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Johann II. Praun

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Datei:Grabstein Johann Praun.jpg
Grabmal von Johann II. Praun
Datei:Stiftskirche St. Peter und Johannes der Täufer Chorgestühl 2.jpg
Ausschnitt Chorgestühl, Stiftskirche Berchtesgaden

Johann Praun war als Johann II. von 1432 bis 1446 Reichsprälat und Propst des Klosterstifts Berchtesgaden.

Über Prauns Leben und Wirken ist derzeit bis auf einen überlieferten Vertrag über den Verkauf von Holz an einen Ritter Jorg dem Schekchen von Wald nichts Genaueres bekannt.<ref>Vorlage:Monasterium Abb. Kaufvertrag vom 8. November 1442: Propst „Johanns und der Konvent zu Berchtesgaden verkaufen dem edeln Ritter, Herrn Jorg dem Schekchen von Wald ihr holcz ...“</ref>

Als Nachfolger von Peter II. Pienzenauer stand er noch immer unter der „Metropolitangewalt“ Fürsterzbistum Salzburg und hatte an der immensen Schuldenlast zu tragen, welche das Klosterstift wegen seiner vorangegangenen kostspieligen Lebensführung und den Verlusten während des zweijährigen Schismas zwischen Ulrich I. Wulp und Sieghard Waller in den Jahren 1382 bis 1384 sich aufgeladen hatte. Doch offenbar war Praun auf einem guten Weg, denn sein Nachfolger Bernhard II. Leoprechtinger hatte am Ende nahezu die Hälfte der Schulden abzubauen vermocht.

Während Prauns Regentschaft wurde in der Berchtesgadener Stiftskirche das noch heute erhaltene gotische Chorgestühl aus Eichenholz zu beiden Seiten vor dem Hauptaltar eingerichtet. Ein Meister Marquard aus Reichenhall hat es in den Jahren 1436 bis 1443 vollendet.<ref>Manfred Feulner: Berchtesgaden - Geschichte des Landes und seiner Bewohner. S. 112</ref>

Prauns Grabmal (Höhe: 2,27 m, Breite 1,15 m) mit lebensgroßer Figur eines Abts mit Pontifikalien, darunter das mit Blei ausgegossene Pallium, liegt als sehr flaches, stark abgetretenes Relief in rotem Marmor im Westgang des Kreuzganges zwischen Berchtesgadener Stiftskirche und dem vormaligen Augustiner-Chorherrenstift.<ref>Helm A.: Berchtesgaden im Wandel der Zeit, Stichwort: Pröpste, S. 262.</ref> Soweit zu entziffern, lautet die Umschrift in gotischen Minuskeln auf dem Grabstein:

„Anno . dni . m . cccc . xbvi . p’die (=pridi) . id . ap’lis . obyt . reue – (Wappen) – rend . Jxpo . pr‘ . et . dns . dns . Johannes . Prawn . hui . ecce . ppts.“

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Kunstdenkmale des Regierungsbezirkes Oberbayern – Teil: Theil 9., Bezirksamt Laufen, Bezirksamt Berchtesgaden. Bearbeitet u. a. von Gustav von Bezold u. Berthold Riehl. Nachdruck der Ausgabe München 1905. Oldenbourg Verlag, München u. Wien 1982. ISBN 3-486-50429-0

Literatur

  • Manfred Feulner: Berchtesgaden – Geschichte des Landes und seiner Bewohner. Berchtesgadener Anzeiger, Berchtesgaden 1986, ISBN 3-925647-00-7, S. 112.
  • A. Helm, Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 100, 108–109, 261–262.

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Johann II. Praun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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ab 1455 geistlich dem Papst
direkt unterstellt

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