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Andrea Ihle

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Andrea Ihle (* 17. April 1953 in Dresden; † 18. Juni 2023) war eine deutsche Opernsängerin (Sopran).

Leben

Andrea Ihle absolvierte ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Dresden, wo sie vor allem Schülerin von Klara Elfriede Intrau war.<ref name="Merker">Andrea IHLE ist am 18.6.2023 verstorben. TODESFÄLLE – Stand Juli 2023. In: Online Merker. Abgerufen am 25. April 2026</ref> 1974 gewann sie den 2. Preis beim Internationalen Robert Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang in Zwickau.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Internationaler Robert-Schumann-Wettbewerb für Klavier und Gesang (Memento vom 1. April 2007 im Internet Archive) (Bisherige Preisträger)</ref>

1976 erfolgte ihr Debüt an der Dresdner Staatsoper in der Partie der Giannetta in der Oper L’elisir d’amore von Gaetano Donizetti.<ref name="Merker" /> Seitdem war sie festes Ensemblemitglied der Dresdner Staatsoper und wurde dort zunächst vor allem als Interpretin von Partien aus dem Fach der Koloratursoubrette bekannt.<ref name="Merker" /> Zu ihrem Bühnenrepertoire gehörten Rollen wie die Despina in Così fan tutte, die Papagena in Die Zauberflöte, das Ännchen in Der Freischütz, die Gretel in Hänsel und Gretel, die Marie in Der Waffenschmied, die Carolina in Die heimliche Ehe und die Sophie in Der Rosenkavalier.<ref>Andrea Ihle bei Operissimo auf der Basis des Großen Sängerlexikons</ref><ref>Mozart: Die Zauberflöte (1979 ff). Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref><ref>Mozart: Così fan tutte (1983 ff). Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref><ref>Mozart: Così fan tutte (1998 ff). Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref><ref>Humperdinck: Hänsel und Gretel (1968 ff). Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref> Im weiteren Verlauf ihrer Karriere übernahm Ihle auch Partien aus dem Repertoire für lyrischen Sopran, wie die Eurydike in Orpheus und Eurydike, die Donna Elvira in Don Giovanni, die Alice Ford in Falstaff und die Prinzessin in der Oper Der Schuhu und die fliegende Prinzessin von Udo Zimmermann.<ref name="Merker" /> Zum Ende ihrer Bühnenlaufbahn kamen auch kleinere Partien des Charakterfachs hinzu.

In der Spielzeit 1978/79 übernahm sie die Norina in einer Neuinszenierung von Don Pasquale.<ref>Donizetti: Don Pasquale. Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref> Im Februar 1985 sang sie in der Eröffnungsvorstellung der wiederaufgebauten Semperoper die Rolle des Ännchens in der Oper Der Freischütz<ref name="Semperoper"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andrea Ihle (Memento vom 7. Oktober 2012 im Internet Archive) Solistin (Ensemble) auf der offiziellen Webseite der Dresdner Staatsoper (abgerufen am 25. Dezember 2010)</ref>; am Tag danach übernahm sie in der Festaufführung der Oper Der Rosenkavalier die Rolle der Jungfer Marianne Leitmetzerin.<ref>Weber: Der Freischütz (1985 ff). Besetzungen. Abgerufen am 25. April 2026.</ref><ref name="RK">Strauss: Der Rosenkavalier (1985 ff). Besetzungen. Abgerufen am 25. April 2026.</ref>

1999 sang sie an der Dresdner Staatsoper die Axinja in einer Neuinszenierung der Oper Lady Macbeth von Mzensk.<ref name="Merker" /> Im Mai 2006 übernahm sie an der Dresdner Oper die kleine Partie der Mrs. Charlton in der „Europäischen Erstaufführung“ der Oper Dean Man Walking von Jake Heggie. 2007 sang sie im Rahmen der zu Ehren von Richard Strauss angesetzten „Dresdner Festtage“ die Leitmetzerin in Der Rosenkavalier und die Kartenaufschlägerin in Arabella.<ref>Ende gut. Strauss gut. Dresden gut. Aufführungskritik bei klassik.com</ref><ref>Dresdner Opernfest im Zehnerpack. Aufführungskritik bei klassik.com</ref><ref>Strauss: Arabella (1992 ff). Besetzungen. Abgerufen am 26. April 2026.</ref> Im Mai 2008 wirkte sie an der Dresdner Staatsoper als Matilde Di Spelta in der Uraufführung der Oper La grande magia von Manfred Trojahn mit.<ref>Uraufführung in der Semperoper Dresden: Manfred Trojahns "La gande magia" (Der grosse Zauber). Produktionsdetails und Besetzung. Abgerufen am 25. April 2026.</ref> In der Spielzeit 2011/12 gab sie ihr Rollendebüt als Giovanna in Rigoletto und sang unter anderem Marcellina in Le nozze di Figaro, Erste Dame in Die Zauberflöte, Berta in Der Barbier von Sevilla und die Virtù/Pallade in L’incoronazione di Poppea.<ref name="Semperoper" /> Im April 2016 sang sie in ihrer Abschiedsvorstellung an der Staatsoper Dresden die Rolle der Berta in Der Barbier von Sevilla; sie übernahm aber am folgenden Tag noch einmal kurzfristig als Einspringerin die Rolle der Annina in La Traviata.<ref name="Merker" /><ref>Andrea Ihle, Sopran. Biografie und Tondokumente auf YouTube.</ref><ref>Ruhe in Frieden, liebe Kammersängerin Andrea Ihle (1953-2023). Instagram-Profil des Opernsängers Bernhard Hansky (mit Foto). Abgerufen am 25. April 2026.</ref>

Internationale Gastspiele unternahm Ihle hauptsächlich mit dem Ensemble der Dresdner Staatsoper, unter anderem 1982 als Modistin in Der Rosenkavalier in Venedig. In der Spielzeit 2008/09 gastierte sie als Jungfer Marianne Leitmetzerin in Der Rosenkavalier am Staatstheater Nürnberg.<ref>Der Rosenkavalier. Staatstheater Nürnberg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Februar 2013; abgerufen am 12. Februar 2013 (Besetzung der Wiederaufnahme vom 26. Oktober 2008).</ref> Im April 2010 gastierte sie an der Deutschen Oper Berlin als Ortlinde in der Oper Die Walküre.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Ring des Nibelungen - Die Walküre (Memento vom 1. Januar 2017 im Internet Archive) Besetzung vom 29. April 2010 (abgerufen am 25. Dezember 2010)</ref>

Neben ihrer Tätigkeit als Opernsängerin wurde Ihle insbesondere auch als Konzertsängerin in Oratorien, Messen und geistlichen Vokalwerken bekannt.<ref name="Merker" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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