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Dimitris Pikionis

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Signatur

Dimitris Pikionis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 1887 in Piräus; † 1968 in Athen) war ein griechischer Architekt und Landschaftsarchitekt der Moderne. Er gilt als einer der bedeutendsten Protagonisten der Architektur des 20. Jahrhunderts in Griechenland. Seine landschaftssensiblen Bauten und insbesondere seine Gestaltung des Wegenetzes auf der Akropolis und dem Philopapposhügel sind Schlüsselwerke des kritischen Regionalismus.

Leben

Pikionis wurde 1887 in Piräus geboren. Sein Vater war Sohn eines Kapitäns, die Schwester seiner Mutter war die Mutter des Dichters Lambros Porphyras. Pikionis ging in Piräus auf die Grundschule und bis 1903 in die weiterführende Schule.<ref name="Sentimental/34-37">Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3, S. 34–37.</ref>

Ab 1904 studierte er am Polytechnikum, wo er den später berühmten Elektroingenieur Joseph Pestarinis, sowie den Maler Giorgio de Chirico kennenlernte. 1906 lernte er den Maler Konstantinos Parthenis, dessen Gemälde er zuvor auf einer Ausstellung gesehen hat, und wurde sein Schüler. Auf Parthensis Initiative erlaubte Pikionis Vater ihm Malerei zu studieren, wofür er 1908 nach München ging. Dort lernte er die Werke Hans von Marées kennen und später die von Cézanne. Letztere motivierten ihn 1909 nach Paris zu gehen. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge entschied er sich dort jedoch für ein Studium der Architektur, unter anderem bei Jules-Léon Chifflot. In Paris traf er 1912 erneut de Chirico, der einen bedeutenden Einfluss auf ihn ausübte.<ref name="Sentimental/34-37" />

Datei:Colline Muses - Athènes (GRA1) - 2022-03-26 - 14.jpg
Landschaftsgestaltung am Philopapposhügel von 1951–57 (Ansicht 2022)

Anfang 1912 kehrte nach Griechenland zurück. In dieser vom Ersten Weltkrieg geprägten Zeit schloss er wichtige Freundschaften, so etwa mit dem Architekten Nikos Mitsakis und dem Maler Giannis Tsarouchis. Zudem widmete er sich weiterhin der Malerei. Sein erstes Haus baute Pikionis 1923 in Tzitzifies, einem Stadtviertel von Kallithea bei Athen, ein nächstes 1925. Beide waren Einfamilienhäuser mit starkem Einfluss vernakulärer Architektur.

Im Rahmen des von Patroklos Karantinos geleiteten Schulbauprogramms, kam er mit der Architektur der Moderne in Berührung, die einen starken Einfluss auf ihn hatte und auf sein erstes größeres Projekt, eine Grundschule am Lykabettus (1933) prägte.

Datei:The Church of Saint Demetrius Loumbardiaris on May 28, 2020.jpg
Kirche des Heiligen Demetrios Loumbardiaris am Philopapposhügel von 1951–57 (Ansicht 2020)

In der Folgezeit machten sich die Einflüsse vernakulärer Architektur jedoch wieder deutlicher in seinem Werk bemerkbar, so bei der Experimentellen Schule in Thessaloniki (1935), dem Apartmenthaus in Cheiden (1938), sowie dem Wohnhaus und Atelier für die Bildhauerin Frosso Efthymiadi (1949). In der Folgezeit arbeitete er immer wieder gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Alexander Papageorgiou sowie Ino Papageorgiou zusammen. Es entstand teilweise gemeinsam das Wohnhaus Potamianos in Filothei (1954), das Hotel Xenia bei Delphi (1955), die überwiegend unrealisierte Wohnsiedlung Aexone in Glyfada, sowie sein berühmtestes Werk, die Pflasterung um die Akropolis und des Philopapposhügels mit der Dimitrioskirche (1951–57).<ref name="Sentimental/34-37" />

Werk und Wirkung

Tsarouchis schrieb über Pikionis, dieser male „mit den Fußgängerwegen Architektur, ohne malerisch zu sein“. Die einzelnen Platten der Wege sind wie Spolien gestaltet, und lassen sich als langes begehbares Kunstwerk lesen.

Bauten

Datei:Athens 09 2013 - panoramio (53).jpg
Pflasterung an der Akropolis von 1951–1957 (Ansicht 2013)
  • 1923: Wohnhaus Moraitis in Tzitzifies, Kallithea<ref>Thodoris Tsirkas: ‘Moraitis’ Residence. In: DOMa. Abgerufen am 29. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3.</ref>
  • 1925: Wohnhaus Karamanos in der Herakliou 1, Patisia, Athen<ref>Thodoris Tsirkas: ‘Karamanos’ Residence. In: DOMa. Abgerufen am 29. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3.</ref> (abgerissen)
  • 1933: Freilufttheater an der Ecke Mavrommateon & Chevren, Athen<ref>Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3.</ref> (abgerissen)
  • 1933: Grundschule am Lykabettos in Athen<ref name="Sentimental">Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3.</ref><ref>Primary School at Pefkakia. culture2000.tee.gr (englisch).</ref> (Lage{{#coordinates:37.982507|23.740172||dim=|name=Grundschule am Lykabettos|region=GR-I|type=building}})
  • 1935: Experimentelle Schule in Thessaloniki<ref name="Sentimental" /> (Lage{{#coordinates:40.636549|22.948421||dim=|name=Experimentelle Schule|region=GR-B|type=building}})
  • 1936 (mit Nikos Mitsakis für den Grundriss): Apartmenthaus in Cheiden, Athen<ref name="Sentimental" /> (teilweise umgebaut) (Lage{{#coordinates:37.993599|23.727973||dim=|name=Wohnhaus in Cheiden|region=GR-I|type=building}})
  • 1949: Atelier- und Wohnhaus Frosso Efthymiadi, Grypari 1, Ano Patissia, Athen<ref name="Sentimental" /> (Lage{{#coordinates:38.021811|23.73988||dim=|name=F. Efthmymiadou Home & Studio|region=GR-I|type=building}})
  • 1950–57 (mit Alexander Papageorgiou): Wohnsiedlung Aexone in Glyfada (überwiegend unrealisiert)<ref name="Sentimental" /><ref>Thodoris Tsirkas: Aexone Housing Development in Glyfada. In: DOMa. Abgerufen am 31. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 1951–57 (mit Alexander Papageorgiou): Landschaftsgestaltung an der Akropolis und dem Philopapposhügel mit Dimitrioskirche<ref name="Sentimental" /><ref>Landscaping of the Archaeological Site around the Acropolis and Filopappou Hill. culture2000.tee.gr (englisch).</ref> (Lage{{#coordinates:37.970064|23.720307||dim=|name=Landschaftsgestaltung an der Akropolis und dem Philopapposhügel mit Dimitrioskirche|region=GR-I|type=building}})
  • 1953: Wohnhaus Arestedis Pourris in der Dim. Moscha 56, Marousi<ref name="Sentimental" /> (Lage{{#coordinates:38.051964|23.808304||dim=|name=Wohnhaus Arestedis Pourris|region=GR-I|type=building}})
  • 1954 (mit Alexander und Ino Papageorgiou): Wohnhaus Potamianos in Filothei<ref name="Sentimental" /><ref>Potamianos Residence. culture2000.tee.gr (englisch).</ref> (Lage{{#coordinates:38.01936|23.77372||dim=|name=Haus Potamianos|region=GR-I|type=building}})
  • 1955 (mit Alexander Papageorgiou): Hotel Xenia bei Delphi<ref name="Sentimental" /> (Lage{{#coordinates:38.480537|22.489901||dim=|name=Hotel Xenia bei Delphi|region=GR-H|type=building}})
  • 1960–65: Spielplatz in Filothei<ref name="Sentimental" /> (Lage{{#coordinates:38.023279|23.778482||dim=|name=Kinderspielplatz|region=GR-I|type=building}})
  • 1961: Rathaus in Volos<ref>Pikionis, Dimitris. In: Oxford Reference. Abgerufen am 21. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • (angeblich, Zuschreibung fraglich)<ref>Giuseppe Frangi: Casa Iolas, sfacciataggine su marmo pario. In: ilmanifesto.it. 2. Mai 2020, abgerufen am 21. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 1965–68: Villa Alexander Iolas in Agia Paraskevi (ruinös)

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Ausstellungen

  • Dimitris Pikionis, 1887-1968 - kreikkalainen arkkitehti. Suomen Rakennustaiteen Museo (Finnisches Architekturmuseum), 1993.
  • Dimitris Pikionis. Benaki-Museum, 2010–2011.

Literatur

  • Dimitris Pikionis, Architect 1887–1968. A Sentimental Topography. London 1989, ISBN 1-870890-18-3.

Weblinks

Commons: Dimitris Pikionis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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