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The Christian Science Monitor

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Frontansicht des Gebäudes von vorn in Farbe
Hauptsitz der Christian Science Publishing Society in Boston, Massachusetts (2011)

Der Christian Science Monitor (CSM) ist eine englischsprachige Tageszeitung. Außerhalb der USA erscheint die wöchentliche Ausgabe Monitor World. Er wird von der Christian Science Publishing Society in Boston herausgegeben. Die Auflage des Christian Science Monitor betrug nach Stand von 2006 noch 53.203 Exemplare.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />eCirc for US Newspapers (Memento vom 14. März 2006 im Internet Archive) Audit Bureau of Circulations</ref> Im Jahr 2009 wurde die Printausgabe eingestellt; seitdem erscheint er nur digital.

Der Monitor übernimmt nur wenige Agenturmeldungen und verlässt sich hauptsächlich auf freie Mitarbeiter. Der typische Stil des Christian Science Monitor gilt als unaufgeregt („nonhysterical“).<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Geschichte

Die Zeitung wurde 1908 von Mary Baker Eddy, der Gründerin der Glaubensgemeinschaft gegründet, nachdem in der New York World von Joseph Pulitzer zahlreiche kritische Artikel zur Christlichen Wissenschaft gebracht wurden. Die Mission des Monitor ist es nach eigenen Angaben „niemandem zu schaden, sondern die ganze Menschheit zu segnen“. Der Monitor erhielt bis heute siebenmal den Pulitzer-Preis, erstmals 1950 für eine Serie kritischer Reportagen über den von Repression und Ausbeutung geprägten Alltag in der Sowjetunion unter Stalin, verfasst vom früheren Moskau-Korrespondenten Edmund Stevens,<ref>Whitman Bassow: The Moscow Correspondents. Reporting Russia from the Revolution to Glasnost. New York 1988, S. 321.</ref> und zuletzt 2002 für die Karikaturen des Autors Clay Bennett. 2004 wurde der Christian Science Monitor zu einer Geldstrafe an den britischen Kriegskritiker George Galloway verurteilt und musste sich entschuldigen, da man auf der Grundlage gefälschter Dokumente berichtet hatte, dass Saddam Hussein an Galloway Geld überwiesen habe.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Galloway matter settled.] The Christian Science Monitor, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Februar 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Seit einiger Zeit hat The Christian Science Monitor eine sinkende Auflage und schreibt rote Zahlen. Im Oktober 2008 gab die Zeitung bekannt, als erste größere Tageszeitung der USA ihre tägliche Printausgabe ab April 2009 einzustellen und nur noch eine wöchentliche Ausgabe in Magazinform auf Papier herauszugeben. Die täglichen Artikel werden nur noch auf der Webseite der Zeitung und in einer täglichen E-Mail-Ausgabe erscheinen.<ref>David Cook: „Monitor shifts from print to Web-based strategy“, Christian Science Monitor, 28. Oktober 2008</ref>

Radio und Fernsehen

Ab Mitte der 1980er-Jahre entfaltete der CSM auch Radio- und Fernsehaktivitäten. Von 1984 bis Juni 1997<ref>Christian Science Radio Service Shuts Down. The New York Times, 28. Juni 1997.</ref> wurde Monitor Radio über zahlreiche öffentliche Radiostationen in den USA verbreitet. Internationales Gegenstück war ab März 1987 der World Service of the Christian Science Monitor via Kurzwelle (WCSN Scotts Corners, Maine

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  }}, 1987–1994; WSHB Cypress Creek, South Carolina
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  }}, 1989–1997; jeweils montags bis freitags;<ref>WSHB-Mitschnitt vom 17. August 1989.</ref> samstags und sonntags Herold of Christian Science, 1990–2004 auch auf Deutsch).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The End of an Era - WSHB Goes Silent (Memento vom 8. November 2011 im Internet Archive) NASB Newsletter, März 2004.</ref> Von 1986 bis 1992 wurden Fernsehsendungen produziert; ab Mai 1991 gab es für ein Jahr den eigenen Monitor Channel. Finanzielle Schwierigkeiten führten zur Einstellung all dieser Aktivitäten.<ref>Susan Bridge: Monitoring the news: the brilliant launch and sudden collapse of The Monitor Channel. M.E. Sharpe, Armonk 1998, ISBN 0-7656-0315-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Leserschaft und Verhältnis zur Religion

Ein Großteil der heutigen Leserschaft der Zeitung, wie auch die meisten Mitarbeiter, gehören selbst nicht der Glaubensgemeinschaft an. Die Zeitung hat eine von der Kirchenleitung journalistisch unabhängige Redaktion; wirtschaftlich besteht dennoch eine Abhängigkeit. Über die Kirche selbst wird in der Zeitung nicht berichtet, weder positiv noch kritisch, um Loyalitätskonflikte zu vermeiden. Allerdings erscheint entsprechend einem Wunsch der Gründerin jeden Tag mindestens ein Artikel, der sich im weitesten Sinne mit dem Thema Religion befasst.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />