblätter sind verwachsen und gestutzt oder enden mit vier bis fünf Kelchzähnen. Die Blütenkrone hat den typischen Aufbau der Schmetterlingsblütler. Die Fahnen können an ihrer Basis Schwielen besitzen. Die Flügel sind frei oder haften mehr oder weniger stark am Schiffchen an. Die Staubfäden der neun oder aller zehn Staubblätter sind untereinander verwachsen. Die Staubbeutel sind manchmal behaart. Meist ist ein röhriger Diskus vorhanden. Das einzige oberständige Fruchtblatt enthält ein bis zwölf Samenanlagen.

Datei:Starr 080530-4646 Milletia pinnata.jpg
Offene Hülsenfrucht mit Samen von Milletia pinnata

Früchte und Samen

Die manchmal kantigen Hülsenfrüchte besitzen holzige oder papierartige Klappen und öffnen sich bei Reife oder bleiben geschlossen. Die unterschiedlich geformten Samen besitzen eine harte oder holzige Samenschale (Testa).

Datei:Fabaceae (Callerya vasta) (15495328437).jpg
Callerya vasta
Datei:Derris scandens in Hyderabad, AP W IMG 4282.jpg
Habitus, Laubblätter und Hülsenfrüchte von Derris scandens
Datei:Millettia thonningii 1.jpg
Laubblätter, Blütenstände und Hülsenfrüchte von Millettia thonningii
Datei:Pongamia pinnata (Karanj) near Hyderabad W IMG 7634.jpg
Laubblätter und Blütenstände von Pongamia pinnata
Datei:Tephrosia purpurea (Unhali, Sarphonk, Wild Indigo) in Hyderabad, AP W IMG 9206.jpg
Tephrosia purpurea
Datei:Wisteria brachybotrys.jpg
Blütenstände von Wisteria brachybotrys

Systematik

Der 1855 durch Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Fl. Ned. Ind., 1 (1), S. 137 aufgestellte Name Millettieae <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq. hat nach den Regeln des ICBN (Internationaler Code der Botanischen Nomenklatur) Priorität vor Tephrosieae <templatestyles src="Person/styles.css" />(Benth.) Hutch.

Die Tribus Millettieae enthält etwa 43 bis 45 Gattungen<ref name="GRIN" /> mit 900 bis 920 Arten:

  • Afgekia <templatestyles src="Person/styles.css" />Craib: Die etwa drei Arten sind im südwestlichen China, Myanmar und Thailand verbreitet.
  • Aganope <templatestyles src="Person/styles.css" />Miq.: Die etwa sieben Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika, Asien, sowie auf Pazifischen Inseln verbreitet.
  • Antheroporum <templatestyles src="Person/styles.css" />Gagnep.: Die etwa fünf Arten sind im südlichen China, Thailand und Vietnam verbreitet.
  • Apurimacia <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms: Die zwei bis vier Arten sind in Südamerika verbreitet.
  • Austrosteenisia <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Geesink: Die nur zwei Arten sind in Australien und Neuguinea verbreitet.
  • Behaimia <templatestyles src="Person/styles.css" />Griseb.: Mit der einzigen Art:
    • Behaimia cubensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Griseb.: Sie kommt nur auf Kuba vor. Diese gefährdete Art wächst in Waldland und trockenen immergrünen Wäldern auf Hundezahn-Kalkfelsen, felsigen Terrassen und Klippen.<ref name="IUCNbc" />
  • Bergeronia <templatestyles src="Person/styles.css" />Micheli: Mit der einzigen Art:
  • Burkilliodendron <templatestyles src="Person/styles.css" />Sastry: Mit der einzigen Art:
  • Callerya <templatestyles src="Person/styles.css" />Endl.: Die etwa 30 Arten sind im südlichen und südöstlichen Asien, Australien, sowie in Neuguinea verbreitet.
  • Chadsia <templatestyles src="Person/styles.css" />Bojer: Die etwa 18 Arten kommen in Madagaskar vor.
  • Craibia <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms & Dunn: Die etwa zehn Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Craspedolobium <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms: Mit der einzigen Art:
  • Dahlstedtia <templatestyles src="Person/styles.css" />Malme: Mit der einzigen Art:
  • Dalbergiella <templatestyles src="Person/styles.css" />Baker f.: Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Deguelia <templatestyles src="Person/styles.css" />Aubl.: Die etwa 16 Arten sind in Südamerika verbreitet.
  • Derris <templatestyles src="Person/styles.css" />Lour.: Die etwa 50 Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika, Asien, Australien, sowie auf Pazifischen Inseln verbreitet.
  • Dewevrea <templatestyles src="Person/styles.css" />Micheli: Die nur ein oder zwei Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Disynstemon <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Vig.: Mit der einzigen Art:
  • Endosamara <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Geesink: Die nur ein oder zwei Arten sind von Indien bis zu den Philippinen verbreitet.
  • Fordia <templatestyles src="Person/styles.css" />Hemsl.: Die etwa acht Arten sind in Südostasien verbreitet.
  • Hesperothamnus <templatestyles src="Person/styles.css" />Brandegee: Die etwa drei Arten sind in Mexiko verbreitet.
  • Kunstleria <templatestyles src="Person/styles.css" />Prain: Die etwa acht Arten sind in Asien verbreitet.
  • Leptoderris <templatestyles src="Person/styles.css" />Dunn: Die etwa 20 Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Lonchocarpus <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth: Bis auf eine afrikanische Art sind alle 150 Arten in der Neotropis verbreitet.
  • Margaritolobium <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms: Mit der einzigen Art:
  • Millettia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wight & Arn.: Die etwa 100 Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika, Asien und Australien verbreitet. Darunter auch:
    • Millettia pinnata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Panigrahi, die vielfach auch als Pongamia pinnata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Merrill bekannt war.
  • Mundulea <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Benth.: Die etwa zwölf Arten sind in Madagaskar verbreitet, eine davon kommt auch in Afrika und Südostasien vor.
  • Ostryocarpus <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.: Die nur zwei Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Paraderris <templatestyles src="Person/styles.css" />(Miq.) R.Geesink: Die etwa 15 Arten sind von Südostasien bis Neuguinea verbreitet.
  • Philenoptera <templatestyles src="Person/styles.css" />Hochst. ex A.Rich.: Die etwa 15 Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Piscidia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.: Die etwa acht Arten sind in Zentralamerika und auf den Karibischen Inseln verbreitet.
  • Platycyamus<templatestyles src="Person/styles.css" /> Benth.: Die nur zwei Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.
  • Platysepalum <templatestyles src="Person/styles.css" />Welw. ex Baker: Die etwa zwölf Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Pongamia <templatestyles src="Person/styles.css" />Adans. (heute in Milletia <templatestyles src="Person/styles.css" />Wight & Arn.): Mit der einzigen Art Pongamia pinnata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Merrill, die heute besser als Millettia pinnata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Panigrahi bezeichnet wird.
  • Pongamiopsis <templatestyles src="Person/styles.css" />R.Vig.: Die nur zwei Arten kommen in Madagaskar vor.
  • Ptycholobium <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms: Die etwa drei Arten sind von Afrika bis zur Arabischen Halbinsel verbreitet.
  • Pyranthus <templatestyles src="Person/styles.css" />Du Puy & Labat: Mit etwa sechs Arten.
  • Requienia <templatestyles src="Person/styles.css" />DC.: Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Sarcodum <templatestyles src="Person/styles.css" />Lour.: Die etwa drei Arten kommen in Südostasien und auf den Salomonen vor.
  • Schefflerodendron <templatestyles src="Person/styles.css" />Harms: Die drei bis vier Arten sind in Afrika verbreitet.
  • Sylvichadsia <templatestyles src="Person/styles.css" />Du Puy & Labat: Die etwa vier Arten kommen in Madagaskar vor.
  • Tephrosia <templatestyles src="Person/styles.css" />Pers.: Die etwa 400 Arten sind in tropischen und subtropischen Gebieten weltweit verbreitet.
  • Wisteria <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Die etwa sechs Arten sind im östlichen Asien und in Nordamerika verbreitet.
  • Xeroderris <templatestyles src="Person/styles.css" />Roberty: Mit der einzigen Art:

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Taxonomie der Tribus Millettieae bei GRIN. </ref> <ref name="IUCNbc"> [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2010. Eingestellt von: A.E. Areces-Mallea, 1998. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Millettieae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien