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Unterfarrnbach

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Unterfarrnbach
Kreisfreie Stadt Fürth
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1118)&title=Unterfarrnbach 49° 29′ N, 10° 57′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1118) 49° 29′ 26″ N, 10° 57′ 6″ O
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Höhe: 300 m ü. NHN
Einwohner: 1118 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Eingemeindung: 1. Januar 1918
Postleitzahlen: 90766, 90768
Vorwahl: 0911
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Datei:UnterfarrnbachKriegerdenkmal.JPG
Kriegerdenkmal im alten Ortskern, das Relief zeigt den heiligen Georg

Unterfarrnbach (fränkisch: Farnbach<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 30. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „faʳnbach“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Fürth im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Unterfarrnbach hat eine Fläche von 8,256 km². Sie ist in 4540 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 1818,58 m² haben.<ref>Gemarkung Unterfarrnbach (093340). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Atzenhof.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref>

Geografie

Das Dorf liegt drei Kilometer nordwestlich des historischen Fürther Stadtkernes im Tal der Farrnbach. Der Fluss trennt den alten, landwirtschaftlich geprägten Ortskern im Norden von den südlich gelegenen Neubaugebieten, die eine Fläche von circa 1,6 km² einnehmen. Nördlich des Ortes befindet sich der Hügel (49° 31′ N, 10° 58′ O

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  }}) der ehemaligen Mülldeponie, der nunmehr begrünt ist und als Spaziergelände zur Verfügung steht. Am Fuße des Berges befindet sich ein Golfplatz.

Unterfarrnbach grenzt im Norden an Atzenhof, im Osten an Schwand und im Süden an die Hardhöhe. Zudem führt die Hintere Straße als Brücke beim Hafen Fürth über den Main-Donau-Kanal und bildet damit den Übergang von Unterfarrnbach zum westlich gelegenen Burgfarrnbach.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 21. Juli 2023.</ref><ref name="Stadtteile">Stadtteile Fürth 2016 (.pdf)</ref>

Geschichte

Der Ort wurde 1303 als „Nidern Farhembach“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Nürnberger Burggraf Konrad die Hofmark Fürth, wozu auch Atzenhof zählte, an das Domkapitel in Bamberg abtrat. Der Ortsname leitet sich vom Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort entweder Farn oder Farren ist und auf eine Eigenheit des Baches verweist. Am 29. Mai 1349 wurde durch den Bamberger Bischof Friedrich I. von Hohenlohe St. Johannis in Burgfarrnbach zur Pfarrei erhoben und „inferiori Varenbach“ dieser zugewiesen.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 30ff.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Unterfarrnbach 43 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Dompropsteiamt Fürth. Grundherren waren das Dompropsteiamt Fürth (3 Höfe, 9 Halbhöfe, 4 Güter, 12 Gütlein, 10 Häuser) und die Nürnberger Eigenherren von Haller (3 Güter) und von Imhoff (2 Güter).<ref name="H179">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 179.</ref>

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Unterfarrnbach gebildet, zu dem Atzenhof und Bremenstall gehörten. Im selben Jahr entstand die Ruralgemeinde, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand 1 Anwesen bis 1812 und von 1822 bis 1835 dem Patrimonialgericht Buch und 3 Anwesen bis 1812 und von 1823 bis 1835 dem Patrimonialgericht Nemsdorf. 1811 wurde auf dem Gemeindegebiet der Stadelhof errichtet.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 226.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 63 (Digitalisat).</ref> Ab 1862 gehörte Unterfarrnbach zum Bezirksamt Fürth und zum Landgericht Fürth (1879 in Amtsgericht Fürth umbenannt). Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 8,436 km².<ref name="OV 1900"/>

Historische Karten zeigen „Unter Farrnbach“ in den 1860er Jahren als ein Straßendorf mit etwa dreißig Herdstellen. Südöstlich des Ortes verlief ab 1850 eine Verschwenkung der Trasse der Ludwigs-Nord-Süd-Bahn, ohne dass es dort einen Halt gab.<ref>Unter Farnnbach auf BayernAtlas Klassik, historische Karte von 1864</ref>

Am 1. Januar 1918 wurde Unterfarrnbach zusammen mit Atzenhof in die Stadt Fürth eingemeindet.<ref></ref> Seit der 1996 beschlossenen Neugliederung des Fürther Stadtgebiets ist Unterfarrnbach der statistische Bezirk 10 und gehört zum Stadtbezirk West, hat eine Fläche von 4,586 km² und 4862 Einwohner (Stand 2004).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kapitel 16 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/archiv.statistik.nuernberg.de (PDF; 782 kB) des Statistischen Jahrbuchs 2005 der Stadt Fürth</ref> Eine weitere Neugliederung der Gemeindeteile erfolgte im Sommer 2016.<ref name="Stadtteile" />

Baudenkmäler

  • Ligusterweg 10: Schulhaus
  • Unterfarrnbacher Straße: Kriegerdenkmal
  • Unterfarrnbacher Str. 174: Hofanlage mit Gasthaus
  • Unterfarrnbacher Str. 186: Gasthaus Rotes Ross
  • Unterfarrnbacher Str. 191/193: Wohnhaus
  • Unterfarrnbacher Str. 196: Wohnstallhaus
  • Unterfarrnbacher Str. 199: Ehemaliges Bauernhaus, jetzt Wohnhaus
  • Wegkreuz
  • Grenzstein
  • Vacherstr.221

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Unterfarrnbach (ab 1918 Bezirk Unterfarrnbach)

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1925 1950
Einwohner 446 519 578 611 618 641 671 788 724 775 699 718 762 816 839 993 1101
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 69 75 86 99 95 99 136 140
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 94 (Digitalisat). Für die Gemeinde Unterfarrnbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Atzenhof (S. 6) und Bremenstall (S. 12).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 209–210 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 172, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1028, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat). Unterfarrnbach: 447 Einwohner; Mühle: 9 E.</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 162 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1194, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Unterfarrnbach: 481 Einwohner; Unterfarrnbacher Mühle: 15 E.</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1124 (Digitalisat). Unterfarrnbach: 531 Einwohner, 68 Wohngebäude; Unterfarrnbacher Mühle: 17 E., 1 Wgb.</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1192 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1182 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1016 (Digitalisat).</ref>

Ort Unterfarrnbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 394 384 456 496 548 511 <templatestyles src="FN/styles.css" /> * <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 1069 1127 1118
Häuser<ref name="Häuser"/> 52 54 69 66 <templatestyles src="FN/styles.css" /> * <templatestyles src="FN/styles.css" /> * 186 282
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 748 (Digitalisat).</ref> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 323 (Digitalisat).</ref>

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* 
Angaben fehlen

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ist nach St. Johannes der Täufer in Burgfarrnbach gepfarrt,<ref name="H179"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Christkönig (Fürth) gepfarrt.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 21. Juli 2023.</ref>

Kultur

Auch wenn Unterfarrnbach selbst keine eigene Kirche hat, so gibt es doch eine jährlich im August stattfindende Kirchweih, gerne auch „Kärwa“ genannt. Diese wird seit 1986 von den Unterfarrnbacher Kärwaburschen ausgerichtet und es wurde eigens ein Kirchweihplatz angelegt.<ref>Pressebericht Nordbayern.de von 2011</ref>

Verkehr

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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