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Angeac-Champagne

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Angeac-Champagne
Datei:Blason ville fr Angeac-Champagne 16.svg
Staat FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Charente (16)
Arrondissement Cognac
Kanton Charente-Champagne
Gemeindeverband Grand Cognac
Koordinaten 45° 36′ N, 0° 18′ WKoordinaten: 45° 36′ N, 0° 18′ W
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Höhe 17–83 m
Fläche
Einwohner 495 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 16130
INSEE-Code 16012
Datei:Angeac-Champagne1.JPG
Mairie (Rathaus) von Angeac-Champagne

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Datei:Angeacc eg1.JPG
Kirche Saint-Vivien
Datei:Angeacc logis1.JPG
Logis d’Angeac
Datei:Angeac-Champ Roissac4.jpg
Château de Roissac
Datei:Roissac2.JPG
Waschplatz und Viehtränke

Angeac-Champagne [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ɑ̃ˈʒak ʃɑ̃ˈpaɲ] ist ein Dorf und eine Gemeinde mit 495 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im französischen Département Charente im Süden der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Cognac und zum Kanton Charente-Champagne. Der Namenszusatz „Champagne“ bezieht sich auf die Lage des Ortes in der Grande Champagne, dem besten Anbaugebiet des Cognac.

Lage

Angeac-Champagne liegt etwa zwölf Kilometer (Fahrtstrecke) südöstlich der Stadt Cognac auf einer Höhe von 40 bis 70 Metern ü. d. M. Nachbargemeinden von Angeac-Champagne sind Gensac-la-Pallue (6,5 Kilometer nordöstlich), Segonzac (8,5 Kilometer östlich), Juillac-le-Coq (4,5 Kilometer südöstlich), Saint-Fort-sur-le-Né (4,5 Kilometer südlich), Salles-d’Angles (3,5 Kilometer westlich) und Genté (2,5 Kilometer nordwestlich).

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 489 470 439 473 499 494 509

Bei der ersten Volkszählung in Frankreich im Jahre 1793 hatte der Ort 315 Einwohner; Mitte des 19. Jahrhunderts stieg die Bevölkerung zeitweise auf über 900 an, um nach dem Ende der Reblauskrise (ca. 1865–1885), die in nahezu allen Weinbauregionen Frankreichs einen deutlichen Rückgang der Bevölkerung zur Folge hatte, auf etwa 600 zurückzugehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es dann nur noch etwa 500 Einwohner.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft und vor allem der Weinbau spielten in den Dörfern der Charente immer schon eine wichtige Rolle. Während Getreide, Gemüse und Ölsaaten (Sonnenblumen) vorwiegend für den eigenen Bedarf angebaut wurden, konnte man mit dem Wein- (später auch Branntwein-) Export nach England, Schottland und andere Länder Nordeuropas gutes Geld verdienen, wobei sich allerdings die Weinbauern mit dem geringeren Teil des Verdienstes begnügen mussten. Heute gehört das Südufer der Charente bei Salles-d’Angles zur Lage der Grande Champagne innerhalb des großen Anbaugebiets der Cognac-Weine.

Geschichte

Protohistorische runde Gräben befinden sich in den Ortsteilen Penchant de Lorimont und l'Houme, eckige in Les Chirons. Römische Villen werden in den Ortsteilen Les Puits d’Angeac und la Chabanne vermutet, ein mittelalterliches Haus in Les Branges<ref>Christian Vernou, La Charente, Maison des Sciences de l’Homme, Paris, collection „Carte archéologique de la Gaule“, 1993, S. 201–203 (ISBN 2-87754-025-1)</ref>. Reste eines Hauses, das auf die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts geschätzt wurde, wurden 1904 gefunden, allerdings geriet der genaue Fundort wieder in Vergessenheit<ref>Ministère de la Culture – Mérimée, IA00041978 (http://www.culture.gouv.fr/public/mistral/mersri_fr?ACTION=CHERCHER&FIELD_1=REF&VALUE_1=IA00041978)</ref>. Hierbei könnte es sich um den Hof „Andiacum“ handeln, den Ludwig der Fromme 796 (damals noch als König von Aquitanien) als eine seiner Winterresidenzen bezeichnete, in denen er aber nur jedes vierte Jahr sein werde, um deren Wirtschaftskraft nicht überzustrapazieren.<ref>Astronomus, Vita Hludowici, zum Jahr 796</ref> Karl der Große selbst hielt sich bereits ein Vierteljahrhundert zuvor, im Juli 769, hier auf<ref>D Kar 1 059, Juli 769</ref>. Andiacum wird auch in einem Gedicht von Ermoldus Nigellus erwähnt<ref>„Ad Pippinum regem“ Vers 7-14, in: Monumenta Germaniae Historica. Ermoldi Nigelli carmina. Poetae Latini medii aevi 2: Poetae Latini aevi Carolini (II). Herausgegeben von Ernst Dümmler. Berlin 1884, S. 79/80; siehe auch: Sigurd Abel. Jahrbücher des Fränkischen Reiches unter Karl dem Großen. Fortgesetzt von Bernhard von Simson. Band 2: 789-814 (Jahrbücher der deutschen Geschichte). 1866. Reprint 2005. Fußnote Seite 90/91. ISBN 1-4212-4550-7</ref>.

Im Mittelalter war Angeac eine Niederlassung der Tempelritter, gehörte später zum Marquisat d’Archiac, das häufig die besitzende Familie wechselte<ref>http://jm.ouvrard.pagesperso-orange.fr/armor/fami/a/archiac.htm</ref>. 1793 wurde die Gemeinde Angeac, die damals noch zum Kanton Salles gehörte, aus mehreren Weilern geschaffen. 1801 nahm Angeac den Namenszusatz Champagne an, um vom nahegelegenen Angeac-Charente unterschieden werden zu können, und wurde dem Kanton Segonzac zugeschlagen.

Sehenswürdigkeiten

  • Die Ursprünge der Pfarrkirche Saint-Vivien gehen auf das 11. Jahrhundert zurück, doch stammt der heutige Bau im Wesentlichen aus dem 12. (Turm und Langhaus), 16. (Strebepfeiler und Umbau zur Wehrkirche) und 19. (Fenster und Gewölbe) Jahrhundert. Das einschiffige Langhaus mit seinen schmalen Fenstern ist mit einer Spitztonne überwölbt und hat einen flachen Chorschluss mit einem Maßwerkfenster. Der Bau ist seit dem Jahr 1986 in die Liste der Monuments historiques<ref>Angeac-Champagne, Église Saint-Vivien in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> eingetragen.
  • Der Landsitz Logis d’Angeac stammt teilweise noch aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde jedoch im 18. und im 19. Jahrhundert instand gesetzt bzw. umgebaut. Es ist ebenfalls seit 1986 als Monument historique<ref>Angeac-Champagne, Logis d’Angeac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> anerkannt.
  • Das Manoir de Lorimont stammt aus dem 19. Jahrhundert. Es befindet sich in Privatbesitz und ist seit 1986 als Monument historique<ref>Angeac-Champagne, Manoir de Lorimont in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> eingetragen.
  • Ein Vorgängerbau des Schlosses Roissac ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) stammt wohl noch aus gallorömischer Zeit. Die Existenz einer mittelalterlichen Burg in Roissac ist urkundlich belegt. Das heutige Schloss Roissac mit seinem hochaufragenden Mansarddach stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde um 1830 umgebaut und ist seit 1989 als Monument historique<ref>Angeac-Champagne, Château de Roissac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref><ref>Angeac-Champagne, Château de Roissac in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> anerkannt. Der Bau befindet sich in Privatbesitz.
  • Die Brunnenanlage in Roissac mit ihren in einer Reihe angeordneten steinernen Wasserbecken diente sowohl als Waschplatz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wie auch als Viehtränke ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)). Sie wurde um 1850 erbaut und ist seit 1986 als Monument historique<ref>Angeac-Champagne, Fontaine in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)</ref> eingetragen.
  • Mehrere Bauernhäuser und Mühlen in der Umgebung sind ebenfalls von historischem Wert.<ref>Bauernhäuser und Mühlen in der Umgebung</ref>

Weblinks

Commons: Angeac-Champagne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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