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KAI KT-1

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KAI KT-1 Ungbi
KT-1 der südkoreanischen Luftwaffe – ROKAF
Typ Anfängerschulflugzeug
Leichtes Angriffsflugzeug
Entwurfsland
Hersteller Korea Aerospace Industries
Erstflug 12. Dezember 1991<ref name="DD">David Donald: KAI KT-1 Woongbee – Debrief. In: International Air Power Review Volume 5. Airtime Publishing, Norwalk (CT) 2002, ISSN 1473-9917, S. 18 f.</ref>
Indienststellung 7. November 2000
Produktionszeit

seit 1999

Stückzahl 175+

Die KAI KT-1 Ungbi (koreanisch KT-1 {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref group="Fn" name="a" /> ist ein einmotoriges Turbopropflugzeug für die Anfängerschulung. Es wurde gemeinsam von Daewoo und der Agentur für Verteidigung und Entwicklung (ADD) entwickelt. Die Serienfertigung wurde von der am 1. Oktober 1999 gegründeten Korea Aerospace Industries, einem Zusammenschluss von Daewoo, Samsung, Hyundai und Korean Air, übernommen. Die KT-1 ist das erste vollständig in Korea entwickelte Flugzeug.

Geschichte

Die Entwicklung wurde unter dem KTX-Programm für die Luftwaffe Südkoreas im Jahr 1988 begonnen. Neun Prototypen wurden ab Juni 1991 für statische und dynamische Tests gebaut.

Der Erstflug der KT-1 erfolgte im November 1991. Im Jahr 1995 erhielt das Projekt offiziell den Namen Ungbi. Im Laufe des Jahres 1998 erfolgten die abschließenden Testflüge. 1999 wurde der Vertrag über die Lieferung von 85 Flugzeugen an die Luftwaffe von Südkorea unterzeichnet. Die erste KT-1 Ungbi wurde im Jahr 2000 übergeben und die Auslieferung mit der 85. Maschine im Jahr 2002 abgeschlossen.

KT-1 kann entweder mit einem analogen oder einem sogenannten Glas-Cockpit ausgestattet werden. Beide Konfigurationen werden von der Luftwaffe Südkoreas eingesetzt. Die konstruktive Auslegung der KT-1 ist der der Pilatus PC-9 sehr ähnlich.

Operative Geschichte

KAI exportierte 2003 sieben Einheiten und fünf weitere 2005 nach Indonesien. In einer Pressemitteilung vom 8. März 2006 erklärte KAI, dass es mehr als 150 verbesserte Exemplare der KT-1 in verschiedene Länder in Zentralamerika und Südostasien exportieren möchte. Die verbesserte Export-Version des KT-1 wird als KT-1C bezeichnet.

Im Juni 2007 schlossen Südkorea und die Türkei einen Vertrag über die Lieferung von 40 (+15 Optionen) KT-1<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Korea in Huge Arms Export Deal to Turkey. (Memento vom 5. Mai 2008 im Internet Archive) In: english.chosun.com, 22. Juni 2007, abgerufen am 26. Dezember 2022 (englisch).</ref>.

In der indischen Luftwaffe gab es 2010 Pläne 60 KAI KT-1 als Schulungsflugzeug zu übernehmen.<ref name="at_101108">KT-1 Basic Trainer / Light Attack Aircraft. In: airforce-technology.com. Airforce Technology, 8. November 2010, abgerufen am 27. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Grunddaten zur technische Spezifikation, erste Abnehmerländer, Zahl der KT-1-Flugzeuge und das KTX-Programm).</ref> Das Vorhaben wurde 2012 vom indischen Verteidigungsministerium abgelehnt und stattdessen Pilatus PC-7 Mk II beschafft.<ref>Greg Waldron: India dismisses Korea objections in basic trainer deal. In: flightglobal.com. DVV Media International Limited, 3. Mai 2012, abgerufen am 4. Juni 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Varianten

Datei:KAI KA-1 at Osan air base 2010.jpg
Eine KA-1 am Luftwaffenstützpunkt Osan, 2010
  • KTX-1<ref name="DD" />
    • KTX-1-01 bis KTX-1-05: Fünf flugfähige Prototypen
    • KTX-1-001 bis KTX-1-004: Vier Bruchzellen für statische und dynamische Untersuchungen
  • KA-1: Bewaffneter Fortgeschrittenentrainer mit leichten Angriffs- und Forward-Air-Control-Fähigkeiten. Zahlreiche neue Features; erstmals in der KA-1 sind Head-up-Display und Up-Front-Bedienfeld, MFD-Paneele, fünf Außenlaststation (zwei unter jeder Tragfläche und eine unter dem Rumpf). Diese können mit Raketenbehältern, MGs oder AIM-9-Sidewinder-Raketen ausgerüstet werden
  • KT-1B: Exportversion für Indonesien
  • KT-1C: Exportversion mit verbesserter Bewaffnung und Forward-Looking-Infrared-Pods ausgestattet. Die KT-1C kann auch mit 12,7-mm-MGs, Raketen oder Bomben ausgerüstet werden
  • KT-1T: Exportversion für die Türkei
    • TAI Hürkuş: türkische Weiterentwicklung<ref>TAI Hurkus Basic Trainer Aircraft. In: airforce-technology.com. Abgerufen am 25. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>


Technische Daten

Kenngröße Daten<ref></ref>
Besatzung 2
Länge 10,26 m
Spannweite 10,59 m
Höhe 3,68 m
Flügelfläche 16,01 m²
Flügelstreckung 7,0
Leermasse 1910 kg
max. Startmasse 2540 kg
Höchstgeschwindigkeit 574 km/h
Dienstgipfelhöhe 8170 m
Steigleistung 11,6 m/s
Reichweite 1333 km
Triebwerk 1 × Turboprop Pratt & Whitney Canada PT6A-62
Leistung 708 kW (950 WPS)

Zwischenfälle

Am 26. Dezember 2022 stürzte eine südkoreanische KA-1 bei dem Versuch, eine nordkoreanische Drohne abzufangen, ab. Beide Piloten konnten sich retten.<ref>Jean Mackenzie (Seoul), Robert Plummer (London): North Korean drone reaches north of Seoul. In: BBC News. 26. Dezember 2022, abgerufen am 27. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nutzer (unvollständig)

Stand: Dezember 2022

IndonesienDatei:Flag of Indonesia.svg Indonesien
Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Südkorea
PeruDatei:Flag of Peru.svg Peru
  • Peruanische Luftwaffe: 20 – die Flugzeuge werden von der peruanischen Firma Seman in Lizenz gebaut<ref name="fg20120320">Stephen Trimble: Latin America re-arms air combat fleets. In: Flightglobal.com. 20. März 2012, abgerufen am 29. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="fg20150429">Craig Hoyle: Peru accepts first locally-assembled KT-1P trainer. In: Flightglobal.com. 29. April 2015, abgerufen am 29. April 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Peruvian company Seman has delivered its first locally-assembled example of the Korea Aerospace Industries (KAI) KT-1 trainer to the Latin American nation’s air force.“</ref>
SenegalDatei:Flag of Senegal.svg Senegal
TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei
  • Hava Kuvvetleri 40 KT-1T<ref name="at_100908">cmsadmin: Turkish Air Force to Receive First KT-1T Trainer Aircraft. In: airforce-technology.com. Airforce Technology, 8. September 2010, abgerufen am 27. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „The Turkish Air Force will receive the first KT-1T basic trainer, jointly produced by Korea Aerospace Industries (KAI) and Turkish Aerospace Industries (TAI), in October 2010. […] KAI will complete the deliveries in June 2012 […]“</ref><ref name="at_101108" /><ref name="fg_191027">Tolga Ozbek: Turkish air force to receive first KT-1 trainers. The Turkish air force's first KAI-built KT-1T trainers are undergoing flight-testing near Ankara … In: flightglobal.com. Flight Global, 27. Oktober 2020, abgerufen am 27. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Potenzieller Nutzer

Stand: Dezember 2019

SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien<ref name="janes_190220">Jon Grevatt: South Korea confirms potential aircraft swap deal with Spain. In: janes.com. Jane’s Information Group, 20. Februar 2019, abgerufen am 27. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „It had earlier been reported that South Korea and Spain had discussed the potential transfer during a joint defence-industrial committee held in November 2018. Reports said the plan could feature the swap of up to six of Spain’s surplus A400Ms in return for 30 KT-1s and 20 T-50s. […] Neither KAI nor Airbus has responded to Jane’s questions on the matter.“</ref>

Weblinks

Commons: KAI KT-1 – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Fußnote

<references group="Fn"> <ref group="Fn" name="a"> Die koreanische Bezeichnung des Flugzeug KAI KT-1 als Ungbi (koreanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wird je nach Quellenursprung statt der amtlichen revidierten Romanisierung gelegentlich auch nach nicht-amtlicher Ad-hoc-Umschrift als Woongbi oder Woongbee transkribiert.</ref> </references>