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Adolf Loning

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Franz Adolf Loning (geb. 14. Dezember 1811 in Osnabrück; gest. 2. September 1882 in Wiesbaden<ref name=":0">Hesse, Germany, Deaths, 1851-1958. In: ancestry.com. 3. September 1880, abgerufen am 26. März 2026.</ref>) war ein deutscher Offizier in der spanischen Armee und Autor einer bis heute bedeutenden Beschreibung von Ständen, Sitten und Gebräuchen im Spanien der Jahre 1830–1840.

Datei:Portada A. Loning.jpg
Das spanische Volk. Originalausgabe von 1844

Leben

Lonings Eltern waren der Schneider Gerhard Heinrich Loning und dessen Ehefrau Agnes, geb. Ruske.

Loning schreibt, er sei Hauptmann der spanischen Armee und Ritter des Militärordens St. Ferdinand gewesen. Er bereiste Spanien Anfang 1830 und kam im Sommer 1834 zur carlistischen Armee unter der Führung von Tomás de Zumalacárregui. Ich war der erste Deutsche, der in dieses Feldlager kam. Loning kämpfte in den blutigen Zusammenstößen von Alegría de Álava und Venta de Echavarri am 27. und 28. Oktober 1834 und wurde in der Schlacht von Mendigorria (16. Juli 1835) als Kämpfer im Bataillon Guias von Navarra verwundet. Im Feldzug Expedición Real erhielt er nach der Schlacht vor Barbastro (2. Juli 1837) das Kommando der 4. Kompanie des Fremdenbataillons. Nach seiner hervorragenden Beteiligung in der Schlacht von Villar de los Navarros (24. August 1837) wurde er zum Hauptmann ernannt. Während der Schlacht von Peñacerrada (20.–22. Juni 1838) hielt er die Bastion Urizarra. Er erzählt nur wenig mehr über seine Person.

Weitere Deutsche, die in Spanien für die Carlisten kämpften, waren Goeben, Felix Fürst Lichnowsky und Rahden.

Seine Ehefrau Dorothea Magdalena geb. Cleeves gebar in Hannover eine Tochter namens Johanna Marie Magdalena Loning (geb. 18. Mai 1842 in Hannover<ref name=":1">Bremen, Germany and Hannover, Prussia, Germany, Lutheran Baptisms, Marriages and Burials, 1574-1945. In: ancestry.com. 22. Juni 1842, abgerufen am 26. März 2026.</ref>; gest. 15. April 1916 in Wiesbaden<ref name=":2">Hesse, Germany, Deaths, 1851-1958. In: ancestry.com. 17. April 1917, abgerufen am 26. März 2026.</ref>).<ref>Dass seine Tochter 1842 in Hannover geboren wurde und sein Buch Die Fueros des Königreiches Navarra 1843 und das Buch Das Spanische Volk 1844 in Hannover erschienen, festigen den Zusammenhang zwischen den standesamtlichen Daten und seiner Person.</ref> Sein Beruf wird 1842 im Taufeintrag seiner Tochter als Captain a. D.<ref name=":1" />, 1882 in seiner Sterbeurkunde als Königlicher Hauptmann<ref name=":0" /> und 1916 in der Sterbeurkunde seiner Tochter als Hauptmann<ref name=":2" /> angegeben.

Schriften

  • Die Fueros des Königreiches Navarra und der Baskischen Provinzen Alava, Biscaya und Guipuzcoa. Helmingsche Hofbuchhandlung, Hannover 1843. Digitalisat
  • Das spanische Volk in seinen Ständen, Sitten und Gebräuchen mit Episoden aus dem Carlistischen Erbfolgekriege. Verlag der Hahnschen Hofbuchhandlung, Hannover 1844.

Literatur

  • August Karl von Goeben: Vier Jahre in Spanien. Hannover 1841.
  • Wilhelm Baron von Rahden: Aus Spaniens Bürgerkrieg 1833-1840. Berlin 1851.
  • Felix Lichnowsky: Erinnerungen aus de Jahren 1837, 1838 und 1839. Frankfurt am Main 1841.
  • Antonio Pirala: Historia de la guerra civil y de los partidos liberal y carlista. 2. Auflage. Madrid 1868–1871.

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein