Joint Task Force (Nigeria)
Die Joint Task Force (kurz: JTF) ist eine militärische Einheit aus Nigeria.<ref name="Total">Katrin Gänsler: Rebellenbekämpfung per Totalangriff. In: die tageszeitung. 10. Dezember 2010, abgerufen am 13. Dezember 2010.</ref>
Sie wurde 2003 aus Sektionen der nigerianischen Armee, Navy and Air-Force gegründet, um bewaffnete Rebellengruppen im Konflikt im Nigerdelta zu bekämpfen. Seit 2008 wird die Einheit von Wuyep Rimtip kommandiert.<ref name="JTF">Joint Task Force on the Niger Delta. In: AfDevInfo. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2011; abgerufen am 30. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Geschichte
Nach Angaben von Amnesty International verübte eine Joint Task Force am 19. Februar 2005 einen Überfall auf die Gemeinde von Odioma. Dabei tötete sie mindestens siebzehn Menschen und vergewaltigten zwei Frauen.
Am 20. August 2006 wurden von der JTF zehn vermeintliche Mitglieder der Movement for the Emancipation of the Niger Delta (MEND) getötet. In einer E-Mail an Reuters kündigte MEND eine Strafaktion an: "Our response to Sunday's killings will come at our time, but for certain it will not go unpunished."<ref>aljazeera.net 24. August 2006: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die zehn getöteten Personen sollen nicht Mitglieder der MEND, sondern einer Delegation gewesen sein, die nach einer erfolgreichen Verhandlung einen am 8. August entführten Shell-Mitarbeiter aus der Geiselhaft befreit hatten. Die Geisel ist vermutlich ums Leben gekommen.<ref name=fvan>Vanguard-Online (27. August 2006): They killed 10 negotiators, hostage, mistaking them for militants</ref>
Die JTF startete Anfang Dezember 2010 eine Offensive im Bundesstaat Delta gegen Störungen der Ölförderung. Dabei wurden bei der Suche nach John Togo im Dorf Ayakoromor zwischen neun und 150 Menschen getötet.<ref name="Total"/>
Im Juli 2011 spendete die Regierung elf Autos und Bargeld an die Hinterbliebenen von durch die JTF getöteten Zivilisten in Maiduguri.<ref name="TAZSünde">Katrin Gänsler: „Westliche Bildung ist Sünde“. In: die tageszeitung. 20. Juli 2011, abgerufen am 20. Juli 2011.</ref>
Seit Anfang Juli 2011 soll die JTF auch gegen Mitglieder von Boko Haram vorgehen. Laut Angaben von Amnesty International tötete sie dabei 25 Menschen. Es gab 45 Verletzte.<ref name="TAZSünde"/>
Am 20. Februar 2012 kam es nach mehreren Bombenanschlägen auf einem Fischmarkt in Maiduguri zu einem Gefecht zwischen Kämpfern der Boko Haram und Einheiten der JTF. Laut Hassan Mohammed, Sprecher der JTF, wurden acht Sektenmitglieder getötet und drei Marktverkäufer verletzt. Laut anderen Berichten gab es bis zu 30 Opfer.<ref name="ORF">Mindestens 30 Tote bei Anschlag in Nigeria. In: ORF. 21. Februar 2012, abgerufen am 21. Februar 2012.</ref>
Kommando
- Brigadegeneral Elias Zamani (2003–2006)<ref name="JTF"/>
- Brigadegeneral Lawrence Ngubane (2006–2008)<ref name="JTF"/>
- Brigadegeneral Wuyep Rimtip (2008-)<ref name="JTF"/>
Einzelnachweise
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