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Brefeldia maxima

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Brefeldia maxima
Datei:Brefeldia maxima - sporulating phase.jpg

Brefeldia maxima, Fruchtkörper

Systematik
ohne Rang: Amoebozoa
ohne Rang: Myxogastria
Ordnung: Stemonitida
Familie: Stemonitidae
Gattung: Brefeldia
Art: Brefeldia maxima
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Brefeldia
Rostaf.
Wissenschaftlicher Name der Art
Brefeldia maxima
(Fr.) Rostaf.

Brefeldia maxima ist eine Schleimpilz-Art und die einzige Vertreterin der Gattung Brefeldia aus der Ordnung der Stemonitida. Sie ist aus Europa, Amerika und Asien bekannt und kann außergewöhnliche Größen erreichen. Sie ist nach dem Mykologen Oscar Brefeld benannt.

Merkmale

Das Plasmodium ist weiß und kann enorm groß werden, ein 1999 gefundenes Exemplar wurde auf ein Gewicht von 20 Kilogramm geschätzt. Die Fruchtkörper sind polsterförmige, dunkelbraune bis schwarze Aethalien, die eine Gesamtgröße von bis zu 30, selten bis zu 61<ref name="farr"/> Zentimetern Durchmesser und 2 Zentimetern Höhe erreichen. Sie setzen sich aus einzelnen, 0,5 bis 0,8 Millimeter im Durchmesser großen Sporokarpen zusammen.<ref name="baum"/>

Der Hypothallus ragt unter dem Aethalium hervor,<ref name="farr"/> schimmert silbrig, ist im Durchlicht aber bräunlich transparent. Von ihm aus erstreckt sich in vielen Einzelsträngen oder auch nach Art eines Pinsels die an Verzweigungen bis zu 3 Millimeter verbreiterte Columella nach oben. Sie schimmert silbrig, ist im Durchlicht dunkelbraun bis fast schwarz. Das Peridium bildet an der Oberfläche des Aethaliums eine früh hinfällige Rinde (Cortex) mit pflastersteinartigem Relief, im Inneren ist es bleibend und fetzenartig langgestreckt und bildet so ein Pseudocapillitium. In durchscheinendem Licht ist es bräunlich und dunkel geädert und gefältelt.<ref name="baum"/>

Das nur schwach befestigte, annähernd waagerecht angeordnete Capillitium erwächst aus der Columella bzw. dem Pseudocapillitium. Es ist braun bis dunkelbraun, im Durchmesser 0,5 bis 2 Mikrometer dick, an den Ansätzen ist es trichterförmig erweitert, dazwischen weist es netzähnliche Verbreiterungen auf. Die Kammern des Netzes sind blasig und 20 bis 80 Mikrometer lang sowie 15 bis 25 Mikrometer breit.<ref name="baum"/>

Die Sporen sind in Masse dunkelbraun, im Durchlicht braun, im Bereich der Keimöffnung heller. Ihre Wände sind fein warzig, rund bis breit elliptisch und messen 9 bis 12 Mikrometer.<ref name="baum"/>

Verbreitung

Die Art ist aus Europa (Deutschland), Amerika (USA [insbesondere im Nordosten]<ref name="myc"/>, Kanada, Panama<ref name="farr"/>, Argentinien) und Asien (Nordpakistan) bekannt. Sie besiedelt Laub<ref name="farr"/>, Gras, Stauden und Stümpfe von Laubbäumen.<ref name="baum"/>

Systematik und Forschungsgeschichte

Die Art wurde 1848 als Reticularia maxima von Elias Magnus Fries erstbeschrieben, 1873 stellte Józef Tomasz Rostafiński sie in eine eigene Gattung, deren einzige Art sie ist.<ref name="baum"/>

Nachweise

Fußnoten direkt hinter einer Aussage belegen die einzelne Aussage, Fußnoten direkt hinter einem Satzzeichen den gesamten vorangehenden Satz. Fußnoten hinter einer Leerstelle beziehen sich auf den kompletten vorangegangenen Absatz. <references> <ref name="baum"></ref> <ref name="farr">Marie L. Farr: Myxomycetes. In: Flora Neotropica. Band 16. The New York Botanical Garden, New York 1976, ISBN 0-89327-009-1, S. 60.</ref> <ref name="myc">Michael J. Dykstra, Harold W. Keller: Mycetozoa In: </ref> </references>

Weblinks

Commons: Brefeldia maxima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien