Zum Inhalt springen

Moschops

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. Februar 2026 um 09:40 Uhr durch imported>Serols (Änderungen von ~2026-81817-0 (Diskussion) auf die letzte Version von Erbsenesche zurückgesetzt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Moschops
Datei:Moschops capensis.jpg

Zeichnerische Lebendrekonstruktion von Moschops capensis

Zeitliches Auftreten
Oberperm
ca. 255 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Therapsiden (Therapsida)
Eutherapsida
Dinocephalia
Titanosuchia
Tapinocephalidae
Moschops
Wissenschaftlicher Name
Moschops
Broom, 1911
Art
  • Moschops capensis Broom, 1911

Moschops (griech. „Kalbsgesicht“ aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) móschos „Kalb“ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) óps „Gesicht, Auge“) ist eine ausgestorbene Gattung der Dinocephalia. Die Fossilien von Moschops stammen aus dem Oberperm von Südafrika und werden auf ein Alter von 255 Mio. Jahren datiert. Die Überreste der einzigen bekannten Art Moschops capensis wurden erstmals 1911 von Robert Broom beschrieben.

Merkmale

Datei:Moschops.jpg
Skelettrekonstruktion von Moschops nach Robert Broom

Moschops wurde zweieinhalb Meter lang.<ref name="greg">Gregory William 1926 S. 187</ref> Der Brustkorb war mit 25 paarigen Rippen sehr groß. Die Gliedmaßen waren kräftig, im Verhältnis dazu waren die Füße eher klein. Die Hinterbeine wurden schon direkt unter dem Körper gehalten, etwa so wie bei Säugetieren, die Vorderbeine allerdings spreizten vom Körper ab, so wie bei den Reptilien. Der Kopf des Tieres war im Vergleich zur Körpergröße sehr klein; dies erinnert noch an die herbivoren Pelycosaurier. Die Schnauze war abgerundet, allerdings stieg der hintere Teil zu einer breiten, massiven Struktur an. Das Schädeldach war bis zu 10 cm dick. Es war jedoch nicht so stark gewölbt wie beim nahen Verwandten Tapinocephalus.

Entdeckungsgeschichte

Fossilien von Moschops wurden zum ersten Mal von Robert Broom in der Ecca-Gruppe (Teil der Karoo-Supergruppe) in Südafrika gefunden. Die stratigraphische Zuordnung war unsicher, da aber in der Nähe Pareiasaurus-Fossilien gefunden wurden, erscheint die Zuordnung wahrscheinlich. Die Fossilien umfassen einen Holotypus (AMNH 5550) und sieben Typotypen (AMNH 5551-5557). Die Schädel der Exemplare sind unterschiedlich verdickt, laut Broom liegt das an unterschiedlichen Geschlechtern/Altersklassen. Die Exemplare wurden 1910 an das American Museum of Natural History in New York gesendet und 1911 beschrieben.<ref name="greg2">Gregory William 1926 S. 181</ref>

Systematik

Moschops ist ein Dinocephalia. Er gehört zur Familie der Tapinocephalidae, deren Schwestertaxon die Titanosuchidae sind.<ref name="RLC">Robert L. Carroll: Paläontologie und Evolution der Wirbeltiere. Thieme-Verlag, Stuttgart, 1993, ISBN 3-13-774401-6</ref> Beide werden als Tapinocephalia<ref name=RLC /> bzw. Titanosuchia<ref>Thomas S. Kemp: The Origin & Evolution of Mammals. Oxford University Press, Oxford 2005. ISBN 0198507615.</ref> zusammengefasst.

Paläobiologie

Datei:Tapinocephalidae - Moschops capensis.JPG
Der Schädel von Moschops capensis im American Museum of Natural History, New York

Moschops besaß meißelförmige, stumpfe Zähne, mit denen er seine pflanzliche Nahrung abriss und zerkleinerte.<ref name="Parker">Steven Parker: Dinosaurier; 2004, Verlagsgruppe Weltbild; ISBN 3828960316; S. 108.</ref> Man vermutet, dass Moschops in kleinen Herden niedrige Vegetation abweidete.<ref>John Malam, Steven Parker: Das Reich der Dinosaurier; 2003; Scriptorium, Köln; ISBN 1-40541-317-4; S. 31.</ref>

Pachyostose

Das Schädeldach des Tieres war verdickt (Pachyostose). Wahrscheinlich wurde es zum Kopfstoßen genutzt, ähnlich wie bei Schafen, Ziegen oder den Pachycephalosauriern. Dabei traf die Hauptkraft des Stoßes auf den verdickten dorsalen Schild des Schädels und wurde über die Seiten zum dicken und deutlich unter dem Schädel verlagerten Gelenkknorren des Hinterhauptsbeins (Condylus occipitalis) übertragen. Der Gelenkknorren lag genau auf der Verbindungslinie zwischen Wirbelsäule und dem Auftreffpunkt auf dem Schädeldach. Der Stoß wurde von da auf die Halswirbelsäule geleitet und in die kräftige Schulterregion übertragen.

Quellen

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. Gregory William: The skeleton of Moschops capensis, a dinocephalian reptile from the Permian of South Africa. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. Band 56, Nr. 3, 1926, S. 179–251 (online).
  • Michael J. Benton: Paläontologie der Wirbeltiere. 2007, ISBN 3-89937-072-4, S. 139 bis 140

Einzelnachweise

<references />