Untere Burg (Woringen)
| Untere Burg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Alternativname(n) | Schlößle, Vogelhaus | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Woringen | |||||
| Entstehungszeit | 14. Jahrhundert | |||||
| Erhaltungszustand | Walmdachbau aus dem 17. Jahrhundert | |||||
| Geographische Lage | 47° 56′ N, 10° 12′ O
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| Höhenlage | 634 m ü. NN | |||||
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Die Untere Burg (auch genannt Schlößle oder Vogelhaus) steht in Woringen im Landkreis Unterallgäu in Bayern.
Geschichte
Die Burg befindet sich rund 400 Meter nordwestlich der Pfarrkirche Unser Frauen in Woringen und befindet sich auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel bei 634 m ü. NN. Die Grundfläche des Gebäudes ist quadratisch mit einer Seitenlänge von 10,6 Metern. Es wird vermutet, dass sich hier ursprünglich ein römischer Burgus befand, um die Römerstraße von Cambodunum (Kempten) nach Caelius Mons (Kellmünz an der Iller) zu sichern. Im Jahre 1323 erhält Konrad von Rothenstein von Erzherzog Leopold I. von Österreich den Auftrag in Woringen zwei Burgen (Obere und Untere Burg) zu bauen.<ref>„Die Urkunden des Reichsstiftes Ottobeuren 764–1460“, 1991, Urkunde 312 vom 15. Juli 1323</ref> In diesem Zusammenhang wurde um die bestehende Aufschüttung ein Ringgraben gezogen und das Rotensteinerbächle umgeleitet. Dadurch wurde die Untere Burg zur Wasserburg. Der Ringgraben wurde mittlerweile wieder aufgeschüttet, jedoch war noch 1709 der Schloßgraben mit 196 Karpfen besetzt.<ref>Karl Schnieringer, „Burgställe, Schlösser und Befestigungen im Landkreis Memmingen“ 1949, Seite 40</ref> Die Herren von Rothenstein blieben noch bis 1417 im Besitz der Burg. In diesem Jahr wurde die Untere Burg (mitsamt dem gesamten Dorf Woringen) an die Ravensburger Familie Möttelin, genannt von Rappenstein, veräußert. Knapp 100 Jahre später, 1516, wird die Untere Burg an die Freie Reichsstadt Memmingen verkauft. Im weiteren Verlauf kam die Burg 1849 an den bayerischen Staat und später an die Gemeinde Woringen. Die heutige Form des Gebäudes wurde um das 17. Jahrhundert errichtet bzw. umgebaut. Die Untere Burg steht unter Denkmalschutz.<ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege: Eintragung D-7-78-219-13 im DenkmalAtlas, abgerufen am 3. Januar 2021</ref>
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Hinweistafel an der Unteren Burg in Woringen
Weblinks
Literatur
- Karl Schnieringer: Burgställe, Schlösser und Befestigungen im Landkreis Memmingen. Selbstverlag, Ottobeuren 1949, S. 40.
Einzelnachweise
<references />
Schlösser: Schloss Babenhausen | Schloss Bedernau | Schloss Boos | Schloss Fellheim | Schloss Frickenhausen | Hohes Schloss Bad Grönenbach | Unteres Schloss Bad Grönenbach | Schloss Holzgünz | Schloss Kirchheim | Schloss Kronburg | Schloss Künersberg | Neues Schloss Lautrach | Schloss Markt Wald | Schloss Mattsies | Schloss Memmingerberg | Schloss Mindelburg | Schloss Pfaffenhausen (abgegangen) | Rotes Schlössle | Schloss Trunkelsberg | Schloss Türkheim | Schloss Ungerhausen | Wachterschlößle
Burgen und Ruinen: Burgruine Altenschönegg | Burgruine Rothenstein | Untere Burg Woringen
Turmhügelburgen (alle abgegangen): Turmhügel Ghagburg
Burgställe (abgegangene Burgen): Alte Burg (Erisried) | Burg Angelberg | Burgstall Bürgle | Burgstall Eppishausen | Burg Falken (Heidelburg) | Burg Felsenberg | Burgstall Hahnentanz (Bussenburg, Altittelsburg, Zwickerburg) | Burgstall Heimenegg | Burg Hundsmoor | Burgstall Im Buschel | Fliehburg Ittelsburg | Burg Moosburg | Burg Neuittelsburg (Der Falk) | Burg Siebnach | Burgstall Stumpfbühl | Burgstall Tannburg | Burgstall Unterschönegg (Schönegg) | Burg Wolfertschwenden | Fliehburg Woringen