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Rhumel

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Rhumel
Rhummel, Rummel, Unterlauf: Oued El Kébir
Datei:Constantine, les gorges du Rhummel, l'arche naturelle et le pont suspendu.jpg
Rhumel bei Constantine

Rhumel bei Constantine

Daten
Lage nordöstliches
AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Algerien
Flusssystem Rhumel
Quelle Im Tellatlas oberhalb des Ortes Bellaa (Wilaya Sétif)
36° 12′ 42″ N, 5° 51′ 18″ O
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Quellhöhe ca. 1090 m
Mündung Mittelmeer, bei JijelKoordinaten: 36° 52′ 20″ N, 6° 5′ 8″ O
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Mündungshöhe m
Höhenunterschied ca. 1090 m
Sohlgefälle ca. 5,2 ‰
Länge 208 km<ref name=core/>
Einzugsgebiet 8800 km²<ref>Horizon - Analyse des relations entre écoulements superficiels et souterrains à partir des hydrogrammes des cours d’eau Application au bassin du Kebir-Rhumel dans le Constantinois (Algérie)</ref>
Abfluss am Pegel El Ancer<ref name=core/>
AEo: 8735 km²
Lage: 10 km oberhalb der Mündung
MNQ 1972–1979
MQ 1972–1979
Mq 1972–1979
MHQ 1972–1979
3,38 m³/s
27,4 m³/s
3,1 l/(s km²)
62,55 m³/s
Linke Nebenflüsse Oued Athmenia, Oued Endja, Oued Tara, Oued Irdjana
Rechte Nebenflüsse Oued Seguen, Oued Boumeruoug, Oued Smendou, Oued Bou Slaba
Durchflossene Stauseen Stausee Oued Athmenia, Stausee Beni Haroun
Großstädte Constantine
Kleinstädte Tadjenanet, Chelghoum Laïd, Oued Athmenia, Aïn Smara, El Milia
Datei:Rhumel Kebir Basin OSM.png
Das Einzugsgebiet des Rhumel-Kebir

Das Einzugsgebiet des Rhumel-Kebir

Der Rhumel (auch Rhummel, Rummel) ist ein Fluss im nordöstlichen Algerien, der vor allem durch seine tiefe Schlucht in Constantine bekannt ist.

Beschreibung

Der Rhumel entspringt etwa 70 km westlich von Constantine in etwa 1090 m Höhe im Tellatlas oberhalb des Ortes Bellaa in der Provinz Sétif.<ref>Die Angaben in diesem Artikel beruhen weitgehend auf Google Earth und Google maps</ref> Er fließt zunächst in südöstlicher Richtung nach Tadjenanet an der Grenze zur Provinz Mila. Von dort schlängelt er sich in östlicher Richtung in dem weiten Hochtal, das auch von der Nationalstraße N 5 nach Constantine benutzt wird. Dabei fließt er über Chelghoum Laïd (ex Châteaudun-du-Rhumel) und durch einen Stausee vor dem Ort Oued Athmania. Bei Aïn Smara verengt sich das Tal, das zu dem weiter nordöstlich auf einem hohen Felsplateau liegenden Constantine führt. Dort, bei den Ruinen des römischen Aquädukts, verschwindet der Fluss in einer anfangs schon über 100 m tiefen, Oued Rhumel genannten Schlucht um die Altstadt herum. Bis zum anderen Ende im Norden der Altstadt wird die Schlucht über 175 m tief, wobei der Rhumel sie über einen Wasserfall verlässt, der weitere rund 30 m in die Tiefe stürzt.

Datei:Pont des chutes.jpg
Der Rhumel im Ausgang der Schlucht in Constantine

In vorgeschichtlicher Zeit hat sich der Fluss Rhumel nicht etwa in den Kalkfelsen eingeschnitten, sondern sich einen Weg unter dem Felsplateau von Constantine hindurch gesucht. Im Lauf der Zeit stürzte die Decke dieses unterirdischen Flusses immer weiter ein, so dass eine Schlucht mit fast senkrechten Wänden entstand, die der Altstadt von Constantine eine sichere, von dem übrigen Plateau getrennte Lage bot.<ref>Géographie auf Constantine d'hier & d'aujourd'hui, private Website von Serge Gilard</ref> Reste dieser Decke und damit des unterirdischen Flusses sind in der Schlucht heute noch vorhanden.

Unterhalb von Constantine wird der Fluss Oued El Kébir genannt und in einiger Entfernung ständig von der N 27 begleitet. Er fließt in nordwestlicher Richtung durch das weite Hügelland und mündet bei Grarem in den ausgedehnten Stausee Beni Haroun. Hinter dessen Damm beginnen die Gorges de Beni Haroun bzw. Gorges de Jijel, eine Folge enger Bergtäler, durch die der Fluss den Tellatlas durchquert und mit deutlichem Gefälle an El-Milia vorbei etwa 30 km östlich von Jijel ins Mittelmeer fließt.

Der Rhumel überwindet eine in Straßenkilometer gerechnete Entfernung von rund 200 km. Sein Wasser wird in erheblichem Maße landwirtschaftlich genutzt, so dass er nur nach reichlichen Niederschlägen nennenswerte Wassermengen führt.

Hydrometrie

Die Durchflussmenge des Rhumel wurde an der hydrologischen Station El Ancer bei dem größten Teil des Einzugsgebietes, über die Jahre 1972 bis 1979 gemittelt, gemessen (in m³/s).<ref name=core>Impact de la pollution urbaine sur les eaux de surface du Grand Constantinois</ref>

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Quelle: Impact de la pollution urbaine sur les eaux de surface du Grand Constantinois

Erosion im Einzugsgebiet

Durch die unregelmäßigen Niederschläge und die spärliche Vegetation, sowie das unregelmäßige Relief, gehört Nordwestalgerien zu den Regionen, die am stärksten von Bodenerosion betroffen sind. Im Falle des Rhumel, sind das durchschnittlich 782 t Sediment pro km² Einzugsgebiet im Jahr.<ref>Analyse Spatiale et temporelle des transports sédimentaires dans les hydro-systèmes du Nord-Ouest de l’Algérie, Seite 34, 7. April 2021, abgerufen am 1. Dezember 2024</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Rhummel River – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien