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Abrus

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Abrus
Datei:Abrus precatorius W IMG 1578.jpg

Paternostererbse (Abrus precatorius)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Abreae
Gattung: Abrus
Wissenschaftlicher Name der Tribus
Abreae
Hutch.
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Abrus
Adans.

Abrus ist die einzige Pflanzengattung der Tribus Abreae innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Diese Gattung kommt mit etwa 17 Arten in den Tropen und Subtropen der Alten Welt vor.

Beschreibung

Datei:Köhler's Medizinal-Pflanzen in naturgetreuen Abbildungen mit kurz erläuterndem Texte (Plate 190) (8231761257).jpg
Illustration der Paternostererbse (Abrus precatorius)
Datei:Abrus precatorius flowers at Neeliyarkottam (1).jpg
Blütenstand mit zygomorphen Blüten der Paternostererbse (Abrus precatorius)
Datei:Abrus precatorius Rosary pea - at Mayyil (27).jpg
Reife offene Hülsenfrucht mit Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius)

Erscheinungsbild und Blätter

Bei den Abrus-Arten handelt es sich um Sträucher, die meist klimmend oder mit überhängenden Zweigen wachsen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreiten sind paarig gefiedert, mit vielen Paaren von Fiederblättchen. Die Blattrhachis endet mit einer Borste. Es sind keine Nebenblätter vorhanden.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten

In end- oder seitenständigen, traubigen Gesamtblütenständen stehen jeweils mehrere Blüten in bündeligen Teilblütenständen zusammen.<ref name="FoC" />

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, gestutzt mit kurzen Kelchzähnen. Die Blütenkrone besitzt den typischen Aufbau einer Schmetterlingsblüte.<ref name="FoC" /> Die genagelte, eiförmige Fahne ist mehr oder weniger stark mit den Staubfäden verwachsen. Die Flügel sind schmal sichelförmig bis länglich.<ref name="FoPakistan" /> Es sind nur neun Staubblätter vorhanden. Die Staubfäden sind miteinander verwachsen und die Staubbeutel sind alle gleich. Das einzelne Fruchtblatt enthält viele Samenanlagen.<ref name="FoC" /> Der Griffel ist kahl.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen

Die abgeflachten, zweifächerigen Hülsenfrüchte sind gekammert, zerfallen aber nicht in einzelne Abschnitte und enthalten einige Samen.<ref name="FoC" /> Die fast kugeligen bis ellipsoiden Samen besitzen eine glänzende, manchmal leuchtend gefärbte Oberfläche.<ref name="FoC" />

Systematik und Verbreitung

Die Erstveröffentlichung des Gattungsnamens Abrus erfolgte 1763 durch Michel Adanson in Familles des Plantes, 2, S. 327, 511.<ref name="Tropicos" /> Typusart ist Abrus precatorius <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung der Abrus ist die einzige Gattung der Tribus Abreae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="GRIN" /> Die Tribus Abreae wurde durch John Hutchinson in The Genera of Flowering Plants, 1, 1964, S. 451 veröffentlicht<ref name="TropicosAbreae" /> und stützt sich auf die lateinische Veröffentlichung von Abrinae: Wight & Arn. ex Endl.: Gen. Pl., 1840, S. 1301.

Die Gattung Abrus kommt in den Tropen und Subtropen der Alten Welt vor. Sieben bis neun Arten kommen in Afrika und fünf Arten nur in Madagaskar<ref name="CoPMadagascar" /> vor.

Datei:Abrus pulchellus flowers.JPG
Abrus pulchellus

Es gibt etwa 17 Abrus-Arten (hier mit Angabe ihrer Verbreitungsgebiete)<ref name="ILDIS" />:

Datei:Abrus precatorius seeds.jpg
Die rot-schwarzen Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius)

Inhaltsstoffe und Giftigkeit

Nur von wenigen Abrus-Arten sind Informationen zu Inhaltsstoffen und Giftigkeit bekannt. Die Samen der Paternostererbse (Abrus precatorius) gelten als sehr giftig.<ref name="Hegnauer2001" />

Quellen

Literatur

  • Bao Bojian (包伯坚), Michael G. Gilbert: Abreae in der Flora of China, Volume 10, 2010, S. 194 PDF-Online. (Abschnitte Beschreibung und Systematik)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="TropicosAbreae"> Abreae bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Abrus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt Abrus bei International Legume Database Information Service = ILDIS - LegumeWeb - World Database of Legumes, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="CoPMadagascar"> Eintrag im Catalogue of the Plants of Madagascar .Abrus bei Tropicos.org. In: Catalogue of the Vascular Plants of Madagascar. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoPakistan"> S. I. Ali: Papilionaceae in der Flora of Pakistan: Abrus bei Tropicos.org. In: Flora of Pakistan. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Bao Bojian (包伯坚), Michael G. Gilbert: Abreae in der Flora of China, Volume 10, 2010, S. 194 PDF-Online. </ref> <ref name="Hegnauer2001"> Robert Hegnauer: Chemotaxonomie der Pflanzen. XIB-2: Leguminosae Teil 3: Papilionoideae. Springer, 2001, ISBN 3-7643-5862-9, S. 161–168 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Abrus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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