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Hydroxylammoniumnitrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Hydroxylammoniumnitrat
Allgemeines
Name Hydroxylammoniumnitrat
Andere Namen
  • Hydroxylaminnitrat
  • HAN
Summenformel [NH3OH]NO3
Kurzbeschreibung

Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 236-691-2
ECHA-InfoCard 100.033.342
PubChem 26045
ChemSpider 24259
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 96,05 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,841 g·cm−3<ref name="IUCR" />

Schmelzpunkt

100 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.033.342">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 201​‐​351​‐​311​‐​302​‐​373​‐​319​‐​315​‐​317​‐​400
P: 273​‐​280​‐​305+351+338<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>
Toxikologische Daten

882 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref>Toxikologische Bewertung von Vorlage:Linktext-Check (PDF) bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Hydroxylammoniumnitrat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Nitrate und ein Salz von Hydroxylamin.

Gewinnung und Darstellung

Hydroxylammoniumnitrat kann durch Reaktion von Hydroxylammoniumsalzen wie Hydroxylammoniumsulfat oder Hydroxylammoniumchlorid mit Nitraten wie Bariumnitrat, Natriumnitrat, Kaliumnitrat oder Calciumnitrat gewonnen werden.<ref>Patent US5182092A: Hydroxylammonium nitrate process. Angemeldet am 1. März 1976, veröffentlicht am 26. Januar 1993, Anmelder: US Navy, Erfinder: Thomas Liggett.</ref> Es kann auch durch Elektrosynthese aus Salpetersäure gewonnen werden.<ref>Ralph E. White; Modern Aspects of Electrochemistry; ISBN 978-1-4419-0654-0</ref>

Eigenschaften

Hydroxylammoniumnitrat ist ein Feststoff mit monokliner Kristallstruktur.<ref name="IUCR">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Er zersetzt sich bei Erhitzung über 100 °C explosionsartig, wobei Wasser, Sauerstoff, Stickstoff und geringe Mengen Stickstoffmonoxid entstehen.<ref name="GESTIS" /> Aus diesem Grund wird er als Einkomponenten-Treibstoff für Raketen (siehe AIM-120 AMRAAM/#NCADE) und Granaten untersucht.<ref>Fraunhofer-Gesellschaft: Investigation of the combustion of liquid gun propellants in closed chambers.</ref> Das technische Produkt wird in Lösung mit Wasser in den Handel gebracht.<ref name="Sigma" /> Es wurde auch als Reduktionsmittel in der Plutonium-Uran-Trennung und Plutonium-Rückextraktion verwendet.<ref>Naturwissenschaftliche Rundschau, Band 36, S. 313.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

  • C. S. Choi, J. Schroeder, Y. T. Lee, J. Frankel and J. F. Cox: Thermodynamic properties of aqueous solutions of ammonium Nitrate salts. In: Journal of Thermal Analysis. 37, 1991, S. 2525–2539, doi:10.1007/BF01912798.