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Dimitri Hegemann

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Datei:Dimitri Hegemann 2016.jpg
Dimitri Hegemann (2016)

Dietmar-Maria „Dimitri“ Hegemann (* 26. August 1954 in Werl, Nordrhein-Westfalen<ref>Handelsregistereintrag Raw Kichi Berlin OHG bei handelsregister-online.net, abgerufen am 31. Juli 2014</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dimitri Hegemann (Memento vom 8. August 2014 im Internet Archive) bei radioeins.de, abgerufen am 31. Juli 2014</ref>) ist ein deutscher Kulturmanager. Sein bekanntestes Projekt ist der Berliner Techno-Club Tresor.

Leben

Aufgewachsen in Büderich (Werl)<ref>J. G. Baurmann, Bum Bum Bares, in: Die Zeit, 27. August 2015, S. 28.</ref> studierte er Musikwissenschaft in Münster. Er kam 1978 nach Berlin, wo er an der Freien Universität bei Tibor Kneif weiterstudierte. Er wurde Bassist der New-Wave-Band Leningrad Sandwich, mit der er von 1982 bis 1985 drei Alben veröffentlichte. Von 1982 bis 1990 war er Organisator von Berlin Atonal, einem Festival für nonkonforme Musik, auf dem unter anderem Einstürzende Neubauten, Psychic TV oder Malaria! auftraten.<ref>Dimitri Hegemann bei ox-fanzine.de</ref>

In der Wrangelstraße 95 betrieb er mit anderen Beteiligten das Fischbüro, einen Raum für vielseitige Experimente, das 1988 in die Köpenicker Straße 6 umzog. Er gründete mit Achim Kohlberger das Label Interfisch und eröffnete den Club Fischlabor.<ref>karsten wolff: Independentmusik in Berlin: z. B. Interfisch-Records. In: Die Tageszeitung: taz. 26. Januar 1990, ISSN 0931-9085, S. 27 (taz.de [abgerufen am 20. November 2022]).</ref> Im Keller des Gebäudes entstand mit dem Ufo eine Keimzelle der Berliner Technoszene. Nach der Schließung des Ufos 1990 wurde 1991 mit dem Tresor<ref>Tresor: Vereinte Partynächte. In: Orte der Einheit. Stiftung Haus der Geschichte, 2022, abgerufen am 31. August 2023.</ref> in der Leipziger Straße einer der bekanntesten Techno-Clubs der Welt eröffnet. Mit Tresor Records entstand gleichzeitig ein Musiklabel im Bereich Techno.

1993 eröffnete Hegemann das Weltrestaurant bei der Markthalle IX in Berlin SO 36 und 1994 auf der gegenüber liegenden Straßenseite in einem ehemaligen Imbiss in Anlehnung an eine Gaststätte seiner westfälischen Heimat (Lippstadt) den Goldenen Hahn. Von 1997 bis 2007 leitete er das Großraum-Restaurant Schwarzenraben in Berlin-Mitte.

Von 2000 bis 2009 betrieb er zusammen mit Ben Becker und Sören Röhrs das Lokal Trompete in Berlin-Tiergarten. 2007 wurde der Club Tresor nach einer zweijährigen Pause im ehemaligen Heizkraftwerk Berlin-Mitte an der Köpenicker Straße wiedereröffnet.

2012 gründete Hegemann die Beratungsagentur Happy Locals, die in kleineren Städten einfache Kulturangebote speziell für junge Leute anbieten will, um so der Bevölkerungsabwanderung entgegenzuwirken.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Happy Locals: Consulting – Agentur für Jugendliche (Memento vom 12. August 2014 im Internet Archive), abgerufen am 12. August 2014</ref>

Seit 2013 wird das Festival Berlin Atonal im Kraftwerk Berlin weitergeführt. Ende 2019 eröffnete Hegemann im Basement der Phoenixhalle in Dortmund einen Ableger des Tresor Clubs mit dem Namen Tresor.West.<ref>Milan: Offizielle Tresor.West-Eröffnung - hier sind die Line-ups für Xmas und Silvester. In: FAZEmag. 9. Dezember 2019, abgerufen am 18. Oktober 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2018 war er Mitbegründer der Nonprofit-Organisation Detroit-Berlin-Connection, die die Stadt Detroit in Sachen Nachtleben berät.<ref>deutschlandfunkkultur.de: Initiative des "Tresor"-Gründers Hegemann - Wie die Berliner Club-Erfahrungen Detroit retten sollen. 31. Mai 2018, abgerufen am 1. Oktober 2025.</ref>

2025 wurde er mit dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet.<ref>Berliner Landesorden für 14 Bürgerinnen und Bürger. In: berlin.de. Der Regierende Bürgermeister, 1. Oktober 2025, abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Dimitri Hegemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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