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Metencephalon

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Datei:EmbryonicBrain.svg
Schema zur Embryogenese des Gehirns von Wirbeltieren:
– aus dem vorderen Neuralrohr entstehen zunächst drei Hirnbläschen (Prosencephalon, Mesencephalon, Rhombencephalon; auf der linken Bildhälfte dargestellt).
– anschließend differenziert das Rhombencephalon (Rautenhirn) in Metencephalon und Myelencephalon (rechte Bildhälfte). Danach differenziert das Metencephalon weiter mit Entwicklung des Kleinhirns aus den rostralen Rautenlippen der Flügelplatte (nicht illustriert).

Das Metencephalon oder Hinterhirn ist ein Teil des Rhombencephalons (Rautenhirn) und besteht aus der Brücke (Pons) und dem Kleinhirn (Cerebellum).

Datei:Gray705.png
Ansicht des Hirnstamms beim Menschen mit Brücke und Kleinhirn

Der Pons wird in die Brückenbasis (Pars basilaris pontis) und die ihr anliegende Brückenhaube (Tegmentum pontis) gegliedert. Diese reicht bis an die Rautengrube, den Boden des vierten Hirnventrikels (Ventriculus quartus), der nach hinten (bzw. oben) vom Kleinhirn begrenzt wird.

Das Kleinhirn schließt dorsal (rückenseits) an den Pons. Es kann auch als Dach (Tectum) des Metencephalons angesehen werden.<ref>Franz-Viktor Salomon: Brücke. In: Franz-Viktor Salomon, Hans Geyer, Uwe Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. 3. Auflage. Enke, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-8304-1288-5, S. 514–515.</ref> Die Graue Substanz des Kleinhirns gliedert sich innenliegend in Kerngebiete und außenliegend in Regionen seiner Rinde (Cortex cerebelli).

Im Metencephalon liegen unter anderem folgende Kerne

Datei:Brain stem sagittal.svg
Die motorischen Hirnnervenkerne (Nuclei motorii) des 5. (N. trigeminus), 6. (N. abducens) und 7. (N. facialis) (Nucleus nervi facialis) liegen in der Brückenhaube des Pons

im Pons (Brücke):<ref>Walther Graumann, Dieter Sasse: CompactLehrbuch Anatomie. Band 4. Schattauer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-7945-2064-0, S. 263.</ref>

  • in der Brückenbasis (Pars basilaris)
    • Nuclei pontis (Brückenkerne) – Umschaltstationen insbesondere für die Bahnen zwischen Arealen der Großhirnrinde und der Kleinhirnrinde
  • in der Brückenhaube (Tegmentum)
    • Nuclei motorii – Kerne für die motorischen Anteile der 5., 6. und 7. Hirnnerven
    • Nucleus sensibilis pontinus – Kern für sensible Fasern des 5. Hirnnerven
    • Nuclei vestibulares (Vestibulariskerne) – erste Umschaltung des Nervus vestibularis von den Gleichgewichtsorganen, bei einigen Säugetieren im Nachhirn gelegen<ref name="Schaller">Oskar Schaller, Gheorghe M. Constantinescu: Illustrated Veterinary Anatomical Nomenclature. Georg Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8304-1069-0, S. 424.</ref>
    • Nuclei cochleares (Schneckenkerne) – erste Umschaltung der Hörbahn, bei einigen Säugetieren im Nachhirn<ref name="Schaller" />

im Cerebellum (Kleinhirn):<ref>Walther Graumann, Dieter Sasse: CompactLehrbuch Anatomie. Band 4. Schattauer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-7945-2064-0, S. 275.</ref>

Einzelnachweise

<references />