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Neunkirchen (Weiden)

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Neunkirchen bei Weiden
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1689)&title=Neunkirchen+bei+Weiden 49° 40′ N, 12° 6′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1689) 49° 40′ 14″ N, 12° 6′ 5″ O
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Höhe: 474 m ü. NN
Fläche: 52,8 ha
Einwohner: 1689 (31. Dez. 2023)<ref>Altersstruktur und Bevölkerungsbestand nach Stadtteilen. (PDF; 11,4 MB) Weiden in der Oberpfalz, S. 1, abgerufen am 15. November 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 3.199 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 92637
Vorwahl: 0961
Datei:Stadtteile.gif
Karte
Stadtteile von Weiden in der Oberpfalz
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Neunkirchen bei Weiden ist ein Dorf und ein Stadtteil von Weiden in der Oberpfalz in Bayern. Bis 1972 war Neunkirchen bei Weiden eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Geographie

Neunkirchen liegt als Stadtteil Weidens in der Planungsregion Oberpfalz-Nord. Der Stadtteil befindet sich im westlichen Gebiet in unmittelbarer Nähe der Stadt Weiden und liegt auf einem Hügel, der einen Blick auf Weiden sowie die umliegende Landschaft und den Basaltkegel Parkstein gewährt. Südwestlich von Neunkirchen grenzt die kreisfreie Stadt Weiden an den Markt Mantel, einen Teil des Landkreises Neustadt an der Waldnaab.

Geschichte

Neunkirchen war die Mutterpfarrei von Weiden und ist eine frühe Gründung. Die Stammkirche, heute die evangelisch-lutherische St.-Dionysius-Kirche, geht dabei vermutlich auf die karolingische Zeit, jedenfalls auf das Jahr 1000 zurück.<ref>Dorfgemeinschaft Neunkirchen und Umgebung e. V. - Historie. In: dgnk.eu. Abgerufen am 1. Mai 2024.</ref> Die erste urkundliche Erwähnung befindet sich in einer päpstlichen Incorporations-Bestätigung, die 1298 von Papst Bonifaz VIII. ausgestellt wurde.

Der Ort war seit dem 15. Jahrhundert Sitz eines der sieben Gerichte des Gemeinschaftsamts Parkstein-Weiden, in denen der Parksteiner Landrichter zusammen mit zwölf Geschworenen in Fällen der hohen und niederen Gerichtsbarkeit urteilte.

Im Jahr 1542 wurde durch den Landesherrn Ottheinrich von der Pfalz der Protestantismus eingeführt. 1628 gebot Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg seinen Untertanen die Rückkehr zum Katholizismus. Mit dem Neuburger Hauptvergleich wurde 1652 das Simultaneum in der Herrschaft Sulzbach und somit auch in Neunkirchen eingeführt.<ref>Kath. Pfarrei St. Dionysius: Kirchenführer unserer Pfarrkirche St. Dionysius</ref> Sulzbach wurde 1777 wieder ein Teil Kurbayerns. Die politische Gemeinde Neunkirchen (284 Einwohner, 131 Gebäude) mit den Gemeindeteilen Neunkirchen (236 Einwohner davon 104 Katholisch, 115 Gebäude), Brandweiher und Wiesendorf (48 Einwohner davon vier Protestanten, 16 Gebäude) wurde 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern errichtet.<ref>August Wilhelm von Wachter, Christian Schmitt, J. Heyberger, Wilhelm Heinrich Riehl: Bavaria: Bd. Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. Cotta, 1868, S. 735 (google.de).</ref>

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Neunkirchen bei Weiden nach Weiden eingemeindet.<ref></ref>

Am 25. April 2018 gründeten zehn ortsansässige Vereine die Dorfgemeinschaft Neunkirchen und Umgebung e. V., um das Dorfleben in Neunkirchen gestalten zu können und die Interessen des Dorfes gegenüber der Politik zu vertreten.<ref>In Neunkirchen gründen zehn Vereine eine Dorfgemeinschaft: Ein Dorf, eine Gemeinschaft. In: onetz.de. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref> Auf dessen Initiative wurde 2019 im Stadtrat der Stadt Weiden i. d. OPf. die Erstellung eines städtebaulichen Konzepts beschlossen. Seit 2020 wird die Dorferneuerung im Dialog mit den Dorfbewohnern ausgearbeitet und wurde 2024 umgesetzt.<ref>Dorfgemeinschaft Neunkirchen und Umgebung e. V. - Dorferneuerung. In: dgnk.eu. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>

Demographie

Jahr Einwohneranzahl Gebäude Wohnungen Schulen Rindvieh
1838<ref>Digitale Bibliothek – Münchener Digitalisierungszentrum. In: daten.digitale-sammlungen.de. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref> 106 12
1875<ref name="OVB1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 3. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1875), S. 912, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> 275 130 288
1885<ref name="OVB1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 860 (Digitalisat).</ref> 239 39 2
1925<ref name="OVB1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 899 (Digitalisat).

</ref>

263 44 2
1950<ref name="OVB1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 766 (Digitalisat).</ref> 266 40 2
1961<ref name="OVB1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 566 (Digitalisat).</ref> 222 49 2
1970<ref name="OVB1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 118 (Digitalisat).</ref> 424 1
1987<ref name="OVB1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 242 (Digitalisat).</ref> 1266 331 417 1
2011<ref>Neunkirchen bei Weiden (Weiden i. d. OPf., Bayern, Deutschland) – Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen. In: citypopulation.de. Abgerufen am 2. Mai 2024.</ref> 1360 1

Neunkirchen war bis zu seiner Eingemeindung nach Weiden ein von landwirtschaftlichen Höfen geprägtes Dorf. Diese Struktur ist bis heute erhalten und im Ortskern von Neunkirchen wiederzufinden. Das rasante Bevölkerungswachstum ist mit der Erschließung eines Neubaugebietes im Osten in den 1950er und 1960er Jahren sowie einer Erweiterung in Richtung Westen in den 1980er und 1990er Jahren zu erklären.<ref>1.2.3 Struktur / Geschichte und Baudenkmal von Neunkirchen; Seite 7. (PDF) In: weiden.de. Stadt Weiden in der Oberpfalz, Dezember 2021, abgerufen am 2. Mai 2024.</ref>

Baudenkmäler

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Datei:2019 Neunkirchen Weiden 02.jpg
Luftansicht des Ortskerns mit den beiden Kirchen als prägende denkmalgeschützte Bauwerke von Neunkirchen.

Ortskern Neunkirchen

Das Ensemble umfasst den Kern des Ortes Neunkirchen, der die Mutterpfarrei von Weiden war und durch das kirchliche Patrozinium des fränkischen Heiligen Dionysius auf eine frühe Gründungszeit verweist. Die beiden Kirchen in Höhenlage westlich der Stadt dokumentieren auf engstem Raum ein wesentliches Stück oberpfälzischer Konfessionsgeschichte mit dem eigentümlichen Simultaneum.

Evangelisch-lutherische Kirche St. Dionysius sowie Pfarr- und Schulgebäude

Datei:Denkmal Bayern Weiden D-3-63-000-160 Neunkirchen Ev.-Luth. Kirche St. Dionysius.JPG
Evang.-luth. Kirche St. Dionysius mit Pfarrhof

Die mittelalterliche östliche Kirche, die heutige evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Dionysius, zeigt Wehrhaftigkeit am mächtigen Chorturm und an der hohen Kirchhofmauer. An der West- und Südseite stehen, ebenfalls in einbergender Funktion, die Pfarrhofsanlagen, das ehemalige evangelische Schulhaus aus dem 18. Jahrhundert und das ehemalige katholische Schulhaus von 1863, alle mit abgewalmten Dächern.

Römisch-katholische Kirche St. Dionysius

Datei:Denkmal Bayern Weiden D-3-77-142-50 Neunkirchen kath. Kirche St. Dionysius Westseite.JPG
Römisch-katholische Kirche St. Dionysius

Als Gegenpol entstand im Westen 1910–1912 die neubarocke römisch-katholische Kirche St. Dionysius. Am Südost-Eck bildet ein gusseiserner Wegweiser ein reizvolles Detail.<ref>Denkmalliste für Weiden in der Oberpfalz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

Vereine

Verkehr

Straßenverkehr

Die Hauptverkehrsader in Neunkirchen verläuft in Ost-West-Richtung von Weiden nach Mantel. Der meiste Straßenverkehr führt somit über die Staatsstraße 2166. Diese umfährt Neunkirchen im Süden und stellt somit teilweise eine Umgehungsstraße dar. Zudem verbindet sie Neunkirchen mit der Datei:Bundesautobahn 93 number.svgBundesautobahn 93. Die alte Straße von Weiden nach Mantel existiert noch und verbindet die Staatsstraße mit dem Ort. Deutlich geringerer Verkehr fällt auf die Nord-Süd-Achse der Datei:Bundesstraße 470 number.svg Bundesstraße 470 am Brandweiher nach Mallersricht zur Staatsstraße 2238.

Datei:ÖPNV-Karte Neunkirchen(Weiden).png
Busverkehr

Busverkehr

Mit der Linie 5A bzw. 5B im Normalverkehr sowie der Linie 95 und 98 im Schwachverkehr ist Neunkirchen in das Liniennetz des Stadtbus Weiden integriert. Diese Linien stellen Rundlinien dar, die am Zentralen Omnibus Bahnhof in Weiden beginnen. In Stockerhut fahren die Busse dann entweder über den Weidingweg und Latsch oder über Frauenricht, nach Neunkirchen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile in Weiden

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