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Natriumtetraphenylborat

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Strukturformel
Natriumion  Tetraphenylboration
Allgemeines
Name Natriumtetraphenylborat
Andere Namen
  • Kalignost
  • NaBPh4
Summenformel C24H20BNa
Kurzbeschreibung

farblose Kristalle<ref name=roempp>Eintrag zu Natriumtetraphenylborat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 205-605-5
ECHA-InfoCard 100.005.096
PubChem 2723787
ChemSpider 8591
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Eigenschaften
Molare Masse 342,22 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,216 g·cm−3<ref></ref>

Schmelzpunkt

>300 °C<ref name=roempp />

Löslichkeit

löslich in Wasser und Aceton<ref name=roempp/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 301+310<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

288 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name=roempp/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumtetraphenylborat (Handelsname: Kalignost®, kurz: NaPh4B) ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Bor, Kohlenstoff, Wasserstoff und Natrium. Es besitzt die Konstitutionsformel Na[B(C6H5)4].

Geschichte

Natriumtetraphenylborat wurde erstmals vom deutschen Chemiker und Nobelpreisträger Georg Wittig synthetisiert. Sein Ziel war es fünfbindige Verbindungen dieser Periode herzustellen. Dieser „Erfolg“ blieb ihm versagt. Bei den Elementen Bor bis Stickstoff konnte er keine Oktettaufweitung beobachten. Fehlschläge waren beispielsweise die Umsetzung von Triphenylboranen mit Phenyllithium (oder von Bortrihalogeniden mit Grignard-Verbindungen), wobei er jedoch das Natriumtetraphenylborat fand.<ref name="Wittig">G. Wittig, G. Keicher, A. Rückert, P. Raff: Über Boralkalimetall-organische Komplexverbindungen in Justus Liebigs Annalen der Chemie 563 (1949) 110–126, doi:10.1002/jlac.19495630113.</ref><ref name="Soukup_anorg">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten anorganischer Substanzen, Version 2020, S. 107 pdf.</ref>

Datei:Lithiumtetraphenylboranat.svg

Gewinnung und Darstellung

NaPh4B wird heute durch die Reaktion von Phenyl-Grignard-Reagenzien wie Phenylmagnesiumbromid mit Bortrifluorid dargestellt. Das aus dieser Reaktion erhaltene Tetraphenylbormagnesiumbromid wird in Wasser gelöst und mit Natriumchloridlösung versetzt.

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Die Verbindung bildet farblose, lichtempfindliche Kristalle.<ref name=roempp />

Chemische Eigenschaften

Die wichtigste Reaktion von NaPh4B ist die Fällung von Kaliumionen in wässriger Lösung:

<math>\mathrm{K^+_{(aq)} + [B(C_6H_5)_4]^-_{(aq)} \ \rightleftharpoons \ K[B(C_6H_5)_4]_{(s)} \downarrow}</math>
<math>\mathrm{K_L:\ 2{,}19\cdot 10^{-8}}</math>

Die Löslichkeit von Kaliumtetraphenylborat (KPh4B) beträgt demnach 53,0 mg/l.

Verwendung

Natriumtetraphenylborat wird unter dem Namen Kalignost® am häufigsten in der chemischen Analytik für die titrimetrische und gravimetrische Bestimmung von Kalium eingesetzt. Ebenso lassen sich auch Ammonium-, Rubidium-, Caesium- und Thalliumionen bestimmen.<ref name=roempp/> Auch Alkaloide können mit NaPh4B quantitativ bestimmt werden.<ref name=roempp />

Natriumtetraphenylborat kann im anorganischen Trennungsgang sehr nützlich sein, um Ammonium- und Kaliumionen zu unterscheiden. Setzt man Kalignost vorsichtig zu der Lösung zu, bildet sich ein weißer Niederschlag, der sich im einen Fall im oberen Teil des Reagenzglases sammelt und im anderen Fall über das gesamte Reaktionsvolumen verteilt.

Sicherheitshinweise

Natriumtetraphenylborat ist giftig beim Verschlucken. Allgemeine Sicherheitshinweise beim Umgang mit Chemikalien: Haut- und Augenkontakt vermeiden, Substanz nicht einatmen, bei Unfällen oder Unwohlsein immer Arzt zu Rate ziehen.

Einzelnachweise

<references/>